14 Jahre Planungszeit gingen voraus bis der Grundstein gelegt werden konnte für ein ganz besonderes Gebäude: Wohnen und Medizinisches Centrum im Ortskern, so beschrieb es Pfarrer Christian von Rotenhan zu Beginn der Grundsteinlegung. Udo Zill als 3. Vorsitzender und Baubeauftragter schilderte die Planungszeit mit allen Höhen und Tiefen. Ursprünglich war auf Grund der Hochrechnungen der Bevölkerungsstruktur eine Tagespflege geplant, war aber nicht zu realisieren. Die bestehenden Gebäude konnten wegen ihres baulichen Zustandes nicht für eine barrierefrei Nutzung umgebaut werden und wurden deshalb abgerissen. 152 Sitzungen, 2847 e-mails zzgl. Anhang und 49 Ansprechpartner mussten eingebunden werden bis die Baugenehmigung erteilt wurde. Es folgten 14 Ausschreibungen für die einzelnen Gewerke auf fast 5.000 Seiten. Errichtet wird nunmehr auf insgesamt 847 Quadratmetern, davon im Erdgeschoss ein Medizinisches Centrum und 6 behindert gerechte Wohnungen, verteilt auf 2 Etagen. Mit seiner energieeffizienten Bauweise und der barrierefreien Gestaltung wird es ein zukunftsweisendes Gebäude, das höchsten ökologischen und sozialen Standards entspricht. Als Leuchtturm im Innenort sollte es weitere Hausbesitzer motivieren. Überraschung waren noch die Funde im Rahmen der archäologischen Grabungen die als Auflage in der Baugenehmigung stand. Nicht wie vermutet einen Stadtmauer wurde gefunden, sondern die Reste eines Grubenhauses. Damit muss die Chronik von Wilhermsdorf angepasst werden mit der Tatsache, dass der Ort noch älter ist als bisher dokumentiert mit 1096. Die Zeitkapsel mit zwei Tageszeitungen, dem Mitteilungsblatt, dem „Gemeinsam Evangelisch Kirchenmagazin“, die Urkunde zum Festtage und einen Beutel Münzen durften Pfarrer von Rotenhan, die Architektinnen Roth und Lackner sowie unsere Bürgermeisterin Alexandra Zipfel mit frischen Mörtel eingießen. Der Posaunenchor umrahmte die Feierstunden und schloss mit dem Lied „Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser schönen Sommerzeit an deinen Gottes Gaben“. Udo Zill