Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung des Freihand Schützenverein Pettstadt 1910 e.V. konnte der 1. Vorsitzende Alexander Hummel zahlreiche Mitglieder sowie Ehrengäste im Vereinsheim begrüßen. In seinem Rückblick zog er eine insgesamt positive Bilanz des vergangenen Vereinsjahres, machte aber auch auf die Herausforderungen aufmerksam, vor denen der Verein künftig steht.
Besonders erfreulich sei die weiterhin sehr positive Entwicklung der Mitgliederzahlen. Wie auch in den Vorjahren übersteigt die Zahl der Neueintritte die der Austritte und Sterbefälle bei weitem. Vor allem der Zuwachs im Jugendbereich stimme die Vorstandschaft optimistisch, stelle vor aber das Schützenmeisteramt und vor allem die Jugendleitung vor neue Herausforderungen in der Betreuung. Glücklicherweise konnten auch in diesem Jahr Engagierte gewonnen werden, die sich erfolgreich der Vereins-Übungsleiter-Ausbildung sowie der C-Trainer-Ausbildung (DOSB) gestellt haben, und die Aktiven im Verein zukünftig kompetent betreuen werden.
Auch sportlich konnte der Verein zahlreiche Erfolge verbuchen. Die Schützinnen und Schützen nahmen erfolgreich an Gau-, Bezirks- und Landesmeisterschaften sowie an Ligawettkämpfen teil. Die Großkalibermannschaft schaffte den Aufstieg in die A-Klasse. Die Bogensportabteilung konnte den Bogenplatz ausbauen und blickt ebenfalls auf eine erfolgreiche Saison zurück. Beim Jubiläumsschießen des Schützenbezirks Oberfranken sicherte sich der Freihand Schützenverein sowohl im Luftdruck- als auch im Bogenbereich den Meistbeteiligungspreis. Besonders erfreulich ist, dass Jugend-Bogenschützin Emily sich für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren konnte und zwischenzeitlich in den Bayernkader des BSSB berufen wurde.
Ein weiterer Schwerpunkt der Versammlung war die Jugendarbeit. Mit einem neuen Betreuungskonzept und engagierten Trainern soll die positive Entwicklung weiter ausgebaut werden. Neben dem regelmäßigen Training sorgten Veranstaltungen wie Halloween- und Faschingsaktionen für ein abwechslungsreiches Vereinsleben.
Im Bericht des Vorsitzenden wurde außerdem auf zahlreiche Aktivitäten außerhalb des Schießsports eingegangen. So fand der Königsball im vergangenen Jahr erstmals mit einem neuen Konzept statt, das von den Besuchern sehr positiv aufgenommen wurde und auch künftig beibehalten werden soll. Ebenso berichtete Hummel über umfangreiche Instandsetzungsarbeiten am Vereinsheim sowie über die Teilnahme am 75. Landesschützentag in Bamberg, bei dem sich der Verein hervorragend präsentierte. Ein besonderer Dank galt den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.
Der Kassenbericht zeigte trotz hoher Investitionen eine solide finanzielle Situation. Gleichzeitig wies die Vorstandschaft darauf hin, dass künftig sinkende Einnahmen bei gleichzeitig neuen Ausgaben resultierend aus neuen Steuerpflichten den Verein vor finanzielle Herausforderungen stellen werden.
Ein zentrales Thema der Versammlung war die Sicherung des Vereinsbetriebs durch ehrenamtliches Engagement. Da es zunehmend schwieriger wird, genügend Helferinnen und Helfer für Veranstaltungen aber auch für den Regelbetrieb auf den Schießständen zu finden, diskutierten die Mitglieder verschiedene Möglichkeiten, das Ehrenamt künftig besser zu organisieren. Ein erstes Stimmungsbild unterstützte mehrheitlich die Idee für die Einführung von verpflichtenden Arbeitsstunden. Der Vereinsausschuss wurde beauftragt ein entsprechendes Konzept auszuarbeiten und zur Diskussion zu stellen.
Im Rahmen der Versammlung wurden zudem zwei Satzungsänderungen beschlossen. Künftig gilt für den Vereinsaustritt eine Kündigungsfrist bis zum 15. Dezember zum Jahresende. Außerdem wurden die Informationsrechte des Vorstands gegenüber der Schützenjugend ergänzt.
Zum Abschluss standen Ehrungen verdienter Mitglieder auf dem Programm. Neben zahlreichen Sportehrungen wurde Robert Nowotny für seine 50-jährige Mitgliedschaft im Bayerischen Sportschützenbund, Deutschen Schützenbund und Freihand Schützenverein ausgezeichnet.
Bild1: Alexander Hummel, Robert Nowotny und Rainer Mild
Mit einem Ausblick auf die kommenden Veranstaltungen – darunter das Straßenfest, der Bockbieranstich und der Königsball am 09. Januar des kommenden Jahres– beendete Alexander Hummel die harmonisch verlaufene Jahreshauptversammlung.
Teilnahme der Schützenjugend bei den Gau- und Bezirksmeisterschaften 2026
Bei der Gau-Meisterschaft 2026 zeigte die Schützenjugend des Freihand Schützenverein 1910 beeindruckende Leistungen. Neben mehreren Podestplätzen überzeugten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch ihren Einsatz, ihre Konzentration und ihren Teamgeist. Besonders erfreulich sind die knappen Entscheidungen in den Mannschaftswertungen, die das hohe Leistungsniveau der jungen Schützinnen und Schützen unterstreichen.
Der Verein ist stolz auf seinen Nachwuchs und blickt optimistisch auf die kommenden Wettbewerbe.
Luftgewehr – starke Leistungen der Jugend
Im Wettbewerb Luftgewehr gingen folgende Jungschützinnen an den Start:
Rödel Greta erreichte hervorragende 139,9 Ringe, Panzer Lena 138,7 Ringe und Kubec Lusia kam auf 66,0 Ringe. In der Mannschaftswertung bedeutete dies mit insgesamt 344,6 Ringen einen respektablen 6. Platz.
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Lichtgewehr Freihand
Auch im Lichtgewehr Freihand Wettbewerb der Schüler II war der Verein vertreten:
Haberzeth Lina erreichte 62 Ringe und Müller Lukas kam auf 35 Ringe.
Lichtgewehr Auflage
Besonders erfolgreich verlief der Wettbewerb Lichtgewehr Auflage in der Klasse Schüler III:
Müller Sam erzielte starke 140,6 Ringe, Kubec Alessia 117,5 Ringe und Hentschel Elena kam auf 107,5 Ringe. Die Mannschaft sicherte sich mit insgesamt 365,6 Ringen einen hervorragenden 2. Platz. Zum Sieg fehlten lediglich 1,7 Ringe – ein denkbar knappes Ergebnis.
Faszination Lichtpunkt – Liegend
In der Disziplin Lichtpunkt Liegend konnten die Nachwuchstalente ebenfalls glänzen:
3. Platz: Müller Lukas mit 165 Ringen, 4. Platz: Haberzeth Lina mit 163 Ringen, 1. Platz: Müller Sam mit 173 Ringen, 1. Platz: Hentschel Elena mit 138 Ringen, 2. Platz: Kubec Alessia mit 135 Ringen. Mit einer Gesamtleistung von 501 Ringen erreichte die Mannschaft auch hier einen starken 2. Platz.
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Bei den Bezirksmeisterschaften erreichten 5 Jugendliche im Lichtpunkt und 3 Jugendliche im Luftdruckbereich das für den Start erforderliche Limit und konnten so ihre ersten Erfahrungen im Vergleich mit anderen Jugendlichen aus dem Bezirk Oberfranken sammeln.