Amphibienwanderung 2026
Mit Beginn der nassen, lauen Nächte wandern Frösche, Kröten und Molche von ihrem Überwinterungsort in den Wäldern oft über mehrere Kilometer zu den Laichgewässern.
Leider überleben viele dieser Tiere die ersten Tage nach dem Winter nicht, denn auf ihrer Wanderung müssen sie oft Straßen überqueren – eine große Gefahr für sie. Im letzten Jahr sind nach einer Zählung der Naturschutzbehörde auf der Straße von Eschenbach Richtung Adelsdorf, bei Häringsmühle hunderte der kleinen Wanderer bei der Überquerung der Straße getötet worden. Entweder wurden sie überfahren oder durch den Luftdruck getötet, der durch zu schnell fahrende Autos verursacht wird. Amphibien zählen zu den am stärksten bedrohten Tiergruppen in Bayern.
Da die Aufstellung eines Amphibienschutzzaunes entlang der Strecke leider nicht möglich ist, wird die Straße dieses Jahr zur Hauptwanderzeit in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Landschaftspflegverband für wenige Nächte im März und April zwischen 19 und 7 Uhr gesperrt. Tagsüber kann die Straße normal befahren werden. Um die Strecke so lange wie möglich offen zu halten, werden die Sperrzeiten an die tatsächliche Wanderungsaktivität angepasst. Dies wird auf der Homepage und den bekannten Kanälen der Gemeinden veröffentlicht.
Die Behörde und die Gemeinden bitten alle Autofahrer um Verständnis und besondere Vorsicht, auch auf den Straßen im Gemeindegebiet, an denen Amphibienschutzzäune aufgestellt sind. Hier sind ehrenamtliche Helfer im Einsatz, um die Tiere sicher über die Straße zu bringen.