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Mitteilungsblatt der Verwaltungsgemeinschaft Heßdorf
Ausgabe 535/2026
Aus der Verwaltungsgemeinschaft
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Wespen und Hornissen im Garten – was tun?

 

Wespen und Hornissen sind für die meisten Leute eher unbeliebte Gartenbewohner, dabei sind sie wichtig für ein gesundes Ökosystem und gesetzlich geschützt. Als Insektenjäger erbeuten sie andere Insekten, darunter lästige Fliegen und Stechmücken. Sie selbst dienen als Nahrungsgrundlage für andere Tiere, z.B. Specht oder Dachs. Wie die Honigbiene fressen sie auch Nektar und sind damit wichtige Bestäuber für Nutzpflanzen, etwa Obstbäume und Beerensträucher. Ein Wespen- oder Hornissenvolk lebt nur einen Sommer lang, spätestens mit den ersten Nachtfrösten im Herbst sterben die Arbeiterinnen und nur die Königin überlebt. Das Nest wird im nächsten Jahr nicht mehr genutzt.

Konflikte am Kaffeetisch kann es mit der Gemeinen und Deutschen Wespe geben, die wie der Mensch Süßes unwiderstehlich findet und auch Appetit auf Fleisch hat. Hier hilft das Abdecken der Speisen und Getränke oder eine Ablenkfütterung: In 5 bis 10 Metern Entfernung aufgelegte Fleisch- oder Pflaumenstücke ziehen die Wespen an. Keine Probleme machen die Feldwespen, die man leicht im Flug an ihren langen Hinterbeinen erkennt. Sie bleiben auf Abstand.

Ebenso friedlich sind die Europäischen Hornissen, die sich auch nicht an der Kaffeetafel blicken lassen. Ihr schlechter Ruf rührt von der Legende her, dass 7 Hornissenstiche ein Pferd töten können. Dabei ist das Gift einer Biene 10mal stärker. Weil Hornissen auch nachtaktiv sind und Licht anfliegen, sollte man Fenster und Türen in Nestnähe geschlossen halten, Fliegengitter einsetzen oder das Licht beim Lüften löschen.

Kommt eine Wespe oder Hornisse zu nahe, sollte man ruhig bleiben. Hektische Bewegungen oder Anpusten lösen bei den Tieren Verteidigungsverhalten aus.

Falls es Probleme mit den Tieren oder den Nestern gibt, kann man sich an die ehrenamtlichen Wespen- und Hornissenberater beim Landratsamt wenden, entweder über die Website www.erlangen-hoechstadt.de/buergerservice/a-bis-z/artenschutz/wespen-hornissen oder per Telefon 09193 20 1719.

Probleme macht seit einigen Jahren die Asiatische Hornisse, die über Warentransporte aus Südostasien 2004 nach Frankreich eingeschleppt wurde und sich immer weiter ausbreitet. Kürzlich wurde ein Nest im Landkreis Fürth entdeckt. Die Asiatische Hornisse ist etwas kleiner als die Europäische, hat einen dunkleren Körper, schwarz gefärbten Kopf und gelbe Füße. Ihr Gründungsnest baut sie, ähnlich wie die heimischen Wespe, in Schuppen oder Rollladenkästen. Im Hochsommer baut sie ein Sekundärnest in Bäumen oder Sträuchern, in das der gesamte Staat umzieht und das aus bis zu 5.000 Tieren bestehen kann Die Asiatische Hornisse ist nicht aggressiver als die Europäische, verteidigt aber bei Störungen vehement ihr Nest, so dass es bei Baum- oder Heckenschnitt schnell gefährlich werden kann. Wird ein Nest gefunden, wird es von speziell geschulten Fachleuten entfernt. Wie die heimische Hornisse frisst die Asiatische andere Insekten, aber sie macht vor allem Jagd auf Honigbienen, die sie am Stock abfängt. Außerdem wurden in Spanien und Frankreich bereits Ernteverluste durch angeknabberte Weintrauben festgestellt.

Informationen über die Asiatische Hornisse gibt es bei der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim www.lwg.bayern.de und auf der Meldeplattform https://beewarned.de.