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Scheßlitzer Anzeiger - Amtliches Mitteilungsblatt der Stadt Scheßlitz
Ausgabe 1/2025
Amtliche Bekanntmachungen
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Bericht des Bürgermeisters 2024

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Jahr 2024 war erneut von großen Baumaßnahmen geprägt.

Zusammenfassend für all unsere Bürgerinnen und Bürger möchte ich nun einen kleinen Rückblick auf das Jahr 2024 über begonnene oder beendete Maßnahmen in unserer Großgemeinde geben.

Grundlage aller Maßnahmen ist der Haushaltsplan, der 2024 mit 49.791.300 Millionen der höchste in der Geschichte der Stadt Scheßlitz ist. Davon entfielen auf den Verwaltungshaushalt 22.516.300 Millionen und auf den Vermögenshaushalt 27.275.000 Millionen.

Die Steuerkraftzahl pro Einwohner für das Jahr 2024 ist seit 2014 von 606,26€ auf 1238,26€ gestiegen. Die gemeldeten Zahlen für 2025 zeigen eine erneute Steigerung.

In insgesamt 15 Sitzungen der Gremien wurden die entsprechenden Beschlüsse für die anstehenden Maßnahmen gefasst und knapp 30 Bauvoranfragen und Bauanträge behandelt.

Im Bauhof verabschiedeten wir Herrn Helmut Zillig nach über 36 Jahren Betriebszugehörigkeit in die Altersteilzeit. Ich danke ihm sehr herzlich für seinen Einsatz zum Wohle unserer Stadt und ihrer Einwohner.

Straßenbau und Verkehr

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Der Ausbau der Staatsstraße von Stübig nach Roßdach muss leider vom Staatlichen Straßenbauamt weiter verschoben werden und ist nun für die Jahre 2026/2027 geplant. Der Grund dafür ist die Sanierung der B 22, die in den Jahren 2025/26 durchgeführt werden muss, da hier die Finanzierung vom Bund in Aussicht gestellt wurde.

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Die Sanierungen der Ortsstraßen von Weichenwasserlos und Roßdach sind fertiggestellt und abgeschlossen.

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Der erste Bauabschnitt der Bamberger Straße mit Mobilstation ist erfolgt. Kleine Restarbeiten an der Mobilstation werden im Frühjahr 2025 erledigt.

Dorferneuerungen:

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In Zeckendorf ist der Bau des Gemeinschaftshauses mit Feuerwehrhaus unter Einbringung von großer ehrenamtlicher Arbeitsleistung der Dorfgemeinschaft beendet worden. Die für das Jahr 2024 geplante Terrasse im Außenbereich musste leider auf das Frühjahr 2025 verschoben werden. Die weiteren Innerortsmaßnahmen werden durch das Amt für ländliche Entwicklung weiter vorangetrieben.

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Für die Dorferneuerung Ehrl wurden die ersten Planungsentwürfe mit der Teilnehmergemeinschaft und der Einwohnerschaft abgestimmt und liegen dem Amt für ländliche Entwicklung zur Prüfung vor. Die weiteren Schritte werden vorbereitet.

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Die Maßnahmen für die einfache Dorferneuerung in Burgellern sind in der Planung und sollen 2025/26 begonnen und ausgeführt werden.

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Die einfache Dorferneuerung in Weichenwasserlos kann erst mit dem Ausbau der Staatsstraße erfolgen.

Leider lassen sich auf Grund der angespannten Gesamtsituation in vielen Bereichen, Verschiebungen nicht vermeiden. Ich bitte dafür um Verständnis.

Aber nur gemeinsam und mit den entsprechenden Fördergeldern lassen sich solche Maßnahmen realisieren, dafür danke ich allen Beteiligten sehr herzlich.

Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK)

Die priorisierten Maßnahmen aus dem ISEK wurden beauftragt und sind in der Umsetzung.

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Sanierung des „Pipparthauses“ mit Freilegung der Stadtmauer und Umnutzung zur Bücherei und Touristinfo. Hier ist leider der geplante Bauzeitplan nicht einzuhalten. Grund dafür sind statische Vorgaben mit Bodenverbesserungen für den Anbau. Allein diese Maßnahme hat uns sechs Monate Verzögerung beschert. Die Kostensteigerungen sind nicht unerheblich und wurden in der Fördermaßnahme beantragt.

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Die Neugestaltung des Kirchenumfeldes St. Kilian konnte leider auf Grund der umfangreichen und verpflichtenden archäologischen Untersuchungen nicht wie geplant, 2024 fertiggestellt werden und wird sich je nach Witterungsverhältnissen bis Mitte des Jahres 2025 verzögern.

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Der Bauantrag zur Sanierung des Rathauses wurde beschlossen. Die Pläne sind fertig und die Förderanträge gestellt. Der Umzug in das Übergangsrathaus Neumarkt 6 ist erfolgt. Leider fehlt noch die Freigabe der Regierung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn, die nötig ist, um die beantragten Fördergelder nicht zu gefährden.

Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE)

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Hier wurden wieder acht verschiedene Maßnahmen im Rahmen des Regionalbudgets 2024 in unserem Gemeindegebiet durch das Amt für ländliche Entwicklung gefördert.

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Der Geschenkgutschein „ILE-Zehner“ erfreut sich in der Zwischenzeit als Geschenkidee immer größerer Beliebtheit und trägt zur Stärkung unserer heimischen Wirtschaft bei.

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Kostenfreie Beratungsleistungen durch freie Architekten in einem begrenzten Umfang werden angeboten. Analog gilt dies auch ab 2025, im Rahmen des ISEK, für die Kernstadt Scheßlitz.

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Weitere anstehende Arbeiten erledigen unsere Umsetzungsbegleiter, Frau Mandy Baum und Herr Thomas Hüppe.

Abwasser-Wasser:

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Der Bau der neuen Kläranlage schreitet voran. Leider wurde die von uns gewählte Zwischenlagerfläche in der Nähe des Baufeldes, die im Besitz der Stadt Scheßlitz ist, von der Wasserwirtschaft im November 2024 als nicht zulässig bewertet und wir wurden aufgefordert, diese umgehend zu räumen.

Die geführten Gespräche um eine kurzfristige Weiternutzung der Fläche waren erfolglos und wir mussten bei ungünstigsten Witterungsverhältnissen den Aushub auf eine Lagerfläche in Scheßlitz fahren.

Dies führte zu massiven Verschmutzungen der Straßen und einer großen Belastung der Anlieger, was ich sehr bedauere, aber leider nicht verhindern konnte.

Eine Verlagerung des Aushubs zur Entsorgung oder ein möglicher anderweitiger Einbau war immer geplant, allerdings in unterschiedlichen Zeitabschnitten und nicht in diesem kurzen Zeitraum.

Leider wird durch verschiedene Berichte im Fränkischen Tag der Sachverhalt oft nicht richtig dargestellt.

Falsch ist zum Beispiel, dass wir im April schon von der Wasserwirtschaft aufgefordert wurden, zurückzubauen. Diese Aufforderung erhielten wir erst Anfang November mit der Auflage, unverzüglich zu beginnen. Im April begann der Bau der Kläranlage.

Auf weitere Fehlinformationen will ich in diesem Bericht nicht weiter eingehen, ich stehe aber jederzeit für ein persönliches Gespräch zur Klärung der Sachverhalte zur Verfügung.

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Die Sanierung der Kanal- und Wasserleitungen im ersten Abschnitt der Bamberger Straße mit Errichtung der Mobilstation ist fertiggestellt.

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Der Restausbau der Bamberger Straße bis zum Kreisel ist in Abstimmung mit dem Staatlichen Straßenbauamt und Anliegern für 2025 geplant.

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Die Leitungssanierungen in der Kiliansiedlung/Am Brand und in Wiesengiech haben begonnen und werden ein Schwerpunkt der Leitungssanierungen im Jahr 2025 sein.

All dies geschieht in den Bereichen Abwasser und Wasser, um die noch geltende Förderung in der RZWAS21 durch den Freistaat Bayern zu erhalten.

Geld, das wir dem Bürger sparen.

Über dieses Thema und den notwendigen Erlass einer Verbesserungsbeitragssatzung im Jahr 2022 mit Veröffentlichung im amtlichen Mitteilungsblatt habe ich schon mehrfach in früheren Berichten hingewiesen.

Schwimmbad:

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Eine erfolgreiche Badesaison konnte beendet werden.

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Dies war aber nur möglich, da wir zwei junge, engagierte Rettungsschwimmer für unser Freibad gewinnen konnten, die sich hervorragend eingearbeitet haben und denen wir die Möglichkeit bieten, die Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe zu absolvieren. Vielen Dank an Sophie und Yannik für ihr Engagement und an unseren bisherigen treuen Mitarbeiter Manfred Hofmann sowie der Ortsgruppe Scheßlitz der Wasserwacht und Manfred Goihl für die ausgezeichnete Unterstützung.

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Die Installation einer PV -Anlage auf dem Kioskdach und einer Freifläche wurde beauftragt und wird bis zum Frühjahr 2025 installiert. Sie wird maßgeblich zur Reduzierung der Stromkosten und somit auch zum Erhalt unseres Freibades beitragen.

Schulen:

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Die Planungen und die Förderungen für die Sanierung der Grundschule mit Turnhalle sind genehmigt. Die Sanierung der Turnhalle, als ersten Bauabschnitt, ist in vollem Gange und soll im Frühjahr 2025 abgeschlossen sein, damit im Anschluss mit dem Neubau und der Sanierung der Grundschule begonnen werden kann.

