Sascha Dewald mit Urkunde links
Sascha Dewald liebt schon als kleiner Bub die Maschinen...
Sascha Dewald im Jahr 2026...
Sascha Dewald mit Urkunde Mitte!
von franz voelkl
Der 20-jährige Sascha Dewald aus Wampenhof (Markt Waldthurn) ist Land- und Baumaschinenmechatroniker, was für ihn mehr als ein Beruf ist. Es ist Leidenschaft, Freizeitbeschäftigung und Faszination zugleich. Ob bei seiner dreieinhalbjährigen Ausbildung bei IGL Landtechnik in Pfreimd oder beim Mithelfen auf dem Bauernhof im integrierten Lohnunternehmen Leipold in Wampenhof – der 20-Jährige zeigt, wie aus Begeisterung Können entsteht.
„Man kann hier genau sehen, dass jemand, der richtig interessiert ist, auch richtig gut wird", sagt Sabine Dewald, seine Mutter. Seit 13 Jahren lebt Sascha mit seiner Mama und seinem größeren Bruder am Bauernhof von Hans Leipold, dem Lebensgefährten seiner Mutter, in Wampenhof bei Spielberg. Hier hat er früh die Technik der Landmaschinen kennengelernt, die ihn bis heute begeistert.
Sascha wurde in Nürnberg geboren und verbrachte sein erstes Schuljahr in Rückersdorf bei Lauf an der Pegnitz. Danach zog die Familie nach Wampenhof. Ab der 2. Klasse besuchte er die Grundschule in Waldthurn, anschließend die Realschule in Vohenstrauß. Schon als Kind faszinierte ihn Technik: „Als wir nach Wampenhof kamen, habe ich Hans gerne über die Schulter geschaut. Im Sommer bin ich oft mit auf dem Drescher oder Häcksler gefahren. Nach der Schule habe ich meine Hausaufgaben gemacht und dann ging es aufs Feld", erinnert sich Sascha.
Sein Bruder ist im Familienbetrieb angestellt und Sascha hilft nach wie vor gerne nach Feierabend und auch am Wochenende mit – aus Leidenschaft, nicht aus Pflicht. „Für mich ist das Schrauben Beruf und Hobby zugleich", sagt er.
Das Mitwirken daheim beim Lohnunternehmen von Hans Leipold am Bauernhof in Wampenhof gehöre dazu. Hier habe er schon als junger Bursche genau hingesehen, vieles gelernt und auch die Freude an den Maschinen entdeckt.
Ausbildung bei IGL Landtechnik in Pfreimd
Seine Ausbildungsfirma IGL Landtechnik in Pfreimd kannte er schon als junger Bursche. Er war bei der Ersatzteilbeschaffung oder auch Kauf von Maschinen mit bei IGL. Während der Corona-Zeit absolvierte Sascha dort ein Praktikum und ihm wurde danach direkt ein Ausbildungsplatz angeboten. Die dreieinhalbjährige Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker schloss er als Oberpfalzbester ab.
Sascha Dewald schätzt vor allem die Vielfalt bei seinem Ausbildungsbetrieb IGL: „Man kommt viel herum, lernt unterschiedliche Maschinen kennen – Traktoren, Mähdrescher, Häcksler, Sämaschinen. Wir fahren auch zu Kunden von Regensburg bis Sachsen und Thüringen, reparieren vor Ort und das markenübergreifend."
Die Freisprechungsfeier der Innung für Land- und Baumaschinentechnik Oberpfalz und Kreis Kelheim fand im Turmrestaurant Obermeier in Klardorf/Schwandorf statt. Unter 50 Auszubildenden erzielte Dewald die Gesamtnote 1,7. Innungsobermeister Josef Lindner (Remmelberg, Gde. Theisseil) lobte den Fleiß und die Ausdauer der frisch gebackenen Junggesellen. Durch die dreieinhalbjährige Ausbildung haben neben den Besten alle Prüfungsteilnehmer eine ausgezeichnete Qualifikation erworben und ein besonderes Fundament geschaffen.
Herausforderungen gemeistert
Die 40 Kilometer Fahrten von Wampenhof nach Pfreimd und zurück als noch nicht Volljähriger stellte eine große Herausforderung dar. Im Sommer fuhr Sascha mit dem Moped, im Winter übernahm teilweise seine Mutter das Fahren, manchmal fuhr er mit einem Freund aus Miesbrunn, der im Pfreimder Nachbarbetrieb TANO Hydraulik oft in Schicht arbeitete und Sascha Dewald in Vohenstrauß „einsammelte". „Eine Ausnahmegenehmigung vom Mindestalter von 18 Jahren für die Fahrt vom Wohnort zum Ausbildungsbetrieb hätte den Alltag deutlich erleichtert, wurde jedoch leider nicht genehmigt", erklärte Sabine Dewald etwas enttäuscht.
Zukunftspläne
Nach der Ausbildung möchte Sascha bei IGL bleiben. Der „hochkarätige Absolvent aus Wampenhof" wurde zudem ermuntert, sich fortzubilden und die Chance zur Meisterprüfung zu nutzen. „Mit dem Prüfungsergebnis als Oberpfalzbester könnte ich mich sogar für ein Meister - Stipendium in Landshut oder Bayreuth bewerben", sagt er. Seine Begeisterung für moderne Technik und die Vielfalt der Maschinen motiviert ihn weiterhin, jeden Tag sein Bestes zu geben.
Ein Loblied auf das Handwerk
Für Sascha Dewald bedeutet die Auszeichnung als Oberpfalzbester weit mehr als nur einen persönlichen Erfolg – sie unterstreicht zugleich die große Bedeutung des Handwerks: „Sie zeigt, dass sich Fleiß, Motivation und Begeisterung am Ende auszahlen." Die Freisprechungsfeier unterstrich die Stabilität des Handwerks in Zeiten wirtschaftlicher Schwankungen.
Die Fotos von Häcksler und dem Mähwerk zeigen einen jungen Mann, der sich von Kindesbeinen an für Technik begeistert – ein Geselle, der das Handwerk lebt und zeigt, dass man mit Leidenschaft, Durchhaltevermögen, Lernbereitschaft und Begeisterung weit kommen kann.