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Bobinger Stadtbote
Ausgabe 12/2021
Sport & Freizeit
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Startschuss für Klimaschutzprojekt in den AWO-Seniorenheimen Bobingen und Schwabmünchen

Von links: Claudia Schuster-Rosche (Leitung Hauswirtschaft AWO Service GmbH), Claudia Prim (Pflegedienstleitung SH Bobingen), Markus Schimpel (Einrichtungsleitung SH Bobingen), Sandra Burger (Nachhaltigkeitsmanagerin AWO Bezirksverband Schwaben e.V.), Roland Limmer (Haustechnik SH Bobingen), Sonja Mutter (Bereich Hauswirtschaft AWO Service GmbH)

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) geht mit dem Projekt „klimafreundlich pflegen – überall!“ in die zweite Runde und trägt das Thema „Klimaschutz in stationären Einrichtungen“ nun in die Breite. Die Seniorenheime Bobingen und Schwabmünchen des AWO-Bezirksverbands Schwaben nehmen als zwei von 90 Einrichtungen teil. Die deutschlandweite, dreijährige Aktion wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) gefördert.

Mit einem Online-Workshop starteten die Klimaschutzteams der AWO-Seniorenheime Bobingen und Schwabmünchen gemeinsam mit anderen Einrichtungen in ganz Deutschland die Projektrunde. Konkret geht es darum, die CO2-Emissionen in allen für den Klimaschutz relevanten Bereichen, von der Pflege über die Verpflegung bis hin zur Haustechnik, zu erfassen. Dabei unterstützt die AWO-Regionalkoordinatorin Pia Distler bei der Entwicklung von realistischen Zielen und Maßnahmen zur Senkung der CO2-Emissionen. Die Klimaschutzteams werden in Workshops und Schulungen begleitet und profitieren zugleich von der bundesweiten Vernetzung mit weiteren teilnehmenden Einrichtungen.

Ziel der AWO ist es, mithilfe des innovativen Projekts noch klimafreundlicher zu werden und Nachhaltigkeit noch weiter im Verband zu verankern. „Als AWO bekennen wir uns klar zum Pariser Klimaabkommen. Pflegeeinrichtungen stehen, wie die gesamte Gesellschaft, vor einer großen Herausforderung – sie müssen nämlich in den nächsten zwanzig Jahren klimaneutral werden“, sagt dazu Marion Leichtle-Werner, Vorständin für Finanzen und Bau bei der AWO Schwaben. Dies bedeutet, dass ein Platz in einer vollstationären Pflegeeinrichtung nur noch eine Tonne CO2 pro Jahr verursachen darf. Ein ambitioniertes Ziel, welches die AWO Schwaben laut Leichtle-Werner „motiviert und voller Überzeugung“ anpacken will - trotz aller Corona-Beschwernisse. „Der Umgang mit und die Bekämpfung der Pandemie hat unseren Mitarbeitenden in den Pflegeeinrichtungen viel abverlangt und Kraft gekostet. Umso mehr freuen wir uns darüber, dass sich in den Seniorenheimen Bobingen und Schwabmünchen jeweils ein Klimaschutzteam zusammengefunden hat, welches das Projekt „klimafreundlich pflegen – überall!“ mit Energie und Motivation angehen wird“, so Leichtle-Werner.

Dass das Thema im Bezirksverband nicht erst seit Projektbeginn ernst genommen wird, zeigen Maßnahmen aus den vergangenen Jahren: „Im Seniorenheim Bobingen haben wir im Zuge des Neubaus bereits einige Instrumente der ökologischen Nachhaltigkeit umgesetzt, z.B. eine Pelletheizung und eine Photovoltaikanlage“, erklärt Leichtle-Werner weiter. Auch das Schwabmünchener Haus ist ein Neubau. Dort gehört neben einer Holzpelletheizung auch eine Ladesäule für das E-Fahrzeug zu den Umsetzungen. „Wir sind gespannt, in welchem Umfang sich diese Maßnahmen positiv auf unseren CO2-Fußabdruck auswirken“, so Leichtle-Werner.

Neben den jetzt gestarteten Aktivitäten in den AWO-Seniorenheimen Bobingen und Schwabmünchen wird eine Kampagne die Chancen und Möglichkeiten einer klimafreundlichen Pflege zudem in die breite Gesellschaft tragen. Unterschiedliche Vernetzungselemente sorgen nicht nur für einen Austausch zwischen den Einrichtungen, sondern auch mit weiteren Trägern der Wohlfahrtspflege, der Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Weitere Informationen unter www.klimafreundlich-pflegen.de.