Drahtige Hüttenfreundebeine beim Seilzieherfest der Seilzieher der Fahrenbergauswahl
Schiedsrichter Georg Stahl (links)
Waidhauser Seilzieherinnen
Starke FSV - Fußballer am Seil
Feuerwehrteam Lennesrieth / Waldthurn am Seil
Hüttenfreunde
Fahrenberger Seilzieher II
Kurze Sandspielunterbrechung - Beobachtungen beim Seilziehen
Michl Stahl in Aktion (vorne am Seil)
Die Siegerteams
von franz voelkl
Bereits am frühen Pfingstsonntagnachmittag kamen zahlreiche Besucher zur Vereinshalle nach Waldthurn. Der Duft von Kaffee und hausgemachtem Kuchen lag im Innenbereich in der Luft und sorgte gemeinsam mit der musikalischen Begleitung von Andreas Augustin für echtes Festgefühl.
Spannung pur am Seil
Der sportliche Höhepunkt begann um 16 Uhr mit dem großen Turnier.
Im Mittelpunkt stand der Seilziehsport – und der hatte es in sich. Wenn kräftige Hände das Seil umklammern, sich Muskeln anspannen und die Teams Zentimeter um Zentimeter kämpfen, ist Hochspannung garantiert. Lautstarke Anfeuerungsrufe hallten über das Freigelände und trieben die Mannschaften zu Höchstleistungen an. Als Schiedsrichter fungierte Marktrat Georg Stahl, der „Adlbauern Georg“ aus Frankenrieth.
Damen- und Herrenmannschaften lieferten sich packende und teils dramatische und knappe Duelle. Seilziehen erfordert weit mehr als Muskelkraft. Technik, Timing und Teamgeist entscheiden über Sieg oder Niederlage.
Starke Konkurrenz lieferten sich die Teams aus der Region: Die Waidhauser Seilzieher reisten mit zwei Herrenteams und einer Damenmannschaft an und zeigten beeindruckende Leistungen. Ebenso traten die Gastgeber der Fahrenbergauswahl mit zwei Herrenteams sowie ihren „Kampfschnecken“ bei den Damen an.
Am Ende sicherten sich die Waidhauserinnen den Sieg im Damenwettbewerb und nahmen 50 Liter Gerstensaft mit nach Hause, während sich die Fahrenberger Kampfschnecken über 30 Liter freuen durften.
Bei den Herren traten unter anderem der FSV Waldthurn, ein Team der Feuerwehren Lennesrieth/Waldthurn, die Hüttenfreunde Bernrieth sowie die Feuerwehr Neudorf als Hobbymannschaften an. Letztere präsentierten sich in Topform – nicht zuletzt mit Blick auf ihr bevorstehendes 140-jähriges Jubiläum. Besonders im Halbfinale verlangten sie der Fahrenbergauswahl II alles ab und mussten sich nur knapp geschlagen geben.
Als Sieger bei den Herren gingen schließlich die einheimischen Fahrenberger Seilzieher I vor ihren Sportfreunden Fahrenberger Seilzieher II und der Feuerwehr Neudorf „durchs Ziel“. Bei sommerlichen Temperaturen waren kühle Getränke gefragt – und davon gab es reichlich. Insgesamt 100 Liter Gerstensaft warteten als Preise auf die besten Teams, aufgeteilt in 50, 30 und 20 Liter – eine Belohnung, die bei den Teilnehmern bestens ankam.
Selbstverständlich reichten die beiden Fahrenberger Männermannschaft als gute Gastgeber die Gewinne an die nächstplatzierten Neudorfer, FSV-Fußballer und an die Waidhauser Amateursportler weiter, die sehr stark aufgetreten waren, aber durch den besonderen Modus des Turniers, mit dem sie natürlich einverstanden waren, zum Vorteil der Hobbymannschaften nicht weiter nach vorne punkten konnten.
Während sich die Erwachsenen auf die Wettkämpfe konzentrierten oder das gesellige Beisammensein genossen, kamen auch die jüngsten Besucher voll auf ihre Kosten. Beim Kinderseilziehen konnten sie erste Erfahrungen sammeln und mit Begeisterung ihren Teamgeist unter Beweis stellen.
Ein weiteres Highlight war der große Sandkasten, organisiert vom Waldthurner Wasserwart Markus Vitzthum aus Lennesrieth. Mit viel Sand und einer spannenden Schatzsuche wurde das Sandkastenareal schnell zum Mittelpunkt für kleine Abenteurer. Buddeln, suchen und jubeln.
Ein gelungenes Seilzieherevent mit erfahrenen Helfern wie Ex – Präsident Werner Ertl und Ehrenpräsident Paul Völkl, die mit vielen hochkarätigen Helfern am Zapfhahn ihre Klasse zur Bewältigung des Durstes der vielen Besucher zeigten.
Ein besonderes Bild bot sich rund um Fahrenberger Seilzieher – Präsident Michl Stahl. Trotz organisatorischer Verantwortung war er überall präsent – ob bei Interviews für OTV oder aktiv am Seil. Als Teil einer erfolgreichen Mannschaft zeigte er, was echten Teamgeist ausmacht: anpacken, mitziehen und gemeinsam gewinnen.