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Mitteilungsblatt Markt Wiesenttal
Ausgabe 3/2026
Nachrichten anderer Stellen und Behörden
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Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau

Gesunde Ernährung kann man lernen - SVLFG unterstützt

Die meisten wissen, dass eine gesunde und ausgewogene Ernährung wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden ist. Trotzdem fällt es vielen im Alltag oft schwer, dies umzusetzen.

Doch auch gesunde Ernährung kann man lernen, zum Beispiel in Gesundheitskursen, die von den Krankenkassen unterstützt werden. Darauf weist die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) zum Tag der gesunden Ernährung am 07.03.2026 hin.

Die SVLFG als Landwirtschaftliche Krankenkasse (LKK) bezuschusst Kurse unter anderem zu folgenden Themen:

vollwertige und ausgewogene Ernährung

Gewichtsreduktion

mehr Bewegung im Alltag

Vorbeugung und Verringerung gesundheitlicher Risiken

Ziel ist es, Krankheiten frühzeitig zu vermeiden. Auf geeignete Kurse verweist die SVLFG auf ihrer Internetseite www.svlfg.de/gesundheitskurse-finden.

Warum Ernährung so wichtig ist

Die Ernährung beeinflusst den Verlauf vieler Krankheiten, zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Rheuma, Multiple Sklerose oder Erkrankungen des Darms. Doch sie senkt nicht nur das Krankheitsrisiko, sondern steigert auch das allgemeine Wohlbefinden, besonders in Kombination mit Bewegung.

Das gehört zu einer ausgewogenen Ernährung

Vielfalt genießen: Brot, Nudeln, Reis (am besten Vollkorn) und Kartoffeln enthalten wenig Fett, dafür viele Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.

Pflanzliche Lebensmittel (möglichst saisonal und regional) bevorzugen: Frische Salate, Gemüse, Obst und Säfte wichtige Nährstoffe und sollten den größten Teil der Ernährung ausmachen.

Tierische Produkte ergänzen: Milchprodukte, Fisch, Fleisch und Eier erleichtern die ausreichende Nährstoffversorgung. Pflanzliche Öle wie Rapsöl sowie fettreiche Fische liefern wertvolle Omega-3-Fettsäuren.

Zucker und Salz sparsam verwenden: Kräuter bieten eine aromatische und gesunde Alternative.

Hochverarbeitete Lebensmittel meiden: Sie enthalten oft zu viel Zucker, Salz, Zusatzstoffe und ungesunde Fette.

Schonend zubereiten: Kurze Garzeiten sowie wenig Wasser und Fett helfen, Geschmack und Nährstoffe zu erhalten.

Weitere Informationen gibt der Verband für Ernährung und Diätetik e.V. unter www.vfed.de.

Wenn die Hofnachfolge fehlt

Mit dem Seminar „Betriebsaufgabe - auch ein Gesundheitsthema“ gibt die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) Orientierung, wenn es an einer Hofnachfolge fehlt.

Viele Jahre voller Arbeit, Herzblut und Hingabe für den Betrieb hinterlassen Spuren. Und was geschieht, wenn sich keine Nachfolge findet? Die Entscheidung, den eigenen Betrieb aufzugeben, fällt vielen schwer. Neben rechtlichen Aspekten sind auch persönliche und vor allem

emotionale Dinge zu klären. Kopf und Herz sind sich dabei nicht immer einig. Die SVLFG bietet in dieser schwierigen Phase Hilfe an. Sie lädt potenzielle Betriebsaufgebende zu einem viertägigen Seminar ein. Dies wird von Sozialpädagogen oder Psychologen moderiert

und geleitet. Wichtig ist auch der persönliche Austausch der Teilnehmenden untereinander, die sich alle in der gleichen Situation befinden. Sie haben für ihren neuen Lebensabschnitt viele Bausteine zu bewältigen, die zugleich Inhalt des Seminars sind:

Der Prozess der Entscheidung: Dieser Baustein soll Klarheit schaffen und bei der zukunftsträchtigen Entscheidung helfen. Welche Sorgen begleiten meine Entscheidung und woher könnte Entlastung kommen? Wie wird der Prozess der Betriebsaufgabe in der Familie besprochen?

