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Mitteilungsblatt Karlstadt
Ausgabe 7/2026
Sitzungsberichte
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Sitzungsberichte

Aktueller Stand zur Standortsuche Umspannwerk

Thomas Wagner und Jonas Herrmann, beide Referenten für Bürgerbeteiligung bei der TenneT TSO GmbH berichteten in der Sitzung über den aktuellen Stand zur Standortsuche für das geplante Umspannwerk im Suchraum Gambach/Karlstadt. Detailliert stellten die Referenten die einzelnen Suchräume im Bereich Karlstadt vor. Es wurde deutlich mitgeteilt, dass die intensivierten Untersuchungen ergeben haben, dass der östliche Suchraum im Bereich Gambach aus unterschiedlichen logistischen Gründen von der weiteren Suche ausgeschlossen und nicht weiter näher betrachtet wird. Somit konzentriert sich die Suche auf die Bereiche Karlburg, Wiesenfeld, Rettersbach, Erlenbach, Halsbach.

Ergebnisse der Bürgerbefragung zum Modal Split 2026

Der Stadtrat hat die Ergebnisse der Bürgerbefragung zum Verkehrsverhalten („Modal Split“) beraten und die finale Weichenstellung für das Prädikat „Radfahrerfreundliche Kommune“ beschlossen.

Im Rahmen des städtischen Radverkehrskonzepts strebt Karlstadt die offizielle Zertifizierung durch die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern e.V. (AGFK) an. Eine zwingende Voraussetzung hierfür war eine repräsentative Erhebung des Mobilitätsverhaltens der Bevölkerung. Diese Haushaltsbefragung wurde im April und Mai 2026 durch das Planungsbüro VAR+ (Darmstadt) und das Institut Schreier (Plochingen) durchgeführt.

Uwe Petry vom Büro VAR+ stellte die detaillierten Ergebnisse der Bürgerbefragung in der Sitzung vor. Uwe Petry betonte vor allem die sehr gute Rücklaufquote der Teilnehmenden. Insgesamt waren 1.226 Rückläufe (1202 online und 24 schriftlich) zu verzeichnen, was ein Ausschöpfungsquote von rechnerisch gut 35 Prozent entspricht, ein nach Mitteilung vom Referenten außergewöhnlich guter Wert.

Die Auswertung hat ergeben, dass im Vergleich zum Landkreis beispielsweise im Bereich Karlstadt prozentual das Fahrrad mehr genutzt wird. Die gewonnenen Daten liefern der Stadt künftig eine fundierte Basis für alle Verkehrs- und Planungsentscheidungen zugunsten aller Verkehrsteilnehmer.

Um die AGFK-Zertifizierung erfolgreich abzuschließen, fehlte neben den Befragungsdaten noch eine konkrete Zielsetzung für den prozentualen Anteil des Radverkehrs. Auf Basis der aktuellen Ergebnisse hat das Gremium nun folgenden Beschluss gefasst: Der Anteil des Radverkehrs im Karlstadter Stadtgebiet soll bis zum Jahr 2032 um 5 Prozentpunkte gesteigert werden.

Damit hat der Stadtrat alle ausstehenden Voraussetzungen erfüllt, um die Auszeichnung als „Radfahrerfreundliche Kommune“ offiziell zu erhalten.

Richtlinie des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus zur Beschaffung schulischer mobiler Endgeräte (SchulMobE)

Beschlussfassung über die Vergabe von Notebooks als Lehrergeräte

Der Stadtrat hat den Weg für eine umfassende Modernisierung der digitalen Ausstattung an den städtischen Schulen freigemacht. Das Gremium beschloss die Anschaffung von Insgesamt 75 neuen Notebooks als Lehrerdienstgeräte.

Die aktuellen Dienstgeräte stammen aus dem Jahr 2021 und stehen nach dem Ablauf der Garantie vor ihrem fünften Betriebsjahr. Aufgrund von Verschleiß und technischem Fortschritt ist ein Austausch dringend notwendig. Durch die Anschaffung der Neugeräte wird zudem ein praktischer Nebeneffekt erzielt: Die bisherigen Geräte werden nach einer technischen Überprüfung in den Leihgerätepool für Schülerinnen und Schüler überführt.

Möglich wird diese Großbeschaffung durch eine Neufassung der bayerischen Förderrichtlinie „SchulMobE“. Diese erlaubt es der Stadt Karlstadt nun flexibel, ungenutzte Budgetreste aus der Schülersäule komplett für die Ausstattung der Lehrkräfte einzusetzen. Im Einvernehmen mit den drei lokalen Schulleitungen wurde im April 2026 beschlossen, die Fördermittel in Höhe von 75.550 Euro vollständig für den Austausch der Lehrerdienstgeräte zu verwenden.

Die Beschaffung der 75 Notebooks inklusive Zubehör wurde im Wege eines unbürokratischen Direktauftrags ausgeschrieben, bei dem drei Angebote eingeholt wurden. Den Zuschlag erhielt die Bayerische Kommunale IT Einkaufsgenossenschaft eG (BayKIT eG) aus München.

Der Roll-Out und die technische Installation der Geräte erfolgt zu Beginn des kommenden Schuljahres.

Die Stadt Karlstadt finanziert die Maßnahme zunächst komplett vor. Da das neue Förderbudget die ursprünglich im Haushalt 2026 eingeplanten Mittel übersteigt, verbleibt für die Stadt ein rechnerischer Eigenanteil von rund 8.800 Euro. Zur Deckung dieses Betrags werden kleinere städtische Maßnahmen in das nächste Jahr verschoben, der Rest wird intern über den Haushalt ausgeglichen.