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Mitteilungsblatt Karlstadt
Ausgabe 7/2026
Sitzungsberichte
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Sitzungsberichte

Der Bau-, Umwelt-, Land- und Forstwirtschaftsausschuss (BULF) der Stadt Karlstadt fand sich zu einer öffentlichen Waldbegehung im Stadtteilwald Rohrbach zusammen. Im Mittelpunkt der forstwirtschaftlichen Begehung stand die waldbauliche und wirtschaftliche Anpassung des Stadtwaldes an die Herausforderungen des fortschreitenden Klimawandels. Neben den Ausschussmitgliedern nahmen Abteilungsleiter Felix Bach vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF), Förster Christoph Hamann, der Rohrbacher Jagdvorsteher sowie Jagdpächter Robert Riedmann an dem Termin teil. 

Ein zentraler Diskussionspunkt der Begehung war die aktuelle Problematik bei der Waldverjüngung. In den Naturverjüngungsflächen dominiert derzeit die Buche mit einem Anteil von 78 %, während die Eiche lediglich 2 % ausmacht. Um den Eichenbestand im Zuge des Waldumbaus aktiv zu stützen, hat die Forstverwaltung in den vergangenen sechs Jahren fünf Hektar Fläche nachgepflanzt. Als maßgebliche forstliche Strategie gegen den Klimawandel setzt die Verwaltung weiterhin auf artenreiche und breit aufgestellte Mischbestände.

Zusätzlich besichtigte der Ausschuss historische Waldstrukturen in Rohrbach, insbesondere eine traditionelle Mittelwaldfläche, die durch die getrennte Bewirtschaftung von Oberholz für die Wertholzerzeugung und Unterholz für die Brennholzgewinnung charakterisiert ist. Abschließend betonten Forstverwaltung und Ausschuss die unbedingte Notwendigkeit einer engen Kooperation mit der örtlichen Jagdgenossenschaft. Um den notwendigen klimagerechten Waldumbau flächendeckend ohne kostenintensive Schutzzäune realisieren zu können, bleibt eine effektive Reduzierung des Wildverbisses durch eine konsequente und angepasste Bejagung der entscheidende Erfolgsfaktor.

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