Der Prozess der Akzeptanz: Wie kann der Ausstieg gelingen und wie komme ich mit enttäuschten Erwartungen zurecht? Wie kann ich trotz der Traurigkeit, die mich überkommt, stolz zurückblicken?

Rechtliche Rahmenbedingungen: Verschiedene rechtliche Möglichkeiten und Varianten sowie die Vorsorge fürs Alter und die Pflege sind zu bedenken. Ein Fachmann gibt einen Überblick, was es alles zu beachten gibt.

Der Prozess der Stabilisierung: Beim Älterwerden möglichst gesund bleiben - was kann ich selbst für mich und meine Gesundheit tun?

Die Neuorientierung: Wie mache ich weiter, wenn ich aufgehört habe? Wenn der Abschied gelingt, kann die Zukunft gut gestaltet werden. Das hat großen Einfluss auf die Lebenszufriedenheit und Gesundheit.

Die Umsetzung: Was sind die nächsten Schritte und wie kann meine Alltagsstrategie aussehen? Hier fließen Erfahrungen aus der Praxis von Menschen ein, die eine erfolgreiche Betriebsaufgabe hinter sich haben.

Für Unternehmerinnen und Unternehmer mit einem bei der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft versicherten Betrieb gibt es noch kurzfristig freie Plätze im Betriebsaufgabeseminar vom 24.03. bis 27.03.2026 in Groß Meckelsen (Niedersachsen). Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung betragen pro Person 452 Euro im Doppelzimmer und 512 Euro im Einzelzimmer.

Ansprechpartnerinnen sind Cornelia Kampmann (Tel. 0561 785-15984) und Christine Leicht (Tel. 0561 785-16381), E-Mail: gruppenangebote@svlfg.de.

Weitere Termine:

09.11. - 12.11.2026 in Bad Waldsee (Baden-Württemberg). Kosten: 415/455 Euro. Ansprechpartnerin ist Christiane Mayer (Tel. 0561 785-16416).

24.11. - 27.11.2026 in Dammdorf (Schleswig-Holstein). Kosten: 425/455 Euro. Ansprechpartnerinnen sind Cornelia Kampmann und Christine Leicht (Kontaktdaten siehe oben).

30.11. - 03.12.2026 in Bad Griesbach (Bayern). Kosten: ca. 550 Euro. Ansprechpartnerin ist Sieglinde Schreiner (Tel. 0561 785-16166).

Online-Ersthelferschulung:

Keine Anerkennung, keine Kostenerstattung!

Um in einem Betrieb als Ersthelferin oder Ersthelfer gemäß der Unfallverhütungsvorschrift VSG 1.3 eingesetzt werden zu können, muss ein Erste-Hilfe-Kurs in Präsenz und mit mindestens neun Unterrichtseinheiten je 45 Minuten absolviert werden.

Nur dann können auch die Kurskosten von der Berufsgenossenschaft übernommen werden. Darauf weist die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG)

ausdrücklich hin. In der Vergangenheit ist es vermehrt vorgekommen, dass potentielle Ersthelfer an Online-Kursen teilgenommen haben, die aber von der Berufsgenossenschaft weder anerkannt noch abgerechnet werden können. Die Teilnehmenden haben dadurch Geld und Zeit verschwendet.

Anerkannte Aus- und Fortbildungskurse in Präsenz führen deutschlandweit knapp 2.000 dazu ermächtigte Stellen nach einheitlich vorgegebenen Regeln der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung durch (Übersicht unter www.bg-qseh.de).

Der Grund für den zwingenden Besuch eines Präsenzkurses ist, dass Ersthelfer dort ausreichend Möglichkeiten bekommen, bestimmte Maßnahmen, zum Beispiel die Herz-Lungen-Wiederbelebung, durch praktisches Üben zu erlernen. Der Schulungsort, der bei ausreichend

Teilnehmenden gegebenenfalls auch der Betrieb sein kann, ist mit der Aus- bzw. Fortbildungsstelle abzustimmen.

Der Vordruck für die Kostenübernahme muss ausgefüllt und vom Unternehmer unterschrieben zum Kurs mitgebracht werden. So kann die Ausbildungsstätte direkt mit der SVLFG abrechnen. Das Formular kann über die Internetseite www.svlfg.de/erste-hilfe heruntergeladen werden.