Manfred Krautkrämer und sein Sohn Stefan haben das Spital Gebäude in Ziemetshausen in die neu gegründete gemeinnützige Stiftung „Krautkrämer Spital Stiftung“ eingebracht. Damit ist das historische Gebäude langfristig für Ziemetshausen gesichert und darüber hinaus können die Mieterträge sozial verwendet werden.
1795 wurde das Spital Gebäude in der jetzigen denkmalgeschützten Form erbaut. Die Verwaltung erfolgte durch die Spital Stiftung Ziemetshausen seit 1819 durch den Markt Ziemetshausen. Das Gebäude wurde teilweise als Schule genutzt, als Kaserne, als Unterkunft für Heimatvertriebene. Von 1953-1993 war im Spital der Kindergarten der Marktgemeinde untergebracht. Danach stand das Gebäude leer. 2012 hat Familie Krautkrämer das Gebäude erworben und mit erheblichem privaten Aufwand generalsaniert. Seit November 2012 wird es durch elf Bewohner mit Assistenzbedarf des Dominikus Ringeisen Werkes bewohnt.
Mit Stiftungsgeschäft im Dezember 2025 hat Familie Krautkrämer die Mehrheitsrechte am Gebäude in die neu gegründete Stiftung eingebracht. In den Jahren 2026 bis 2027 werden die Reste der Eigentumsanteile eingebracht, so dass die Immobilie ab 2028 vollständig im Eigentum der „Krautkrämer Spital Stiftung“ stehen wird.
Zweck der Stiftung ist die Förderung bedürftiger Personen in Ziemetshausen sowie die Förderung der Ziemetshauser Vereine und des Vereinsleben. Erster Stiftungsvorstand ist auf Lebenszeit Manfred Krautkrämer. Er wird unterstützt von Stefan Krautkrämer und Edwin Räder, als dem derzeitigen CSU Ortsvorsitzenden von Ziemetshausen. Die Stiftung wird die Mieterträge nach Abzug einer Instandhaltungsrücklage für soziale Zwecke verwenden: damit stehen 30.000-35.000 € jährlich für Stiftungszwecke zur Verfügung. Anträge auf Unterstützung können an den Stiftungsvorstand schriftlich gestellt werden.
Bürgermeister Ralf Wetzel und der Marktgemeinderat haben die Gründung der Stiftung begrüßt. „Es ist für Ziemetshausen wichtig, dass ein so historisch bedeutsames Gebäude langfristig nicht nur für den Markt erhalten werden kann, sondern die Erträge hieraus auch bedürftigen Personen und den Vereinen in Ziemetshausen zugutekommen. Unser Dank gilt für diese großzügige Spende der Familie Krautkrämer“, so Bürgermeister Wetzel in einer Stellungnahme.