In den vergangenen Jahren hat sich in unserer Gemeinde viel bewegt. Zahlreiche Projekte konnten angestoßen, umgesetzt oder erfolgreich abgeschlossen werden – stets mit dem Ziel, die Lebensqualität für alle Bürgerinnen und Bürger nachhaltig zu verbessern und die Gemeinde zukunftsfähig aufzustellen.
Im Bereich der Infrastruktur wurden wichtige Maßnahmen realisiert: So entstanden unter anderem eine neue Toilette am Friedhof in Weiltingen sowie ein gekühlter Raum für Särge, der insbesondere in den Sommermonaten eine deutliche Verbesserung darstellt.
Ein Gehweg zur Schule wurde hergestellt und trägt dadurch zur Sicherheit unserer Kinder bei. Parallel dazu wurde mit einer einheitlichen Ortsbeschilderung begonnen, deren weiterer Ausbau – unter Einbindung örtlicher Betriebe – noch fortzuführen ist.
Ein bedeutender Schwerpunkt lag auf der umwelttechnischen Weiterentwicklung der Gemeinde. Die Kläranlage wurde neu gebaut, Pumpwerke modernisiert, Kanäle im Kernort saniert und in den Außenorten befahren. Die noch offenen Aufgaben in diesem Bereich liegen in der Fertigstellung der Kanalsanierung und in der Optimierung der Betriebsabläufe.
Der Waldumbau wurde aktiv vorangetrieben und ein Forstwirtschaftsplan erstellt.
In unserem Kommunalwald wurden zwischenzeitlich zwei Windenergieanlagen projektiert und nahezu fertig errichtet, welche ab diesem Jahr auch Pachteinnahmen für die Gemeindekasse einbringen.
Nicht alle Vorhaben konnten dabei umgesetzt werden – so scheiterte beispielsweise das Projekt „Ökokonto im Wald" bei Frankenhofen oder das altersgerechte Wohnen in der Weiherwiese.
Im Bereich Bauen und Wohnen konnten wichtige Fortschritte erzielt werden: Das Baugebiet Hagafeld wurde geplant, erschlossen und nahezu vollständig vermarktet. Die Besonderheit hierbei war, dass die Einnahmen aus den Verkäufen der Bauplätze vor den Rechnungen der Baufirmen eingingen. Dadurch war keine Kreditaufnahme für das Baugebiet nötig.
Für Frankenhofen, Weiltingen, Wörnitzhofen und Veitsweiler liegen genehmigte Baugebiete in der Schublade.
Die Erweiterung des Gewerbegebiets wurde geplant und erfolgreich umgesetzt; dadurch ist eine weitere wirtschaftliche Entwicklung im Ort möglich.
Großen Wert legt die Gemeinde auf das gesellschaftliche Miteinander. Für die Jugend unter 18 Jahren wurden geeignete Räumlichkeiten geschaffen.
Vereine und Initiativen wurden gezielt unterstützt. So konnte beispielsweise der Bau einer Sporthalle gefördert werden, die ganzjährig vielfältige Nutzungsmöglichkeiten bietet und über Weiltingen hinaus großen Anklang findet.
In Frankenhofen wurde die Dorfgemeinschaft bei der Schaffung eines modernen Treffpunktes mit besonderem Lagerraum unterstützt.
Die Übernahme des Schützenhauses in Weiltingen mit der geplanten Nutzung als Dorfgemeinschaftshaus ist ein weiterer wichtiger Impuls, mit dem der Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft gestärkt werden kann.
Die Nahversorgung war ein harter Brocken. Die Lösung war nicht einfach und zu Beginn nicht absehbar, da alle Anfragen bei Lebensmittelketten scheiterten.
Die nun gefundene Kombination aus digitalem Kleinstsupermarkt, Bäcker, Café, Metzgerei und Apotheke führte beim Amt für Ländliche Entwicklung zu dem geflügelten Wort „Wie in Weiltingen".
Dadurch konnte der Bestand der bestehenden Nahversorgung nicht nur gesichert, sondern auch zukunftsfähig gestaltet werden.
Für die Entwicklung einer ortsnah gelegenen Fläche in Richtung Festplatz wurde eine funktionale Stromversorgung für Veranstaltungen hergestellt.
In diesem Zuge wurden im Bereich der Schule Parkplätze sowie eine Ladeinfrastruktur für E-Mobilität geschaffen.
Die Versorgung mit Glasfaser im gesamten Gemeindegebiet wurde weiter vorangebracht; die Erschließung des Altortes steht an und die Förderzusage ist eingegangen.
Ein weiterer Fokus lag auf Bildung und Betreuung:
Die Kindertagesstätte wurde energetisch saniert und die Außenanlagen teilweise erneuert. Die aktuelle Erweiterungsplanung steht kurz vor der Fertigstellung.
Für die Schule erfolgte eine digitale Erneuerung in Form von interaktiven Tafeln, Glasfaseranschluss und iPads für eine Klassenstärke. Energetisch wurden Fenster erneuert und notwendige Fluchtwege hergestellt.
Mit der Einrichtung einer offenen Ganztagsschule (OGTS) inklusive Ferienbetreuung wurde zudem ein wichtiges Angebot für Familien geschaffen.
Im Bereich Landwirtschaft wurden Ansätze entwickelt, um die gemeindlichen Flächen fair zu verpachten. Ausgleichsflächen wurden entsprechend ihrer Zielsetzung zur Pflege an Landwirte vergeben.
Gleichzeitig hat die Gemeinde landwirtschaftliche Tauschflächen erworben, um künftig Landwirten in der Gemeinde bei Bedarf Flächen im Tausch anbieten zu können.
Auf innerorts gelegenen Flächen, die für eine zielgerichtete Ortsentwicklung bedeutend sind, konnten wichtige Vorkaufsrechte gesichert werden.
Nicht zuletzt wurden zahlreiche weitere Maßnahmen realisiert: Der Friedhof in Frankenhofen wurde neu gestaltet und in Weiltingen entscheidende Grundlagen gelegt. Verkehrsberuhigungen und Spielplätze wurden geschaffen, Ortsverbindungsstraßen instand gesetzt. Auch die Organisation des gesellschaftlichen Lebens wurde gestärkt – etwa durch Veranstaltungen wie die Brennholzversteigerung im Rahmen des Herbstmarktes oder die Vorbereitung einer Fläche für den Weihnachtsmarkt.
Neben all diesen Projekten gab es auch besondere Herausforderungen zu bewältigen. Die bedeutendste in dieser Amtszeit war die Corona-Pandemie, welche die Gemeinde vor große Aufgaben stellte, die jedoch gemeinsam erfolgreich gemeistert wurden.
Die Vielzahl an Projekten zeigt, was in den vergangenen Jahren erarbeitet wurde. Viele Entwicklungen werden auch in die Zukunft wirken und vom zukünftigen Gremium weiter gestaltet werden. Diese Basis kann für die kommende Legislaturperiode eine solide Grundlage sein, um die anstehenden Aufgaben zu lösen.
Mit dem Ende der Amtszeit von Bürgermeister Christoph Schmidt und seinen Stellvertretern Stefan Walter und Helmut Mehrike verbindet sich daher nicht nur ein Rückblick auf eine ereignisreiche Zeit, sondern auch ein Ausblick auf eine Gemeinde, die gut für die Zukunft aufgestellt ist.