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Rohrbach
Ausgabe 5/2026
Aktuelles aus der Gemeinde Rohrbach
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Aktuelles aus der Gemeinde Rohrbach

Die neue Partnerschaft mit Augustiner wurde mit einem gelungenen Bieranstich durch Bürgermeister Christian Keck besiegelt, unterstützt durch Augustiner-Depotleiter Josef Scherer..

 

Die Gemeinde Rohrbach geht bei der geplanten Sanierung des Gasthauses „Alter Wirt“ einen wichtigen Schritt: Künftig arbeitet sie eng mit der Augustiner-Brauerei zusammen. Diese Partnerschaft soll nicht nur fachliche Unterstützung, sondern auch neue Impulse für die zukünftige Ausrichtung des Hauses bringen.

Ein symbolträchtiger Auftakt fand vor der Gemeinderatssitzung am 15. April statt. Vor der Kulisse des Alten Wirts zapfte Bürgermeister Christian Keck ein Fass Augustiner an, das von Josef Scherer, Depotleiter der Brauerei in Wolnzach, bereitgestellt wurde. Mit nur zwei Schlägen gelang der Fassanstich – ein hoffentlich gutes Vorzeichen für das Großprojekt.

Im Vorfeld hatte die Gemeinde, auf Grundlage eines Gemeinderatsbeschlusses vom 10. Dezember 2025, mehrere Brauereien aus der Region kontaktiert, um ihr Interesse an einer Partnerschaft auszuloten; Augustiner bekundete dieses.

Josef Scherer hat sich bereits mit wertvollen Anregungen in die Planungen eingebracht. Für ihn ist klar: „In die Dorfmitte gehört ein Wirtshaus.“ Der Alte Wirt habe eine besondere Seele, und es sei ein großer Gewinn für Rohrbach, dass dieses traditionsreiche Gebäude wieder mit Leben erfüllt werden solle. Besonders der Standort mit Blick auf Schloss und Alte Kirche sowie die Möglichkeit eines Biergartens unter Kastanien böten ideale Voraussetzungen.

Das neue Konzept für den Alten Wirt wurde dem Gemeinderat am 15. April vorgestellt und fand große Zustimmung. Daher wurde nun auch die Fachplanung für Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro und die Statik einstimmig beauftragt. „Somit sind nun alle erforderlichen Planer an Bord, um heuer noch die Kostenberechnung zu erstellen sowie den Bauantrag und den Fördermittelantrag einzureichen“, freut sich Bürgermeister Keck. Vorgesehen ist unter anderem, die Schänke an den Eingangsbereich zu verlegen, um die Diele offener und zentraler zu gestalten sowie die Wege in den Biergarten zu verkürzen. Die Gastwirtschaft im Erdgeschoss soll ein erweitertes Stüberl erhalten, während Küche und Kühlräume im hinteren Bereich untergebracht werden. Die Sanitäranlagen werden ins Obergeschoss verlegt, um den Besuchern zu ermöglichen, das Gasthaus wahrzunehmen. Im Obergeschoss entstehen zudem flexible Nutzungsmöglichkeiten: Das Vereinszimmer und der Saal können entweder eigenständig über eine separate Schänke im Foyer betrieben oder an die Infrastruktur im Erdgeschoss angebunden werden.

Die Partnerschaft zwischen der Gemeinde und Augustiner basiert derzeit auf gegenseitigem Vertrauen und enger Abstimmung – eine formale Absichtserklärung gibt es nicht. „Das geht bei uns immer noch per Handschlag“, so Josef Scherer. Der nächste Schritt ist die Suche nach einem geeigneten Pächter. Dieser soll möglichst frühzeitig in die Planungen eingebunden werden. Allen Beteiligten ist bewusst, dass die Sanierung noch einige Jahre in Anspruch nehmen wird. Doch die Zuversicht überwiegt. Oder, wie Josef Scherer es beim Bieranstich formulierte: „Das wird was!“