Die Turner - Sippe beim Treffen 2026. Mit im Bild die Organisatoren Barbara Müllner (stehend links) und Daniel Müllner (knieend links)
Von Barbara und Daniel Müllner
Die Turner-Sippe, deren Wurzeln bis in das 17. Jahrhundert zurückreichen, hat im Jahr 2026 erneut eindrucksvoll bewiesen, wie lebendig gelebte Familientradition sein kann. Kürzlich fand wieder ein großes Turnertreffen im Hotel Wurzer in Tännesberg statt – organisiert von Barbara und Daniel Müllner aus Waldthurn, die seit 2019 die Verantwortung für die Fortführung dieser besonderen Familientradition übernommen haben.
Die Geschichte der Treffen reicht weit zurück. Das erste Zusammenkommen fand bereits 1985 im Garten der Familie Müllner in Waldthurn statt, ein weiteres folgte 1992 im Schützenhaus. Danach ruhte die Tradition für einige Jahre, bevor sie 2007 mit einem zünftigen Treffen im Straubinger Sportheim wieder auflebte. In den darauffolgenden Jahren wechselten die Veranstaltungsorte – vom alten Feuerwehrhaus in Waldthurn nach Scheßlitz bis hin zum Treffen im Gasthaus zur Post in Vohenstrauß.
Mit großem Engagement führen nun Barbara und Daniel Müllner die Tradition seit 2019 fort. Ihr erstes Treffen organisierten sie im Hotel Regina, gefolgt von zwei weiteren Zusammenkünften in den Jahren 2023 und nun im Jahr 2026 im Hotel Wurzer in Tännesberg. Damit knüpfen sie an die frühere Gepflogenheit an, bei der jeweils Cousinen oder Cousins die Organisation übernahmen.
Türmer
Die Turner-Sippe, deren Name sich vom früheren Türmeramt in Waldthurn ableitet, blickt auf eine lange Geschichte zurück. Über Jahrhunderte hinweg prägten die sogenannten „Turner“ als Türmer das Ortsbild, bis diese Tradition 1956 mit dem Tod des Musikmeisters und Türmers Joseph Müllner endete. Dennoch lebt der Name und das Gemeinschaftsgefühl bis heute weiter.
Auch 2026 folgten zahlreiche Familienmitglieder dem Ruf zum Treffen. Aus nah und fern – von Waldthurn, Vohenstrauß, Pleystein, sowie Straubing, Tirschenreuth, Duisburg, Öttingen, Munningen/Laub, München und Regensburg reisten die Teilnehmer an. Die Altersspanne reichte dabei vom jüngsten Teilnehmer mit neun Jahren bis hin zum ältesten Familienmitglied im Alter von 82 Jahren.
Das Treffen selbst verlief ganz im Sinne bayerischer Geselligkeit. Bei Kaffee und Kuchen begann der gemeinsame Tag, gefolgt von einem Abendessen und vielen Gesprächen. Besonders prägend war erneut die musikalische Umrahmung, denn die Turner-Sippe verfügt über zahlreiche talentierte Musikanten, die für ausgelassene Stimmung bis in die frühen Morgenstunden sorgten. Erst am nächsten Tag klang das Fest bei einem gemeinsamen Frühstück ruhig aus. Ein besonderes Zeichen der Verbundenheit setzte auch der Waldthurner Altbürgermeister Josef Beimler, der der Sippe seine besten Grüße übermitteln ließ.