Gemeinde erschließt Bauland in Schlüsselau bedarfsgerecht
Die Gemeinde Frensdorf möchte weiterhin Bauland für junge Familien bereitstellen.
Deswegen hat der Gemeinderat bereits im Juli 2024 beschlossen, die Baugebiete Untergreuth II und Gänsäcker III (Schlüsselau) zu erschließen und die Erschließungsträgerschaft an die KFB Baumanagement GmbH, Reuth zu vergeben.
Auf der Grundlage der Vorplanung der Erschließungsanlage hat der Erschließungsträger kürzlich eine Kostenkalkulation vorgelegt. Inklusiv aller Erschließungs- und Finanzierungskosten liegen die Kosten für Bauland in beiden Baugebieten bei ca. 250 Euro pro qm.
Weil eine erneute Umfrage unter den Interessenten ergeben hat, dass aktuell nur eine junge Familie konkretes Interesse hat, einen Bauplatz in Schlüsselau zu erwerben, hat der Gemeinderat beschlossen, die Erschließung des Baugebietes „Untergreuth II“ vorerst zurückzustellen.
Um den aktuellen Bedarf nach Bauland zu decken, sollen aber im Baugebiet „Gänsäcker III in Schlüsselau zunächst zwei Baugrundstücke über den Ausbau einer geplanten Stichstraße vorzeitig erschlossen werden. Über die weitere Entwicklung der übrigen zehn Bauplätze in diesem Baugebiet wird nach Bedarf entschieden.
Gemeinde verfolgt weiterhin das Ziel jedes Haus mit Glasfaser zu erschließen
Die Bewerbung der Gemeinde Frensdorf zum Förderaufruf des Bundes im Rahmen der Gigabit-Richtlinie 2.0 war auch in diesem Jahr nicht erfolgreich, da sie die für eine Bundesförderung erfolgreiche Mindestpunktzahl von 240 Punkten nicht erreicht hat.
Grund ist, dass in der Gemeinde bereits nahezu alle Privatanschlüsse mit Bandbreiten von mehr als 30 Mbit/s erschlossen sind, so dass es im Gemeindegebiet nur eine geringe Anzahl an sog. weißen NGA-Flecken (Bandbreite < 30 Mbit/s) gibt. Das mindert die Bewertung entscheidend.
Der Gemeinderat hält aber weiterhin an seinem Ziel fest, mithilfe der Bundes- und Landesförderung in den nächsten Jahren ein flächendeckendes Glasfasernetz in der Gemeinde eigenwirtschaftlich zu bauen und an einen Telekommunikationsanbieter zu verpachten.
Auch wenn die Förderung mittlerweile um 15 Prozentpunkte von 90 % auf 75 % der Investitionskosten gesunken ist, wird sich die Gemeinde mit diesem Projekt auch in den nächsten Jahren für Bundes- und Landesfördermittel bewerben.
Erfolgreiche Suche nach Einsparpotentialen bei der Planung des Dorfgemeinschaftshauses
Um die kalkulierten Gesamtkosten für den Bau der Dorfgemeinschaftshalle in Schlüsselau von 900 Tsd. Euro auf 800 Tsd. Euro zu senken, wurde die Planung nochmals überarbeitet.
So wird jetzt auf gesonderte Vorräume für die Damen- und Herren-WCs verzichtet. Stattdessen werden die Grundrisse der Sanitärräume so gelegt, dass der Bau eines gemeinsamen Vorraumes möglich ist. Das verkürzt den gesamten Baukörper. Ferner wurden in Abstimmung mit einem fachkundigen Holzbauunternehmer die Ausführung der Holzbauelemente kostentechnisch optimiert. Statt mit einer Flächenheizung soll der Aufenthaltsraum mit elektrischen Direktheizung wärmetechnisch versorgt werden. Der Bürgermeister stellte den Gemeinderatsmitgliedern die aktualisierte Entwurfsplanung samt Kostenschätzung vor und informierte das Gremium auch darüber, dass die Gemeinde beabsichtige, für das Holzgebäude zusätzliche Fördermittel aus dem Bayerischen Holzbauförderprogramm zu bearbeiten. Um die Baukosten noch weiter zu reduzieren, sollen in der nächsten Besprechung mit den Vertretern der Dorfgemeinschaft die möglichen Eigenleistungen beim Bau abgestimmt werden. Anschließend soll die Entwurfsplanung dem Amt für ländliche Entwicklung Oberfranken vorgestellt werden.
Noch eine gute Nachricht gab es zum Abschluss. Weil sich Wertgrenzen, die Bayer. Kommunen bei der Vergabe von Bauleistungen beachten müssen, ab dem Jahr 2025 deutlich erhöht haben, können wohl alle beabsichtigten Gewerke ohne Ausschreibungsverfahren vergeben werden. Das vereinfacht und beschleunigt die Vergabe von Bauleistungen bei der Durchführung dieses Bauprojektes, so der Bürgermeister.
75.000 Euro für 13 Projekte in der ILE Ebrachgrund
Von einer Gemeinschaftshalle für Vereine über einen mobilen Holzbackofen bis hin zur Matschanlage am Badesee: In diesem Jahr werden insgesamt 13 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 75.000 Euro aus dem Fördertopf des Regionalbudgets unterstützt.
Von insgesamt 20 eingereichten Förderanträgen wurden 13 Projekte vom Entscheidungsgremium ausgewählt und konnten somit den Zuschlag erhalten. Ein thematischer Schwerpunkt liegt in dieser Förderrunde auf der Schaffung neuer Freizeitangebote für die Bürgerinnen und Bürger der ILE Ebrachgrund.
In der Gemeinde Frensdorf entstehen dadurch zwei weitere Highlights für Familien:
Zum einen eine neue Matschanlage mit Lehrpfad am Naturbadesee. Zum anderen das Projekt „Auf die Waage, fertig, los. Eine Viehwaage erzählt ihre Geschichte", das vom Förderverein Bauernmuseum Bamberger Land e.V. initiiert wurde und darauf abzielt, die historische Bedeutung der Viehhaltung in der Region anschaulich zu vermitteln.
Die Feuerwehr Birkach e.V. baut für verschiedene Veranstaltungen einen Zeltanbau an das Gemeinschaftshaus.
Das Regionalbudget zur Förderung von Kleinprojekten steht nach der Gründung der ILE Ebrachgrund e.V. im vergangenen Jahr erstmals im Jahr 2025 zur Verfügung. Die finanziellen Mittel stammen zu 90 Prozent vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken und zu 10 Prozent aus den Haushalten der beteiligten Gemeinden. Die Region bedankt sich herzlich beim Amt für Ländliche Entwicklung für die wertvolle Unterstützung!
In den kommenden Jahren können jährlich neue Kleinprojekte gefördert werden, die dazu beitragen, die Lebensqualität vor Ort zu verbessern und das ehrenamtliche Engagement zu unterstützen. Eine Übersicht mit allen geförderten Projekten sowie allgemeine Informationen zum Regionalbudget finden Sie auf unserer Homepage www.ile-ebrachgrund.de.