Im Forst von Fürholzen werden mehrere Brunnen ausgebaut, um langfristig die Trinkwasserversorgung zu sichern.
Um die Wasserversorgung durch die Waaler Gruppe langfristig zu sichern und unabhängiger aufzustellen, laufen die Arbeiten zum Brunnenausbau im Forst von Fürholzen weiter auf Hochtouren. Die Waaler Gruppe versorgt den Großteil des Gemeindegebiets Rohrbach sowie Teile von Reichertshofen mit Trinkwasser. Ziel der Maßnahmen ist es, künftig mehr eigenes Wasser fördern zu können und den bisherigen Wasserzukauf über die Ilmtalgruppe nach Möglichkeit einzustellen.
Die drei bereits gebohrten oberflächennahen Brunnen wurden in den vergangenen Monaten ausgebaut. Zudem wurden Leitungen verlegt, um die Brunnen an das bestehende Wassernetz anschließen zu können. Auch die Brunnenhäuschen wurden inzwischen aufgestellt. Derzeit erfolgen dort der Einbau der Brunnenpumpen sowie der elektrischen Anlagen.
Zusätzlich wurde im gleichen Gebiet ein tiefer Grundwasserbrunnen gebohrt. Damit soll die Möglichkeit geschaffen werden, neben der oberflächennahen Wasserförderung künftig auch auf tieferes Grundwasser zurückgreifen zu können. Die notwendigen Leitungen für eine spätere Nutzung dieses Tiefenbrunnens wurden bereits jetzt im Zuge der laufenden Ausbauarbeiten mitverlegt. Dadurch können zusätzliche Kosten eingespart werden.
Die Gesamtkosten des Projekts haben sich inzwischen deutlich reduziert. Während die letzte Kostenschätzung noch bei rund 3,9 Millionen Euro lag, belaufen sich die aktuellen Kosten auf etwa 2,5 Millionen Euro. Die erste Rate der Verbesserungsbeiträge, die 60 Prozent des Verbesserungsaufwands umfasste, wurde bereits im November 2025 erhoben. Die zweite Rate über die verbleibenden 40 Prozent ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen und fällt damit geringer aus als ursprünglich erwartet.
Nach aktuellem Stand geht die Waaler Gruppe davon aus, dass die drei neuen Brunnen voraussichtlich im August in Betrieb genommen werden können. Anschließend soll der Wasserzukauf über die Ilmtalgruppe möglichst eingestellt werden. Ein Notverbund mit der Ilmtalgruppe bleibt jedoch weiterhin bestehen. Die Leitungen werden aus hygienischen Gründen regelmäßig gespült und für mögliche Notfälle betriebsbereit gehalten.
Man geht derzeit davon aus, dass die drei neuen Brunnen gemeinsam mit den vorhandenen Brunnen in Waal ausreichend Wasser liefern werden, um das Versorgungsgebiet zukünftig wieder ohne Wasserzukäufe eigenständig beliefern zu können