von franz voelkl --- Bilder: Grundschule Waldthurn
In Waldthurn herrschen auch hinsichtlich Wintersport derzeit geradezu ideale Verhältnisse, wobei sich vergangene Woche Grundschulfamilie, Elternbeirat, OWV - Skiclub Waldthurn, Schiclub Pleystein und der Förderverein NaturNahErleben ideal ergänzten. Diese Komponenten griffen ineinander und für die Mädchen und Buben der Wolfgang-Caspar-Printz Grundschule Waldthurn konnte man eine hinreißende Skiwoche am Fahrenberger Abfahrtshang und in den Loipen an Langlauf – Skihütte präsentieren.
Die Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klassen hatten vier sportliche Vormittage, von Dienstag bis Freitag am Ski- und Snowboardzentrum am Fahrenberg sowie in der Langlaufloipe an der Skihütte des Waldthurner OWV an der Neuenhammer Straße „garantiert hausaufgabenfrei gebucht“. Die 1. und 2. Klasse genoss am Montag einen Schlittenfahrtag.
Dass sowohl Skihang als auch Loipe nur rund drei Kilometer vom Waldthurner Schulzentrum entfernt liegen, ist ein großer Vorteil. Ein besonderes Anliegen ist es der Waldthurner Schulleitung, als nahegelegene Schule den Skibetrieb am Fahrenberg und den neuen Betreiber, den Förderverein NaturNahErleben, zu unterstützen und so einen Beitrag zum Erhalt des Skilifts zu leisten.
Die jungen Skifahrer waren täglich drei Stunden im Einsatz. Ein Großteil der Kinder fuhr alpin am Fahrenberg, betreut von engagierten Eltern, Lehrkräften sowie Übungsleitern des Schiclubs Pleystein (Vanessa Ertl, Marion Fleischmann, Silke Forster, Ruby Großer, Anna Woppmann, Monika Gmeiner, TSV – Pleystein-Sportwart SKI AlpinAlexander Schön, Markus Völkl, Wolfgang Golla, Tobias Forster, Sieglinde Ertl und Kathrin Kleber). Die Pausen verbrachten die jungen Skifahrerinnen und Skifahrer in Andis Skihütte, wo der Elternbeirat regelmäßig heißen Tee – und auch kleine Stärkungen – bereitstellte.
In der heutigen Zeit kommt Bewegung und frische Luft oft zu kurz im Alltag der Kinder. Deshalb sei es laut Rektorin Carina Hartwig besonders wertvoll, so einen mehrtägigen Skikurs anbieten zu können. Lehrerin Silke Forster ergänzte, dass das soziale Verhalten der Kinder gefördert werde. Sie nehmen aufeinander Rücksicht, helfe wenn jemand stürzt und kümmert sich untereinander. Außerdem haben die junge Skiasse Erfolgserlebnisse, denn bereits nach vier Tagen konnten sie eigenständig auf den Skiern zurechtkommen, ohne fremde Hilfe. Und das sei schon eine große Errungenschaft.
Parallel dazu wurde Ski - Langlauf angeboten. Nachdem dank ausreichender Schneelage die Wiese an der OWV-Skihütte an der Neuenhammerstraße gespurt werden konnte, fand der Langlaufkurs erstmals seit Jahren wieder direkt vor Ort statt. Helmut Glaser vom OWV überprüfte den Zustand der Loipe und zog ergänzende frische Spuren. Die Langlaufausrüstung konnte von der Schule ausgeliehen werden.
Unter professioneller Anleitung von OWV – Trainerin Johanna Grünauer sowie Schulpraktikanten Lukas Grünauer, sammelten die 13 Kinder erste Erfahrungen auf den schmalen Skiern oder vertieften bereits vorhandene Kenntnisse. Lukas Grünauer baute zwischendurch spielerische Übungen wie Fangenspiele mit nur einem Ski oder Slalomläufe durch Hindernisse ein, die den Spaßfaktor nochmals erhöhten und für zusätzliche Abwechslung und Motivation sorgten. Trotz eisiger Temperaturen bot die beheizte OWV - Skihütte mit Kachelofen willkommene Aufwärmgelegenheiten.
Nicht fehlen durfte bei den Abfahrern ein gemeinsames Abschlussrennen, bei dem die Kinder, angefeuert von ihren Mitschülerinnen und Mitschülern zu persönlichen Höchstleistungen aufgelaufen sind. Bei den Skilangläufern gab es ebenfalls am letzten Tag eine kleines Langlauf – Wettrennen nach dem Motto: „Jeder gegen jeden – Sieger waren Alle“ Die Wintersportwoche machte deutlich, wie wertvoll solche Skitage sind.