Blick in die Zukunft: So werden das Vereinsheim des TSV Rohrbach und die Tennishalle aussehen. Die Vorarbeiten auf der Tennisanlage haben schon begonnen und bald geht es dort mit dem Abriss der alten Halle so richtig los. 2027 ist dann die Heimat der TSV-Fußballer und der Schlossschützen an der Reihe.
Mit der Tennishalle geht’s los, nächstes Jahr folgt das TSV-Heim
Weichen sind gestellt – und bald kann’s losgehen: Das Rohrbacher Sportgelände verwandelt sich in absehbarer Zeit in eine Großbaustelle. Noch heuer wird eine Tennishalle mit zwei Plätzen errichtet. Kommendes Jahr ist das TSV-Vereinsheim (inklusive Schützenheim) an der Reihe und wird ebenfalls komplett neu und hochwassersicher gebaut.
Der Zwischenstand, den TSV-Präsident Robert Maier verkündet, ist vielversprechend: Die BLSV-Förderung ist eingetütet. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Mittwoch die freiwillige Förderquote in Höhe von 30 Prozent zugesichert. Und nachdem kürzlich das Wasserwirtschaftsamt seine Zustimmung zu den Neubauten im Überschwemmungsgebiet erteilt hat, muss jetzt nur noch das Landratsamt alles absegnen. Das Kreisbauamt, die Abteilung für Wasserrecht und die Untere Naturschutzbehörde arbeiten Landrat Albert Gürtner (FW) zu, damit dieser zügig seine Unterschrift unter die Pläne für das Millionenprojekt setzen kann. Dann kann der Bau beginnen.
Seit Jahren ist die TSV-Führung damit beschäftigt, seine vom Hochwasser gezeichneten und generell maroden Bauten auf Vordermann zu bringen. Das Juni-Hochwasser im Jahr 2024 hat auf diesem Weg viel beschleunigt. Denn gerade die finanziellen Hürden schienen unüberwindlich. Bis im Zuge der Flut der BLSV seine Förderquoten zwischenzeitlich erhöhte. „Wir profitieren davon“, sagt Maier. Alle Ersatzbauten werden zu 50 Prozent gefördert. Die Erweiterungen – zum Beispiel entstehen in der Tennishalle künftig zwei statt bislang einem Platz, und auch das TSV-Heim wird erweitert – wie bisher nur mit 30 Prozent. „Im Schnitt kommen 40 Prozent dabei heraus. Das hilft uns sehr“, so Maier. Auch die Gemeinde ist im Boot, um dem Verein zu helfen. Der Gemeinderat stellte sich einhellig hinter die 30-prozentige Sportförderquote, die auch bei diesem Großprojekt zum Zug kommen wird. „Das ist eine freiwillige Leistung, aber wir stehen voll zu diesem zukunftsträchtigen Vorhaben“, meinte Bürgermeister Christian Keck im Namen des gesamten Gemeinderats.
Die Kosten sind dennoch enorm und werden den TSV in den nächsten 30 Jahren auf Trab halten. Für die Tennishalle wird mit 1,8 Millionen Euro kalkuliert, wovon der Verein nach Abzug aller Förderungen und des Geldes, das von der Elementarversicherung bezahlt wurde, noch rund 350 000 Euro finanzieren muss. Die Kostenschätzung für das Vereinsheim ist nochmal eine ganz andere Nummer: 4,3 Millionen Euro stehen hier insgesamt zu Buche. Förderungen und Versicherungsgeld abgezogen bleiben immer noch stolze 1,2 Millionen Euro übrig, die der TSV aufbringen muss. „Aber das schultern wir gerne“, sagt Maier, „weil unser Verein dann optimal für die Zukunft aufgestellt ist“.
Der Bau erfolgt in zwei Abschnitten. Die Tennishalle wird heuer errichtet, damit im Winter darin gespielt werden kann. Der Abriss kann unmittelbar starten, entsprechende Angebote liegen vor. Danach soll es baldmöglichst mit den Erdarbeiten und dem eigentlichen Hallenbau weitergehen. 2027 ist das TSV-Heim an der Reihe. Die Refinanzierung will der Verein mit Hilfe der Tennis-Einnahmen, aus Erlösen und durch eine Neuaufstellung im Sponsoring stemmen.
Die neue TSV-Führung
Die Veränderungen in der Vereinsführung bei der Neuwahl hielten sich in Grenzen. Präsident Robert Maier wurde ebenso für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt wie seine Stellvertreter Andreas Eisenmann und Maria Graßl-Frömel. Um die Finanzen kümmern sich nach wie vor Thomas Meindorfer und Michael Mößnang. Nur Schriftführer Ade Rieder hat einen neuen Stellvertreter zur Seite gestellt bekommen. Florian Artinger wechselte ins Team der Beisitzer, kümmert sich aber weiterhin in bewährter Manier um die Mitgliederverwaltung. Seinen früheren Posten übernimmt Stephan Dobmayr, dessen Spezialgebiet die Baubegleitung von Tennishalle und TSV-Heim sowie die Neuausrichtung des Vereinssponsorings sind. Die weiteren Beisitzer heißen nach wie vor Philipp Daniel, Stephan Schober, Christoph Hutter und Rupert Maier. Alle Wahlgänge endeten einstimmig, Gegenkandidaten fanden sich keine.
Quelle: Pfaffenhofener Kurier, 17. April 2026