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Waldthurner Markt- und Dorferneuerungsblatt
Ausgabe 5/2024
Vereinsleben
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Vereinsleben

So funktioniert der Rosenschnitt – ein Fachmann gibt Tipps

von Steffi Daubenmerkl

Spielberg. Bei strahlenden Sonnenschein trafen sich am Samstag den 13. April rund 25 Damen der Garten- und Blumenfreunde Lennesrieth am neu erbauten Dorftreff, um die Rosen rund um den Spielberger Kirchen- und Dorfplatz fachgerecht wieder in die

richtige Form zu bringen.

Die 1. Vorsitzende Andrea Götz freute sich über das große Interesse der Mitglieder und konnte hierzu wieder ein bekanntes Gesicht als Referenten willkommen heißen.

Thomas Huber, der als Ausbildungsleiter bei der Stadtgärtnerei Weiden beschäftigt ist,

ist ein wahrer Kenner der Königin der Blumen.

Schnell ist der Überblick verloren, wenn man sich als Laie in den vielen Ausformungen der Königin der Blumen verliert. Strauch-, Kletter-, Bodendecker- oder englische Rosen – heutzutage sollen etwa 30 000 Rosensorten im Handel sein, und es werden ständig mehr.

Egal ob Wild- oder moderne Rose: Für jede Form gibt es unterschiedliche Schnittmassnahmen – die im März, spätestens bis Ende April umgesetzt sein müssen.

Eine alte Gärtnerweisheit besagt, dass wenn die Forsythien blühen, der Rosenschnitt ansteht.

Aber warum schneidet man Rosen überhaupt? „Das hat einen einfachen Grund: Es fördert ihre Gesundheit. Sie bleiben vital, gesund und in Form, die Blüte ist reicher. Alte, vergreiste Rosen reagieren empfindlicher, produzieren kaum Blüten und reagieren stärker auf Krankheitserreger und Wetterkapriolen.“

Und ja, der Schnitt zur Forsythienblüte würde grundsätzlich den richtigen Termin markieren. Aber noch besser sei es, die Pflanzen zu beobachten. Wenn die ersten Blattknospen anschwellen, ist der ideale Zeitpunkt gekommen. Dieses Jahr sind es fast vier Wochen, in denen die Rosen eher zu treiben beginnen.

Wer Rosen zwar mag, aber keine Zeit und Lust hat, sich mit ihrer Pflege zu befassen, dem empfiehlt er Wildrosen. „Da kann es reichen, sie nur alle paar Jahre per Schnitt zu verjüngen, also kräftig runterzuschneiden und alte Triebe oberhalb des Wurzelstocks zu entfernen.“

Überhaupt nicht zu schneiden sei der grösste Fehler, egal ob Wildrose oder andere Form.

Ein starker Rückschnitt mündet in einem starken Austrieb und damit in vielen Blüten. Da darf man ruhig auch mal radikal vorgehen, denn dies fördert den Neuaustrieb von der Basis her.

Zeigen sich sehr wüchsige, hellgrüne Triebe mit nur wenigen Dornen, die direkt aus der Erde unter der Rose austreiben, dann heisst es: unbedingt ausreissen, nicht abschneiden.

Um zu verhindern, dass sich der Neuaustrieb mit den Krankheiten des Vorjahres infiziert,

sollte man altes, noch an der Pflanze haftendes Laub per Hand entfernen und

im Grüngut entsorgen.

Nachdem Herr Huber den interessierten Publikum die richtige Durchführung des Rosenschnitts gezeigt hat, durften die Damen selbst Hand anlegen und den Rosen rund um den Kirchplatz ihren Pflegeschnitt geben.

Nach den interessanten Nachmittag dankte Andrea Götz Thomas Huber und lud noch zum gemeinsamen Kaffee und Kuchen in den Spielberger Dorftreff ein. Die Vorsitzende erinnerte dabei an den nächsten großen Termin am 30. Juni 2024 zum

„Tag der offenen Gartentür“ in Albersrieth,

wo der Verein mit einen eigenen Gartenmarkt und

kulinarischen Köstlichkeiten aus dem Garten vertreten sein wird.