Ein letztes Mal trat im Evangelischen Bildungszentrum auf dem Hesselberg der Kreistag der Wahlperiode 2020 bis 2026 zusammen. In der Sitzung, an der zahlreiche Ehrengäste teilnahmen, wurden viele Kreisrätinnen und Kreisräte verabschiedet und für lange Zugehörigkeit geehrt.
„Der Kreistag lebt von Menschen, die ihre Erfahrung aus Beruf und Ehrenamt einbringen, Verantwortung übernehmen, unterschiedliche Interessen sorgfältig abwägen und am Ende auch Mehrheitsentscheidungen mittragen.“ Mit diesen Worten, einem großen Dank und vielen Auszeichnungen hat Landrat Dr. Jürgen Ludwig in der letzten Kreistagssitzung der aktuellen Periode zahlreiche Kreisrätinnen und Kreisräte verabschiedet.
In den vergangenen sechs Jahren sei die Arbeit im Kreistag geprägt gewesen von außergewöhnlichen Belastungen, so der Landrat: Pandemie, Ukrainekrieg, Energie- und Versorgungskrise, steigende finanzielle Risiken und zugleich der Anspruch, den Landkreis Ansbach handlungsfähig zu halten. Gerade unter diesen Bedingungen habe sich gezeigt, wie wertvoll die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Kreistag, Verwaltung, Gemeinden und vielen weiteren Partnern ist. Gleichzeitig seien greifbare Ergebnisse erzielt worden: Investitionen in Schulen, Straßen, Liegenschaften und Digitalisierung, große Projekte wie der Neubau der Realschule Heilsbronn, die Integrierte Leitstelle und das BSZ Triesdorf sowie eine weiterhin solide, wenn auch spürbar anspruchsvolle Finanzentwicklung.
Auch bei Zukunftsthemen seien wichtige Weichen gestellt worden, so Dr. Ludwig. Der Landkreis decke rechnerisch mehr als 160 Prozent seines Stromverbrauchs aus eigenen erneuerbaren Energien, die Nördliche Hesselbergbahn sei seit Ende 2024 wieder in Betrieb, und mit dem Beschluss zur Weiterentwicklung von ANregiomed seien die Standorte Ansbach, Dinkelsbühl und Rothenburg für die künftige Versorgung gesichert worden. Das zeige, dass Kommunalpolitik unter schwierigen Bedingungen gestalte.
Die Verdienstmedaille in Gold erhielten Susanne Friedrich (Feuchtwangen), Jan Helmer (Windsbach), Stefan Maul (Mitteleschenbach) und Anna-Maria Wöhl (Bruckberg). Sie wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich um den Landkreis Ansbach auf politischem, kulturellem, sportlichem, sozialem oder wirtschaftlichem Gebiet hervorragende Verdienste erworben haben. Kreisrätinnen und Kreisräte können die Auszeichnung nach mindestens 24-jähriger Tätigkeit im Kreistag erhalten.