Abdulkadir Erdogan (Projektleiter Euronet), Umut Bulut (Bauleiter Euronet), Bürgermeister Christian Keck, Mehmet Ergül (Projektmanager Euronet) und Josef Tiefenbach (Bauüberwacher GlasfaserPlus) freuen sich über den Abschluss der Tiefbauarbeiten am Glasfasernetz.
Rohrbach ist noch ein Stück attraktiver: Die Euronet Bau GmbH hat Ende 2025 die Tiefbauarbeiten für das neue Glasfasernetz abgeschlossen – und das ein halbes Jahr früher als ursprünglich vorgesehen. Beauftragt wurde die Euronet von der GlasfaserPlus GmbH, der das Netz gehört und die als Bauherrin auftritt. Der Ausbau betrifft den Ort Rohrbach – ausgenommen Gewerbegebiet und Sportgelände, die von Leonet versorgt werden. Aktuell laufen bei Euronet noch die Endmontage-Arbeiten, d.h. die Netzanschlüsse an die Gebäude.
30 Kilometer Tiefbau & 27 Netzverteiler in 9 Monaten
Zwischen März und Dezember 2025 wurden rund 30 Kilometer Infrastruktur verlegt und 27 Netzverteiler eingerichtet. „Wir fetzen das jetzt durch – superschnell und supersauber“, beschreibt Bauleiter Umut Bulut von Euronet augenzwinkernd die Bauphase.
Das Euronet-Team hebt die sehr gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde hervor: „Sehr kooperativ und unterstützend. Genehmigungen wurden schnell erteilt, Abnahmen zügig durchgeführt. Wir wurden von den Bürgerinnen und Bürgern mit offenen Armen empfangen – und mit viel Kaffee versorgt.“ Auch für das Rohrbacher Bauamt war das Projekt in Rekordzeit eine Herausforderung. Bürgermeister Christian Keck dankt hier ausdrücklich Bautechniker Wolfgang Holzmayr für den Einsatz. Josef Tiefenbach, Bauüberwacher bei GlasfaserPlus, zeigt sich ebenfalls sehr zufrieden mit dem Projektverlauf.
Im Sinne der Nachhaltigkeit wurden die vorhandenen gemeindlichen Leerrohre gekauft und werden so mitgenutzt. Zudem wurde das Glasfasernetz so vorbereitet, dass auch unbebaute Grundstücke angeschlossen werden können und künftige Bauherren in Rohrbach Zugang zu schnellem Internet haben können. Das bestehende Kupfernetz bleibt zwar noch einige Jahre bestehen. Eine Abschaltung wäre erst möglich, wenn 100 Prozent der Haushalte auf Glasfaser umgestellt sind.
Große Nachfrage: 1.100 Anträge, 500 bereits online
Zum Redaktionsschluss am 16. Februar hatten 1.100 der rund 2.000 Haushalte in Rohrbach einen Glasfaseranschluss beantragt. Etwa 500 Haushalte waren schon fertig installiert und surfen bereits mit Highspeed im Internet. Bürgermeister Christian Keck freut sich über das große Interesse: „Die Rohrbacherinnen und Rohrbacher haben den Bedarf erkannt und die Chance genutzt. Das ist sehr positiv, denn Glasfaser ist die Zukunft.“ Der Antrag inklusive kostenfreier Montage ist noch solange möglich, bis der Ausbau abgeschlossen ist, was voraussichtlich im Mai sein wird. Danach kann zwar weiterhin ein Glasfaseranschluss beauftragt werden, jedoch nicht mehr kostenfrei.
Aktuell kann das Netz in Rohrbach ausschließlich über die Telekom genutzt werden. GlasfaserPlus befindet sich aber nach eigenen Angaben in Verhandlungen mit weiteren Anbietern. Was das Netz anbelangt, steht unbegrenztes Datenvolumen zur Verfügung – wie schnell man tatsächlich surfen kann, hängt vom Endgerät ab.
Attraktivität für Wohnen und Arbeiten steigt
Der Weg zum Ausbau begann bereits Mitte 2023 mit ersten Gesprächen zwischen Euronet, GlasfaserPlus und der Gemeinde. Während in vielen anderen Gemeinden im Landkreis kein eigenwirtschaftlicher Glasfaserausbau erfolgt, fiel die Entscheidung in Rohrbach positiv aus – aufgrund von Potential und Rentabilität.
„Unser Ziel ist es, bis 2030 vier Millionen gigabitfähige Glasfaseranschlüsse im ländlichen Raum zu bauen. Rohrbach ist für uns auf diesem Weg nicht nur ein wichtiger Meilenstein, die gelungene Umsetzung zeigt auch, wie gut der Glasfaserausbau in der Praxis klappt, wenn alle Parteien ein gemeinsames Ziel verfolgen – nämlich die Bürgerinnen und Bürger mit schnellem und modernem Internet zu versorgen“, so Eike Eschmann, Relationship Management bei GlasfaserPlus.
Rohrbach ist eine Gemeinde mit vielen Auspendlern nach München und Ingolstadt, gleichzeitig mit hohem Homeoffice-Anteil. „Glasfaser gehört heute zur Grundausstattung“, so Christian Keck. „Es wird attraktiver, auf dem Land zu leben und sich mit dem Arbeitgeber in der Stadt verbinden zu können.“ Der Ausbau steigert nicht nur die Lebensqualität, sondern auch die Attraktivität des Standorts und den Wert der Immobilien. Rohrbach ist damit einen entscheidenden Schritt weiter auf dem Weg in eine vernetzte, zukunftsfähige Gemeinde.