Josef Völkl (Dritter von rechts) feiert mit Gästen und Sohn Martin (rechts) seinen 85. Geburtstag.
von franz voelkl
Seine Betreuerin Monika hatte für die Gäste einen kleinen Sliwowitz - Zwetschge aus ihrer Heimat der Slowakei mitgebracht, um auf den 85. Geburtstag des Spielbergers Josef Völkl anzustoßen. Zusammen mit seinen Geburtstagsgästen blickte der sympathische Mann auf verschiedene interessante Episoden seines bisherigen Lebens zurück.
Völkl liest gerne die Tageszeitung, löst Kreuzworträtsel, knackt Sudoku - Zahlen und interessiert sich für den Sport, den er in seinem Leben gerne in den Mittelpunkt gestellt hat. Wintersport und Fußball sind Sportarten, die er gerne am Fernseher verfolgt. Er selbst hat derzeit leider gesundheitliche Einschränkungen, zweimal wöchentlich besucht er die Tagespflege „Unterm Fahrenberg“ am Waldthurner Badeweiher und genießt dort die familiäre Atmosphäre. Schon am Geburtstagsvormittag waren der Waldthurner Pfarrer Norbert Götz, die Spielberger Mesnerin Lisa Käs für den Pfarrgemeinderat und das Dorf, sowie der Waldthurner Bürgermeister Josef Beimler zum Gratulieren gekommen. Auch Josef Barth vom Siedlerbund und Lothar Kurz von der Raiffeisenbank war aus dem Flosser Land nach Spielberg „angereist“.
Geboren ist der Neufünfundachtziger in Altenhammer, ist dort mit seinem Bruder Alois aufgewachsen und ging in Flossenbürg zur Schule. Er lernte in Waldthurn bei Georg Völkl in der Rosengasse das Schmiedehandwerk und war acht Jahre als Werkzeugschmid im Granitwerk Flossenbürg beschäftigt. Nach zwei Jahren bei Schulte und Schmidt als Betriebsschlosser wechselte er 1969 ins Kabelwerk nach Floß und war dort bis zu seiner Rente im Jahr 2002 als Vorarbeiter beschäftigt.
Im August 1966 heiratete er auf dem Fahrenberg seine aus Gehenhammer stammende Ehefrau Anna (geb. Reber).
Gemeinsam mit Sohn Martin wohnt er heute im hübschen Haus in Spielberg. Beim Rückblick auf sein Leben stimmt den Jubilar der Tod seiner Frau Anna vor zehn Jahren sehr traurig. Der aktive Sport und das Ehrenamt bestimmten früher das Leben.
Er war in früheren Jahren 2. Vorsitzender und auch stellvertretender Kommandant bei der Feuerwehr Spielberg, fungierte im Jahr 1991 beim 100-jährigen Jubiläum als stellvertretender Festleiter und war insgesamt 25 Jahre in der Vorstandschaft der agilen Dorffeuerwehr tätig. Der Völkl Sepp war ein echter Sportler, fuhr er in früheren Jahren trotz Schneeverwehungen die fünf Kilometer von Spielberg mit den Skiern nach Floß zur Arbeit. Der Schießsport war seine Leidenschaft. Bei den Tell – Schützen Spielberg, war er mehr als 50 Jahre Schüler- und Jugendtrainer, unzählige Mal Schützenkönig und trat viele Male in der ersten Mannschaft – Gaumeister und Landkreismeister sind einige seiner Titel, an. Auch am Stand von Edelweiß Roggenstein feierte Völkl mehrere Mannschaftstitel, war Bezirksmeister und 2. Bezirksmeister im KK – Gewehr.
Gern erinnert sich Völkl auch an die früheren Schafkopfrunden beim Wirtsheiner oder an die interessanten Unterhaltungen am Stammtisch.