Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
in der Zwischenzeit ist die Notunterkunft im alten Netto-Markt vollständig belegt.
Unsere Schutzsuchenden sind dort sehr gut untergebracht und werden in der Einrichtung vom Landratsamt Bamberg, dem BRK und Ehrenamtlichen hervorragend betreut.
Unsere Flüchtlinge sind sehr dankbar und bemühen sich um ein gutes Miteinander, so dass es bisher keinerlei Probleme gibt.
Es herrscht, trotz der vielen Menschen, ein freundliches und entspanntes Klima in der Unterkunft.
Leider vermitteln uns Berichte aus großen Städten oft ein verzerrtes Bild bezüglich aufgenommener Flüchtlinge, was sicherlich Ängste bei unseren Bürgerinnen und Bürgern hervorruft.
Natürlich sind diese Ausschreitungen nicht zu tolerieren und müssen geahndet werden.
Allerdings darf man nicht davon ausgehen, dass es überall zu solchen Ausschreitungen kommt!
Wir haben seit vielen Jahren Flüchtlinge bei uns und dies ohne Probleme, weil wir dahinterstehen und nicht durch rechtsextreme Äußerungen „Öl ins Feuer“ gießen.
Es sind neben Einzelpersonen auch Familien mit Kindern untergebracht, die aber zeitnah in neue, feste Unterkünfte einziehen werden.
Die Flüchtlinge zeigen einen respektvollen Umgang untereinander. Viele kennen sich scheinbar nach ihrem langen Weg der Flucht und umarmen die Neuankömmlinge mit aufrichtiger Freude.
Es werden mir immer wieder Aussagen über Probleme in der Unterkunft zugetragen, die nicht stimmen und ein völlig falsches Bild der Unterkunft vermitteln.
Wir pflegen ein harmonisches, freundliches und problemloses Miteinander.
Demonstrationen sind legitim und ein wertvolles Instrument unserer Demokratie. Rechtsextreme Äußerungen aber sind verwerflich und tragen nicht dazu bei, ein friedliches Miteinander zu gewährleisten.
Dass Probleme in Bezug auf die Asylpolitik vorhanden sind, kann nicht abgestritten werden. Dies berechtigt aber nicht dazu, nationalsozialistisches Gedankengut in der heutigen Zeit zu verbreiten.
Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger ihre Äußerungen bei Veranstaltungen und die Absicht der Demonstration genau zu überdenken und zu hinterfragen.
Wollen wir gemeinsam im Sinne unserer Demokratie und unserem Verständnis zur Hilfe an einem friedlichen, respektvollen und freundlichen Miteinander arbeiten.