Die Sternsinger und Pfarrer Bernd Leumann überbrachten den traditionellen Segen am Dreikönigskonzert.
Dirigent Felix Mayer leitete den Philharmonischen Chor Augsburg und das Symphonische Ensemble München.
Ausdrucksstark und gefühlvoll – die lyrische Sopranistin Isabell Münsch zog das Publikum in ihren Bann.
Begeisterter Applaus und Standing Ovation in der ausverkauften Willi-Oppenländer-Halle
Beim Sektempfang – organisiert vom CCK Fantasia – gab sich auch das diesjährige Prinzenpaar die Ehre.
Dank des engagierten Teams rund um Kulturbüroleiterin Rebecca Ribarek (3. v. l.) war das Dreikönigskonzert 2026 wieder ein voller Erfolg.
Mit festlichem Glanz und großer emotionaler Tiefe eröffnete das 26. Dreikönigskonzert der Stadt Königsbrunn am 6. Januar 2026 das neue Kulturjahr. Die restlos ausverkaufte Willi-Oppenländer-Halle verwandelte sich an diesem Abend in einen Ort der Begegnung und großer Gefühle. Rund eineinhalb Stunden lang ließ sich das Publikum von einer klanggewaltigen Reise durch die Welt der Filmmusik tragen – voller Emotionen, Spannung und ikonischer Melodien.
Das Konzert war dem Andenken an Wolfgang Reß, Königsbrunner Kulturpreisträger und langjähriger Impulsgeber vieler musikalischer Höhepunkte, gewidmet. Auch das diesjährige Dreikönigskonzert ist noch von ihm selbst initiiert worden.
Nach seinen Willkommens- und Neujahrsgrüßen an die zahlreichen Gäste würdigte 1. Bürgermeister Franz Feigl die vielen engagierten Hände hinter den Kulissen – von Technik und Betriebshof über das Team der Halle bis hin zum Kulturbüro unter der Leitung von Rebecca Ribarek, die diese Veranstaltung erneut „so trefflich organisiert“ habe. Ebenso dankte er den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des BRK, des ACO und der Freiwilligen Feuerwehr. Besonders herzlich fiel sein Dank an das Publikum aus, das dieses Konzert seit vielen Jahren zu etwas Einzigartigem mache.
Ehrengäste waren auch in diesem Jahr die Sternsinger. Gemeinsam mit Pfarrer Bernd Leumann brachten sie nicht nur den Segen, sondern auch eine wichtige Botschaft mit: Unter dem Motto „Schule statt Fabrik! Sternsingen gegen Kinderarbeit!“ machten sie auf die schwierige Situation von Kindern in Bangladesch aufmerksam. Pfarrer Bernd Leumann wünschte den Gästen einen „wunderbaren Konzertabend“ und unterstrich die ökumenische Verbundenheit der Aktion. 1. Bürgermeister Feigl bedankte sich im Anschluss ausdrücklich bei den Kindern für ihren Einsatz und überreichte ihnen eine Spende der Stadt.
Anschließend eröffnete Rebecca Ribarek, Leitung des Kulturbüros, die musikalische Reise. Wortgewandt und kenntnisreich führte sie das Publikum durch den Abend. Mit interessanten Hintergrundinformationen, filmischen Einordnungen und feinem Gespür für Atmosphäre schlug sie Brücken zwischen Leinwand und Konzertsaal – und machte die ausgewählten Werke für das Publikum auf besondere Weise erlebbar.
Den Auftakt bildete die „20th Century Fox Fanfare“ von Alfred Newman – ein ikonisches Klangsymbol der Filmgeschichte, das augenblicklich Kinofeeling erzeugte. Mit der „James Bond Suite „Dr. No““ folgten Eleganz, Coolness und Spannung, getragen vom unverwechselbaren Sound von John Barry und Monty Norman.
Besonders eindringlich wirkte „The Hanging Tree“ von James Newton Howard, bekannt aus der Filmreihe „Die Tribute von Panem“. Der eher düstere, fast archaische Charakter des Stücks entfaltete eine Intensität, die das Publikum spürbar in den Bann zog.
Mit „Across the Stars“ und „Hymn to the Fallen“ bewies John Williams einmal mehr seine Meisterschaft, Emotionen in Musik zu übersetzen – von zarter Liebessehnsucht bis zu stiller Trauer und Würde. Auch die „Jurassic Park“-Ouvertüre ließ staunende Weite und Abenteuerlust lebendig werden, während das Stück „Dry Your Tears, Africa“ Hoffnung und Mitgefühl musikalisch vereinte.
Abenteuerlich und mitreißend wurde es mit der „Fluch der Karibik – Suite“ von Klaus Badelt, deren rhythmische Energie regelrecht durch den Saal brandete. „Über allen Gipfeln“ von John Ottman überzeugte mit kontemplativer Tiefe, während „Conquest of Paradise“ von Vangelis majestätische Größe entfaltete.
Mit „Skyfall“ von Adele und Paul Epworth erhielt der Abend eine moderne, kraftvolle Note – emotional und zugleich voller Stärke.
Der Philharmonische Chor Augsburg, 1843 gegründet und mit rund 100 Sängerinnen und Sängern der älteste und größte Konzertchor der Stadt, beeindruckte mit klanglicher Präzision und emotionaler Ausdruckskraft. Die Filmmusikreihe ist längst zu einem Markenzeichen des Chors geworden – nicht zuletzt, weil sie Generationen verbindet. Die Einstudierung dieses Konzerts übernahm Martina Hellmann aus Königsbrunn – in Vertretung für Wolfgang Reß.
Begleitet wurde der Chor vom Symphonischen Ensemble München (SEM), einem Orchester ambitionierter Amateurmusiker mit 30-jähriger Erfolgsgeschichte. Unter der Leitung von Felix Mayer, international erfahrener Dirigent und Gründungsintendant des TUM Center for Culture and Arts, verschmolzen Chor und Orchester zu einem dichten, ausgewogenen Klangbild.
Die lyrische Sopranistin Isabell Münsch begeisterte mit ihrer ausdrucksstarken Stimme und ihrer Fähigkeit, klassische Virtuosität mit emotionaler Direktheit zu verbinden. Ihre Karriere führt sie auf internationale Bühnen – an diesem Abend jedoch ganz nah an die Herzen des Publikums.
Der langanhaltende Applaus mündete in einer Standing Ovation – und schließlich in einer Zugabe, die den Abend krönte: „Gabriellas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“, auf Schwedisch gesungen. Ein leiser, inniger Moment voller Hoffnung und Menschlichkeit.
Beim anschließenden Sektempfang, organisiert vom Faschingsverein CCK Fantasia, klang der Abend in stimmungsvoller Atmosphäre aus – erfüllt von persönlichen Gesprächen und musikalischen Eindrücken.