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Waldthurner Markt- und Dorferneuerungsblatt
Ausgabe 8/2019
Aus dem Marktrat wird berichtet
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Marktratssitzung vom 25.07.2019

Doris Völkl berichtet über das Projekt „Neun2727- gut leben im Waldthurner Land“

Von Tanja Pflaum

Zur Marktratssitzung am „heißesten Tag im Juli“ begrüßte Bürgermeister Josef Beimler neben dem Gremium und den Zuhörern auch Doris Völkl, die kurz über den Stand des Projektes „Neun2727 – gut leben im Waldthurner Land“ berichten würde.

Beimler dankte Völkl für ihr Bemühen und ihren Einsatz für dieses Projekt. „Die Kurse werden sehr gut besucht – manchmal sogar zu gut“, stellte er fest. Das Projekt der Marktgemeinde in Zusammenarbeit mit der AOK Bayern kommt sehr gut bei der Zielgruppe 60+ an. Doris Völkl spannte in ihrem Bericht einen weiten Bogen über die Projektentwicklung - von der Bedarfsabfrage über die Beantragung der Maßnahmen bis hin zum Erstellen des Programms. „Die Begleitung und permanente Evaluation durch die Uni Regensburg wird weiterhin beibehalten“, erklärte Völkl. So werde beispielsweise nach jedem Kurs ein Fragebogen dazu ausgefüllt und ausgewertet. Kurz berichtet sie auch über bereits stattgefundene Kurse. So hatte man im ersten Halbjahr ein richtiges „Luxusproblem“, so Völkl. Viele Kurse waren zum Teil so überbucht, dass die Referenten zweimal nacheinander antreten durften. Das Waldthurner Marktblatt hat sich als wunderbares Medium zur Weitergabe von Terminen und Informationen entwickelt. „Mittlerweile kommen viele Gemeinden auf uns zu, die sich über das Projekt informieren wollen“, berichtete Völkl weiter.

Natürlich gehe es dabei um das Wohlergehen aller Bürger, speziell aber um die Zielgruppe 60+, für die das örtliche Angebot oft nicht so ergiebig oder aber die Teilnahme an überörtlichen Angeboten aufgrund der fehlenden öffentlichen Verkehrsmittel schwierig ist. „Wir haben uns gedacht, wenn die Leute nicht zu den Kursen kommen können, müssen halt die Kurse zu den Leuten kommen“, so Völkl. Abschließend stellte sie das abwechslungsreiche Programm für das zweite Halbjahr vor.

Nach einem herzlichen Dankeschön an Völkl und den Steuerungskreis des Projektes, übernahm Rathauschef Beimler wieder das Wort und ging zum nächsten Punkt der Tagesordnung weiter. Der Abschluss einer Vereinbarung mit der Teilnehmergemeinschaft (TG) Waldthurn 3 für den Umbau und die Sanierung der Anwesen Marktplatz 2 und 13 wurde einstimmig genehmigt. Die voraussichtlichen Kosten betragen für beide Gebäude rund 2 786 000 Euro, die Kostenbeteiligung der TG beträgt 2 507 229, 11 Euro (Fördersatz: 90 Prozent). Die Elektroinstallationsarbeiten für das Anwesen Marktplatz 2 werden an die Firma EEAtec , Weiden, vergeben (Kosten: 86 573 Euro). Die Spenglerarbeiten werden von der Firma Max Eger, Letzau, ausgeführt (Kosten 22 820 Euro).

Die Entwürfe zum Abschluss von Werkverträgen mit Andrea Söllner, Kulturmanagement, Pyrbaum und Marianne Rolshoven, Collegium in Claustro, Eichstätt (wissenschaftliche Begleitung) bezüglich des Projektes LandKULTUR wurden einstimmig genehmigt. Die beiden Damen erhalten maximale Zuwendungen in Höhe von 20 000 Euro (Vertragsdauer: 01.01.2019 – 31.05.2022).

Zum Punkt „Kreditaufnahme im Rahmen das Haushaltes 2019“ berichtete Kämmerer Josef Götz, dass man um eine Aufnahme in Höhe von 900 000 Euro nicht herumkomme. Er hatte deshalb erforderliche Angebote von drei Kreditinstituten angefordert. Götz empfahl die Raiffeisenbank, die bei einer Laufzeit von 20 Jahren einen Zinssatz von 0,57 Prozent erhebt. Dieser Empfehlung folgten die Räte einstimmig.

Keine Gegenstimme gab es beim Bauantrag von Andreas Krös, Frankenrieth 9 (Abbruch der bestehenden Garage, Neubau einer Doppelgarage und einer barrierefreien Einliegerwohnung im Dachgeschoss).

In seinen Mitteilungen informierte Beimler über eine Anfrage des Künstlers Hans Malzer. Dieser würde einen Teil seiner Holzskulpturen kostenfrei zur Verfügung stellen und damit einen „Skulpturenweg“ entlang der Streuobstwiese/Fahrenbergstraße initiieren. „Der Badeweiher ist wieder befüllt und der Betrieb bereits wieder in vollem Gange“, freute sich das Gemeindeoberhaupt. Er dankte der Firma Scharnagl für die zügig durchgeführten Erdarbeiten zur Kanalverlegung in diesem Bereich. Weiter berichtet er über verschiedene Anregungen von Rektorin Carina Hartwig bezüglich der Sicherheit der Schulkinder. Beimler wird hier noch das Gespräch mit dem zuständigen Sachbearbeiter der PI Vohenstrauß und dem Bauausschuss suchen.

„Vom 12.- 25. Juli hing das Tempo-Sys-Gerät in der Schulstraße“ berichtete Beimler. Insgesamt wurden 4290 Fahrzeuge registriert und bei der Auswertung festgestellt, dass sich rund 11 Prozent der Fahrer nicht an die Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern gehalten haben. Auch die Auswertung vom Schützengarten, wo das Gerät vom 24. Juni – 11. Juli angebracht war, lag vor. Hier berichtete Beimler von einer Überschreitung von 1,5 Prozent bei 1739 gemessenen Fahrzeugen. Andreas Troidl warf ein, dass es angesichts der Tabelle ja eigentlich 100 Prozent wären, die zu schnell unterwegs waren, da dort Tempo 30 gilt. Diesen Einwand tat Beimler mit den Worten, das es in diesem Bereich keine Tempo-30-Zone gibt, ab – was allerdings das dort angebrachte Verkehrsschild widerlegt.

Weitere Mitteilungen betrafen die Erteilung des vorzeitigen Maßnahmenbeginns für den Generationengarten in Albersrieth und, dass für das Projekt LandKULTUR in diesem Jahr noch Mittel abgerufen werden können.

Roman Bauer gab zwei Anregungen/Wünsche der Jugend bezüglich des Beachvolleyball-Feldes beim Badeweiher weiter: zum einen wäre ein neues Netz beziehungsweise eine Ratsche zum Spannen des alten Netzes gewünscht, zum anderen wäre das Anbringen von Begrenzungslinien/Feldlinien sinnvoll. Außerdem wurde er nach dem Bürgerfest häufig angesprochen, ob man denn nicht das musikalische Angebot überdenken könnte. Beimler merkte dazu an, dass dies Sache der Vereinsgemeinschaft (VG) sei und man dies in der nächsten Sitzung der VG besprechen müsse.

Abschließend merkte Andreas Troidl noch an, dass das Unkraut am „Hostau-Platz“ überhandnimmt und bat darum, doch die „Abteilung Grün“ vorbeizuschicken, um diesen Missstand zu beheben.