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Markt Lichtenau in Bayern
Ausgabe 1/2026
Bericht aus dem Gemeinderat
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Bericht aus dem Gemeinderat

Die Planskizze zeigt eine mögliche Bebauung des nordöstlichen Teils von Lichtenau. Skizze: Ing.-Büro Christofori und Partner

Vorstellung einer möglichen Siedlungsentwicklung im nordöstlichen Bereich von Lichtenau

Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßte 1. Bürgermeister Nehmer Herr Bierwagen vom Ing.-Büro Christofori. Herr Bierwagen stellte dem Marktgemeinderat eine Projektskizze für eine mögliche Siedlungsentwicklung am nordöstlichen Rand des Hauptortes vor. Geplant ist hier, an der Herpersdorfer Kreuzung, einen Supermarkt für die Nahversorgung zu errichten. Außerdem ist eine Siedlungsentwicklung mit Einfamilienwohnhäuser und Geschoßwohnungen in westliche Richtung bis zum Schulweg geplant. Nach der Turnhalle soll ein Ärztehaus realisiert werden.

Eine Bebauung dieses Areals wäre in mehreren Teilabschnitten möglich. Beim Vollausbau muss von 60-65 Wohneinheiten für Einfamilienhäuser und in etwa die gleiche Anzahl für den Geschoßwohnungsbau gerechnet werde.

Die Verwaltung hat eine Zustimmung für diese Bebauung von der Regierung von Mittelfranken eingeholt. Auch ein Projektant für den Supermarkt hat signalisiert, dass der vorgesehene Standort geeignet ist.

Der Marktgemeinderat begrüßte die vorgesehene Bebauung. Besonders positiv wurde hervorgehoben, dass keine durchgängige Verkehrsführung zwischen der Herpersdorfer Straße und dem Schulweg beabsichtigt ist. Er beauftragte deshalb einstimmig den 1. Bürgermeister mit dem Freistaat Bayern, dem Grundstückseigentümer, Verhandlungen mit dem Ziel der Umsetzung dieses Planes aufzunehmen.

Finanzielle Beteiligung des Marktes Lichtenau an der Innensanierung des Sportheimes des TSV 1910 Lichtenau e. V.

Einstimmig beschloss der Marktgemeinderat sich an der Innensanierung des Sportheimes mit einem Betrag in Höhe von 15.460 € zu beteiligen. Wie in der Aussprache zu diesem Tagesordnungspunkt ausgeführt wurde, rechnet der Verein noch mit Zuschüssen vom BLSV und vom Landratsamt. Für die Sanierung hat der Verein neben vielen ehrenamtlichen Stunden Kosten in Höhe von über 150.000 € aufgewendet.

Behandlung von Anträgen aus der Bürgerversammlung in Lichtenau

Die Verwaltung nahm zu den in der Bürgerversammlung gestellten Fragen der anwesenden Bürgerinnen und Bürger Stellung. Dabei wurden Fragen zur Wiedereinführung eines Jahresempfangs in früherer Form, zum Sachstand für das geplante Nahwärmenetz, der Veräußerung des gemeindlichen Stromnetzes und des Freibades beantwortet.

Der Marktgemeinderat nahm von diesen Ausführungen Kenntnis.

Sachstandsbericht zu einem geplanten Ärztehaus

Auf Anfrage erläuterte der 1. Bürgermeister dem Gremium, den Sachstand zu einem geplanten Ärztehauses auf dem Gelände hinter der Turnhalle der Grundschule in Lichtenau. Aufgrund der Lage des Grundstückes hat die Verwaltung schriftlich die Bebaubarkeit dieses Grundstückes beim Landratsamt angefragt. Außerdem wurde ein Architekt beauftragt, eine Planung vorzunehmen. Die Aufteilung und Anordnung der Räume wurden mit den potenziellen Nutzern abgestimmt und festgelegt. Auf dieser Grundlage wurde ein Architekt beauftragt die Vorplanungen vorzunehmen.

Neben diesen Fragen hat sich der Marktgemeinderat in den vergangenen Sitzungen mit Fragen der Finanzierung, einer möglichen Förderung und eines wirtschaftlichen Betriebs eines Ärztehauses beschäftigt.

Sachstandsbericht zur geplanten Nahwärmeversorgung in Lichtenau

Auch hier antwortet der 1. Bürgermeister aufgrund eines schriftlichen Antrages aus der Mitte des Marktgemeinderates. Danach hat sich die Fertigstellung der Machbarkeitsstudie hinausgezögert, da vier Anfragen zur Stromeinspeisemöglichkeit ab Sommer 2024 bei der N-ERGIE nicht abschließend beantwortet wurden. Weiterhin hat der Verzug der Gutachten und der Abstimmung mit den zukünftig beteiligen Behörden und der sehr große Projektumfang (Kernort Lichtenau) die Bearbeitungsdauer negativ beeinträchtigt. Er gab bekannt, dass am 23.01.2026 in der Aula der Grundschule eine Bürgerversammlung zu diesem Thema stattfinden soll. Hier wird die Öffentlichkeit über die Ergebnisse der Studie informiert.

Zu den bisher angefallenen Kosten führte er aus, dass für die Machbarkeitsstudie Insgesamt Kosten in Höhe von 119.000 € (brutto) angefallen sind. Ein großer Teil dieser Kosten wird voraussichtlich vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert werden.

Bekanntgaben

Unter diesem TOP gab die Verwaltung den Abschluss eines Netzservicevertrages für die Straßenbeleuchtung mit der N-ERGIE AG bekannt. Außerdem beantwortete die Verwaltung eine Anfrage zur Wirtschaftlichkeit einer geplanten PV-Anlage auf der geplanten Erweiterung der Kindertagesstätte in der Bergstraße.

Zum Abschluss der Sitzung wurden noch die Redaktionsrichtlinien für das Mitteilungsblatt und eine Stellungnahme der Verwaltung zur Abrechnung der Freibadsaison 2025 bekannt gegeben.

Außerdem teilten die Gemeinderäte und Ortssprecher noch Probleme mit, wie z.B. die verschmutzten Fahrbahnen aufgrund des Neubaus der Rezatbrücke durch die Autobahn GmbH.