Rund 550 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen weiterführenden Schulen des Landkreises Bamberg haben im März in der Dreifachturnhalle in Burgebrach eine eindrucksvolle Präventionsveranstaltung erlebt. Im Rahmen des Projekts „Love Always Wins“ war die Influencerin und Aktivistin Lijana Kaggwa zu Gast und setzte gemeinsam mit der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreises Bamberg sowie der Opferhilfe Oberfranken ein starkes Zeichen gegen Cybermobbing, Ausgrenzung und für mehr Selbstwertgefühl bei jungen Menschen.
Bereits der Auftakt der Veranstaltung setzte ein besonderes Zeichen: Zwei ausgebildete Medienscouts der Opferhilfe Oberfranken eröffneten den Vormittag und machten deutlich, wie wichtig es ist, dass Jugendliche selbst Verantwortung übernehmen und als Multiplikatoren wirken. Im Anschluss begrüßten Landrat Johann Kalb sowie der Bürgermeister des Marktes Burgebrach und stellvertretende Landrat Johannes Maciejonczyk die Teilnehmenden.
Im Zentrum stand der rund einstündige Vortrag von Lijana Kaggwa, die sehr persönlich und eindrücklich von ihren eigenen Erfahrungen mit Cybermobbing berichtete. Mit großer Offenheit und Authentizität gelang es ihr, die Schülerinnen und Schüler emotional zu erreichen und für Themen wie digitale Gewalt, Respekt, Selbstvertrauen und Zivilcourage zu sensibilisieren. Besonders die interaktiven Elemente machten die Veranstaltung lebendig: Die Jugendlichen konnten sich aktiv einbringen, Fragen stellen und eigene Erfahrungen teilen.
Im Anschluss an den Vortrag nutzten viele Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, mit Lijana Kaggwa ins Gespräch zu kommen, Fotos zu machen oder Autogramme zu erhalten.
Ein weiterer wichtiger fachlicher Impuls kam von Traumatologin Dorothea Rau-Lembke von der Opferhilfe Oberfranken. Mit einer interaktiven Übung zur Stärkung des Selbstwertgefühls gelang es ihr, die Schülerinnen und Schüler aktiv einzubinden und ihnen konkrete Strategien für den Umgang mit belastenden Situationen an die Hand zu geben.
Ein wesentlicher Bestandteil der Veranstaltung war zudem die begleitende Netzwerkarbeit vor Ort: Die Jugendkontaktbeamtinnen der Polizeiinspektion Bamberg Land waren mit einem eigenen Informationsstand vertreten und standen den Jugendlichen für Fragen und Gespräche zur Verfügung – ein Angebot, das intensiv genutzt wurde. Ebenso war die Opferhilfe Oberfranken präsent und bot direkte Ansprechmöglichkeiten für Betroffene sowie einen fachlichen Austausch mit Lehrkräften und Jugendsozialarbeiterinnen und -arbeitern.
„Die Veranstaltung hat gezeigt, wie wichtig es ist, junge Menschen nicht nur zu informieren, sondern sie emotional zu erreichen und ihnen konkrete Handlungsmöglichkeiten mitzugeben“, betonte Landrat Johann Kalb. „Gerade im digitalen Raum brauchen Jugendliche Orientierung und Unterstützung – Projekte wie dieses leisten dazu einen entscheidenden Beitrag.“
Auch Johannes Maciejonczyk hob die Bedeutung solcher Formate hervor: „Es ist beeindruckend zu sehen, wie offen und ehrlich hier gesprochen wurde. Das schafft Vertrauen und gibt den Jugendlichen Mut, sich selbst zu reflektieren und füreinander einzustehen.“
Ermöglicht wurde die Veranstaltung durch die enge Zusammenarbeit der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreises Bamberg mit der Opferhilfe Oberfranken sowie durch die wertvolle Unterstützung regionaler Förderpartner.
Die Sparkasse Bamberg engagiert sich seit vielen Jahren für Projekte der Jugendförderung und Prävention in der Region und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Verantwortung vor Ort. Auch die Raps Stiftung unterstützte die Veranstaltung gezielt und setzt damit ein klares Zeichen für nachhaltige Bildungs- und Präventionsarbeit, die junge Menschen stärkt und schützt.
Mitorganisator, Kreisjugendpfleger Oliver Schulz-Mayr zieht ein durchweg positives Fazit: „Wir haben hier einen echten Meilenstein in der präventiven Jugendarbeit im Landkreis gesetzt. Die Resonanz der Schulen und insbesondere der Jugendlichen zeigt, dass solche Angebote dringend gebraucht werden.“
Die Veranstaltung ist Teil einer umfassenden Präventionsstrategie, mit der junge Menschen frühzeitig für die Risiken digitaler Kommunikation sensibilisiert und gleichzeitig in ihrer Persönlichkeit gestärkt werden sollen. Ziel ist es, Handlungssicherheit zu vermitteln, Zivilcourage zu fördern und tragfähige Unterstützungsstrukturen sichtbar zu machen.