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Mitteilungsblatt der Verwaltungsgemeinschaft Heßdorf
Ausgabe 532/2026
Aus der Verwaltungsgemeinschaft
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Totholz als Lebensraum im Garten

Totholz mit Schmetterlings-Tramete (Pilz)

 

Totholzhaufen

Im Permakulturgarten wurden an einigen Stellen Totholzhaufen angelegt. Das ist eine einfache Möglichkeit, Äste und Zweige, die beim Schnitt von Sträuchern und Bäumen anfallen, zu entsorgen. Gleichzeitig lässt sich damit ohne großen Aufwand ein vielseitiger Lebensraum für Gartentiere schaffen und sogar eine Pilzzucht anlegen.

Ist Totholz nur ein öder Haufen aus leblosem Holz?

  • Nein, denn Totholz ist voller Leben. Je nach Größe des Haufens finden hier Pilze, Insekten, Amphibien, Reptilien, Igel oder Vögel Lebensraum für sich und ihren Nachwuchs.

Wie wird Totholz in den Garten integriert?

  • Totholz lässt sich als attraktives Gestaltungselement im Garten gut nutzen und bietet dabei Lebensraum für zahlreiche Tierarten, die hier Nahrung, Versteck oder ein Überwinterungsquartier suchen.
  • Stämme, Äste und Zweige, die beim Obstbaumschnitt oder anderen Aktivitäten anfallen, werden zu einem Haufen aufgeschichtet. Einzelne große Hölzer können auch aufgestellt oder irgendwo angelehnt werden.
  • Man kann auch seine Phantasie entfalten und Skulpturen schaffen oder Holzstücke in die Gartenbegrenzung einbauen. Im Internet gibt es dazu viele Anregungen.

Weniger künstlerisch veranlagte Gärtner/innen können ihren Totholzhaufen an einer verborgenen Stelle im Garten anlegen.

Wozu nützt Totholz im Garten?

  • Totholz erhöht die Biodiversität und damit die Artenvielfalt, viele Pilze, Pflanzen und Tiere sind auf Totholz angewiesen.
  • Auch für den/die Gärtner/in ist Totholz nützlich: Das Holz zersetzt sich, dabei entstehen Humus und Nährstoffe. Freigesetzte Spurenelemente verbessern die Bodenfruchtbarkeit.
  • Wer in seinem Garten verschiedene Arten wie Igel, Zitronenfalter, Florfliegen, Kröten, Eidechsen, Vögel oder Marienkäfer unterstützen möchte, ist mit einem Totholzhaufen dabei.
  • Besonders wichtig ist es, dass das Totholz über viele Jahre hinweg liegen bleibt, damit die natürlichen Zersetzungsprozesse bis zur Humusbildung ablaufen können.
  • Pilzfreunde können Totholz nutzen, um eine Pilzzucht anzulegen. Pilzbrut und Anleitung zum Impfen der Holzstücke sind im Internet zu finden.
  • Und zu guter Letzt erspart man sich den Gang zur Gartenabfallsammlung oder die Fahrt zum Wertstoffhof.