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Rohrbach
Ausgabe 4/2026
Aktuelles aus der Gemeinde Rohrbach
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Rohrbacher Künstlertreff blickt auf drei Jahrzehnte zurück:

Die Jubliläumausstellung des Rohrbacher Künstlertreffs ist aktuell im Rathaus zu sehen.

Die Natur ist für die Künstlerinnen die schönste Umgebung für die gemeinsamen kreativen Treffen.

Jubiläumsausstellung im Rathaus

Die Jubliläumausstellung des Rohrbacher Künstlertreffs ist aktuell im Rathaus zu sehen.Foto: Andrea Daschner

 

Seit 30 Jahren treffen sich Künstlerinnen aus der Region regelmäßig zum gemeinsamen Malen. Dieses besondere Jubiläum feiert der Rohrbacher Künstlertreff mit einer Ausstellung im Rohrbacher Rathaus. Gezeigt werden vielseitige Arbeiten aus drei Jahrzehnten kreativen Schaffens von Bärbel Klier, Gerda Kohlhuber, Ingrid Kreidenweis, Hannegret Thielitz, Helga Wainz und Doris Wittmann. Der Künstlertreff bedauert sehr, dass kurz vor Eröffnung der Austellung Hannegret Thielitz verstorben ist.

Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, die Ausstellung während der Öffnungszeiten des Rathauses zu besuchen.

Aus einer Idee wurde eine feste Institution

Gegründet wurde der Künstlertreff im Jahr 1996 von Bärbel Klier. Nach vielen Jahren, in denen sie für sich allein malte und verschiedene Abendkurse besuchte, wuchs in ihr der Wunsch nach Austausch und gemeinsamer Inspiration. „Ich wollte meine Leidenschaft mit anderen teilen und voneinander lernen", erinnert sie sich.

Mit Unterstützung des damaligen Schulleiters war rasch ein geeigneter Raum in der Schule gefunden. Als erster Dozent konnte der Münchner Künstler Hans-Georg Hasenstab gewonnen werden. Damit war der Grundstein für eine Erfolgsgeschichte gelegt. In den folgenden Jahren wechselten die Kursleiter im Abstand von zwei bis drei Jahren – stets anerkannte Künstlerpersönlichkeiten, die neue Impulse setzten. Ziel war und ist es jedoch nicht, deren Stil zu übernehmen, sondern Anregungen aufzunehmen und in die eigene Bildsprache einfließen zu lassen.

Seit 2001 trifft sich die Gruppe regelmäßig im Gemeindehaus Fahlenbach, in den Sommermonaten auch gerne unter freiem Himmel. Der Kern der Künstlerinnen ist über die Jahre hinweg bemerkenswert konstant geblieben – ein Zeichen für den starken Zusammenhalt und die gemeinsame Begeisterung.

 

Die Natur ist für die Künstlerinnen die schönste Umgebung für die gemeinsamen kreativen Treffen.Foto: Künstlertreff

 

Vielfalt als künstlerisches Prinzip

Einem bestimmten Stil fühlt sich der Künstlertreff bewusst nicht verpflichtet. Von gegenständlicher bis hin zu abstrakter Malerei ist alles vertreten. Besonders die Aquarelltechnik nimmt einen großen Raum ein, doch auch Experimente mit anderen Materialien und Ausdrucksformen gehören selbstverständlich dazu. Immer wieder erfinden sich die Künstlerinnen neu und erweitern ihr Repertoire.

Regelmäßig präsentiert die Gruppe ihre Werke der Öffentlichkeit – im Rohrbacher Rathaus, in Arztpraxen, im Ainauer Kunststadel oder im Rathaus Allershausen. Häufig stehen die Ausstellungen unter einem bestimmten Motto. So wurde etwa im Jubiläumsjahr die „Peretkund" künstlerisch interpretiert. Gerade diese thematische Auseinandersetzung macht den besonderen Reiz aus, denn jedes Motiv wird von den Künstlerinnen ganz individuell umgesetzt.

Die Ausstellungen stoßen regelmäßig auf großes Interesse. „Viele warten regelrecht auf unsere Präsentationen", berichtet Bärbel Klier. Diese Wertschätzung sei die schönste Anerkennung für das Engagement der Gruppe.

Drei Jahrzehnte nach der Gründung zeigt sich: Aus einer persönlichen Leidenschaft ist eine lebendige Gemeinschaft entstanden, die fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Rohrbach ist – und sicherlich auch in Zukunft mit Kreativität und Engagement begeistern wird.