Hier investiert die Stadt Scheßlitz fast 24 Millionen in die Bildung unserer Kinder.

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Auch an der Mittelschule gibt es einen Sanierungsbedarf. Die erste Maßnahme für 2025 ist die Sanierung der Dachlandschaft, die nach über 50 Jahren undicht ist.

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Unsere beiden neuen Hausmeister Markus Schwarzmann (Grundschule) und Christian Weidner (Mittelschule) haben sich perfekt eingearbeitet und werden von der ganzen Schulfamilie geschätzt. Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit.

Gewerbe:

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Im Gewerbegebiet Brandäcker - Süd wurden wieder städtische Gewerbegrundstücke verkauft. Wir freuen uns auf die zukünftigen Betriebsansiedelungen.

Gesundheit:

In unserem Gesundheitswesen gibt es nach wie vor große Herausforderungen.

Eine Versorgung auf dem Land muss gewährleistet sein, wie es im Landkreis Bamberg durch die Juraklinik in Scheßlitz und die Steigerwaldklinik in Burgebrach vorbildlich geschieht.

Hier ist in erster Linie die große Politik gefordert, neue Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Kliniken ein auskömmliches Arbeiten erlauben.

Aber auch die Stadt Scheßlitz muss alles tun, um das Gesundheitswesen vor Ort mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu stärken.

Der Landkreis steht hinter seinen Kliniken und Pflegeeinrichtungen und unterstützt auch finanziell, wofür wir alle sehr dankbar sein dürfen. Die Geschäftsführung und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern tun ihr Übriges dazu.

Wir dürfen uns glücklich schätzen, dass wir in Scheßlitz mit der GKG und ihrer Juraklinik und den Pflegeeinrichtungen St. Elisabeth und St. Kilian gut versorgt sind.

Hausarztzentrum, Fachärzte, Pflegedienste und Tagespflegeeinrichtungen ergänzen das Angebot hervorragend neben weiteren, im Gesundheitswesen tätigen Fachfirmen und Praxen.

Gesundheit ist unser höchstes Gut! Sind wir dankbar für alle Einrichtungen mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in unserer Großgemeinde.

Flüchtlinge

Die neue Notunterkunft im „Alten Netto-Markt“, die sich im Besitz des Landkreises befindet, ist mit immer wieder wechselnden Belegungszahlen ausgelastet.

Die Betreuung durch den BRK-Kreisverband ist vorbildlich und es kommt zu keinerlei belastenden Vorkommnissen. Weitere kleinere Einrichtungen sind nach wie vor dezentral verteilt. Die Einrichtung in Würgau für minderjährige, unbegleitete Jugendliche wurde aufgelöst.

Unser Share-Café steht ebenfalls als Treffpunkt und mit Hilfeleistungen zur Verfügung. Auch hier sind ehrenamtliche Helfer unter der Leitung von Michaela Schirnick und Margit Schlaug tätig, wofür ich sehr danke.

Feuerwehren:

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Der Feuerwehrbedarfsplan ist die Grundlage der zukünftigen Investitionen für unsere Feuerwehren. Als erstes stehen die Beschaffungen zweier neuer Fahrzeuge für die freiwilligen Feuerwehren Zeckendorf und Burgellern/Schlappenreuth an.

Die vorbereitenden Planungen laufen.

Unsere Feuerwehren gebührt ein herzliches Dankeschön für ihren ehrenamtlichen Dienst zum Wohle unser Bürgerinnen und Bürger.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

wenn Sie diese Zeilen gelesen haben, werden Sie sicher feststellen, dass wir auch in diesem Jahr, trotz weltweiter Krisen, vieles erledigt oder auf den Weg gebracht haben.

Dies war aber nur durch die gute Zusammenarbeit im Stadtrat und durch engagierte Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Ehrenamtliche in allen Bereichen unserer Stadtfamilie möglich.

Dafür danke ich allen sehr herzlich und freue mich weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit.

Das Jahr 2025 wird uns sicher wieder viel abverlangen, aber gehen wir optimistisch und tatkräftig an alle Herausforderungen heran.

Ich wünsche Ihnen für das Jahr 2025 alles Gute, Glück, viel Gesundheit und Gottes reichen Segen.

Ich schließe meinen Bericht mit Gedanken aus der Neujahrspredigt unseres Pfarrers Michael Gräf, die wie eine Art Skizze in vier einprägsamen Merksätzen sind, mit der man überprüfen kann, ob ich bei der bewussten Gestaltung meines Lebens einen Schritt vorwärtsgekommen bin:

dankbar rückwärts,

mutig vorwärts,

gläubig aufwärts

liebevoll seitwärts.

Mögen Sie diese Gedanken im Jahr 2025 ein Stück weit begleiten,

Ihr
Roland Kauper
Erster Bürgermeister