Während der Kiestage konnten Bürgerinnen und Bürger die neue Recyclinganlage der Familie Schneider besichtigen.
Am zweiten Mai-Wochenende fanden in Ottersried die „Kiestage“ der Familie Schneider statt, die zusammen mit Z&P Baumaschinen eingeladen hatte. Dabei wurde der Öffentlichkeit die neue Recycling- und Aufbereitungsanlage vorgestellt. An drei Veranstaltungstagen kamen rund 1.000 Besucherinnen und Besucher auf das Gelände. Es gab Bewirtung der Agrar Oldies und zum Abschluss am Sonntagabend ein Bobbycar-Rennen. Die Parkplatz-Organisation hat die Feuerwehr Gambach-Rohr-Waal übernommen. „Wir haben uns sehr über das große Interesse und die gute Resonanz gefreut“, sagt Lena Schneider, die innerhalb des Familienunternehmens den Betrieb leitet.
Bei Führungen über das Betriebsgelände wurden die Abläufe der Anlage erklärt. Während der Veranstaltung war die Siebmaschine im Betrieb, damit man sich ein Bild von der Lautstärke machen konnte. Viele hätten sich überrascht gezeigt, dass die Geräusche gering wahrnehmbar seien, berichtet Lena Schneider.
Mehrfach wurde nach dem Brecher gefragt; dieser war bei den Kiestagen jedoch nicht vor Ort. Wie Familie Schneider erklärt, werde der Brecher nur an maximal zehn Tagen pro Jahr am Gelände betrieben und überwiegend auf den Baustellen vor Ort.
Während der Kiestage galt für die Anlage ein genehmigter Testbetrieb. Vor dem regulären Start steht noch die Abnahme durch das Wasserwirtschaftsamt aus, was für Juni erwartet wird.
Wiederverwertung von Baumaterialien
Es handelt sich um ein Zwischenlager für Boden- und Aushubmaterial sowie für Bauschutt- und Abbruchmaterial in Verbindung mit einer Recycling- und Aufbereitungsanlage. Der angelieferte Bauschutt wird gesiebt, gebrochen und zwischengelagert. Wiederverwertbare Materialien können erneut genutzt werden.
Ein Teil des Materials stammt von Baustellen des familieneigenen Erdbauunternehmens. Darüber hinaus können auch Privatpersonen, Firmen sowie Erdbau- und Kanalunternehmen Material anliefern, z.B. Materialien aus alten Bauschuttgruben, wovon der Wertstoffhof nur bestimmte Mengen annimmt. Somit haben Bürgerinnen und Bürger eine weitere Anlaufstelle im Gemeindebereich.Angenommen werden z.B. Beton, Ziegel, Fliesen, Keramik, Steine, Erde, Baggergut, Straßenkehricht und teerfreier Asphalt. Gefährliche, chemikalisch belastete oder bedenkliche Materialien werden nicht angenommen.
Da der Bauschutt nicht ungesehen entsorgt wird, sondern brauchbare Materialien aussortiert und aufbereitet werden, ist die Recyclinganlage ein Beitrag, um dem Rohstoffmangel zu begeg