Zwölf Douglasien pflanzten die „Bercher Plüapaare“ in der Erholungsanlage Holderhecke mit Unterstützung des gemeindlichen Bauhofs.
Die „Bercher Plüapaare" pflanzten im Rahmen ihres traditionellen Treffs in der Erholungsanlage Holderhecke zwölf Douglasien. Die neu gepflanzten Bäume sollen Ersatz für die Bäume sein, die jedes Jahr als „Plüabama" für die Kirchweih gefällt und am Festplatz aufgestellt werden.
Nach der Pflanzaktion setzten sich Kirchweihveranstalter, Bürgermeister und Plüapaare zu einem Erfahrungsaustausch im Bergrheinfelder Zehntkeller zusammen. Dieses Jahr ist der 2019 gegründete Verein für Brauchtumspflege und Kirchweihtraditionen Bergrheinfeld e.V. (BuKi) zum dritten Mal Ausrichter des großen Fests, das heuer vom 21. bis 24. August stattfinden wird.
Bürgermeister Ulrich Werner erinnerte an den heuer verstorbenen Josef Eusemann, der zusammen mit seiner Frau Elisabeth 1982 die „Plüapaare" ins Leben gerufen, ihnen das Tanzen gelernt und sie über lange Jahre betreut hat. Werner dankte den Plüapaaren, dass sie auch dieses Jahr wieder auftreten und die Tradition fortsetzten. Es sei wichtig, betonte er, dass junge Leute den Brauch weiterführen und am Leben erhalten. Werner dankte „BuKi" für die Ausrichtung der Kirchweih in diesem Jahr. Zurzeit gibt es in der Gemeinde nur noch zwei Vereine, die die Kirchweih abwechselnd durchführen. Das sind der TSV Bergrheinfeld und „BuKi".
Herbert Treuting, Vorstandsmitglied des TSV, berichtete vom großen Erfolg der vergangenen „Kerm". Hier sei man am Kirchweihmontag von Besuchern „überrannt" worden. Michael Eusemann (BuKi) dankte der Gemeinde und allen Vereinen für die angebotene Unterstützung. Für die kommende Kirchweih sei am Freitag wieder ein „Frangn Wuddsdogg" geplant, ein Blasmusikfestival der besonderen Art, bei dem am Abend vier Kapellen auftreten werden.
Günter Kolb vom Betreuerteam der Plüapaare, dankte der Gemeinde für die Unterstützung und den Vereinen für die gute Zusammenarbeit. Er freue sich auf die Herausforderungen durch die Zusammenarbeit mit dem neuen Verein. Kolb lobte den großen Zusammenhalt der Plüapaare.
Die „Bercher Kerm" ist eine logistische Herausforderung. Helfer ohne Ende werden während der vier Festtage, zum Aufbau von Zelt und Innenausstattung sowie hinterher zum Abbau gebraucht. Hier unterstützen sich die Bergrheinfelder Vereine, ganz gleich wer der Veranstalter ist, gegenseitig. An den vier Festtagen im August werden wieder über 10.000 Besucher zur traditionellen „Bercher Kerm" erwartet. (HOF)