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Stadtanzeiger Amtsblatt der Stadt Allstedt mit den Ortsteilen
Ausgabe 2/2026
Nichtamtlicher Teil
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Aus dem Rathaus berichtet 2026

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Winterliche Herausforderungen

Der Januar hat uns auch in diesem Jahr wieder seine winterliche Seite gezeigt. Schneefall trat häufiger auf als in den vergangenen Jahren, und das Freiräumen von Gehwegen von Schnee und Eis kann durchaus anstrengend sein. Ich danke allen, die dieser Pflicht nachgekommen sind - zum Schutz unserer Kinder, älteren Verwandten und aller Bürgerinnen und Bürger. Die Kinder hingegen konnten die weiße Pracht für Schlittenfahrten, Schneeballschlachten oder das Schlittern auf zugefrorenen Pfützen genießen.

Einige haben sicher bemerkt, dass die Beschäftigten unseres Bauhofs aufgrund der Witterung ihren Dienst früher begonnen haben, um die Wege vor dem morgendlichen Berufsverkehr freizuräumen. Angesichts der Größe unserer Einheitsgemeinde und der vorhandenen Personalausstattung ist dies eine besonders anerkennenswerte Leistung, für die ich herzlich danke.

Kunst im Schnee

Im Schneegestöber fand nahe des ehemaligen Klosters Kaltenborn bei Emseloh die Einweihung eines Kunstwerks statt. Die von Daniel Herrmann geleitete Werkleitz Gesellschaft e.V. stellte eine regenbogenfarbene Skulptur am Wegesrand auf. Sie zeigt einen Bauern mit erhobenem linken Arm und verweist in Verbindung mit der Farbgebung auf den Bauernkrieg, der vor über 500 Jahren unsere Region prägte.

Das Kunstwerk wurde von Stine Albrecht und Hermann Beneke geschaffen und bereichert unser kulturelles Angebot - ein weiterer Baustein, der unsere Region für Besucherinnen und Besucher attraktiver macht.

Aufwertung des historischen Vorwerks

Ein weiteres Projekt zur Steigerung der Attraktivität unserer Gemeinde betrifft das historische Vorwerk unterhalb des Schlosses in Allstedt. Der Thomas-Müntzer-Rundweg führt direkt daran vorbei. Die Bausubstanz ist stark beschädigt, was den Gesamteindruck beeinträchtigt.

Nun bietet sich die Chance, diesen Ort aufzuwerten: Mit Fördermitteln zur Bewältigung des Strukturwandels könnte aus dem früher landwirtschaftlich genutzten Vorwerk ein Kultur- und Vereinszentrum entstehen. Eine Förderung wird hier möglich, wenn das Projekt regional besonders bedeutsam ist und zur Schaffung und zum Erhalt von Arbeits- und Ausbildungsplätzen beiträgt oder die Diversifizierung der Wirtschaftsstruktur und Verbesserung der Attraktivität des Wirtschaftsstandortes unterstützt. Hierunter fällt beispielsweise die öffentliche Fürsorge zur Verbesserung wirtschaftsbezogener Standortbedingungen, insbesondere auch der Ausbau von Kultureinrichtungen.

Der ehemalige Schafstall bietet mit mehr als 500 m² die Grundlage für einen barrierefreien Veranstaltungsraum. Dieser soll vorrangig den Vereinen unserer Einheitsgemeinde zur Verfügung stehen, damit neue Veranstaltungsformate möglich werden, die bislang nicht realisierbar waren. Auch Schulabschlussveranstaltungen, Jugendweihen oder private Feiern könnten hier stattfinden.

Das Projekt stärkt die ländliche Region im Wettbewerb um junge Familien, ohne die langjährig verbundenen älteren Einwohnerinnen und Einwohner zu vernachlässigen. Die Förderquote von 90 % macht diese Chance besonders attraktiv. Ob die Förderung zustande kommt, hängt von mehreren Faktoren ab - doch die Möglichkeit ungenutzt verstreichen zu lassen, wäre bedauerlich.

Kommunale Wärmeplanung

Ein weiteres wichtiges Thema ist die kommunale Wärmeplanung. Gerade im Winter zeigt sich, wie wertvoll ein gut beheiztes Zuhause ist. Wir haben einen Dienstleister beauftragt, alle Ortsteile unserer Einheitsgemeinde zu analysieren, um die zukünftige Wärmeversorgung zukunftsfähig und klimaneutral zu gestalten. Dem gesetzlich vorgegebenen Ziel, bis spätestens 2045 den Wärmesektor vollständig von fossilen Energien zu entkoppeln, können wir uns hiermit planvoll nähern.

Die Ergebnisse der Wärmeplanung sind rechtlich nicht verbindlich, bieten aber eine Orientierung für Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundstücken, welche Investitionen in die Energieversorgung sinnvoll sind. Im Rahmen der Planung wird geprüft, welche Potenziale bestehen und ob beispielsweise Wärmenetze sinnvoll sind. Der Entwurf des aktuellen Standes liegt im Bauamt aus und kann auch auf unserer Webseite (https://www.allstedt.de/bekanntmachungen/index.php) eingesehen werden. Anmerkungen und Anregungen werden gern entgegengenommen, geprüft und ggf. eingearbeitet.

Zur Vorstellung der bisherigen Ergebnisse lade ich Sie herzlich zur Einwohnerversammlung am 23.02.2026 um 18:00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Mittelhausen ein. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich über die Methodik und Annahmen der Planung zu informieren.

Fasching nicht vergessen

Abschließend möchte ich noch auf die Faschingszeit hinweisen, die gerade ihren Höhepunkt erreicht. Feiern Sie mit Freunden und Bekannten, genießen Sie die fröhliche Zeit und lassen Sie den Alltag hinter sich.

Ihr Bürgermeister
Daniel Kirchner

Stadt Allstedt

Der Bürgermeister

Stadt Allstedt - Forststraße 9 - 06542 Allstedt

Einwohnerversammlung

Thema:

kommunale Wärmeplanung in der Einheitsgemeinde Allstedt

Ort:

Dorfgemeinschaftshaus Mittelhausen, Siedlerstraße 117, 06542 Allstedt

Zeitpunkt:

Montag, 23.02.2026 um 18:00 Uhr

Tagesordnung:

1.

Begrüßung durch den Bürgermeister

2.

Vorstellung des Arbeitsstandes der kommunalen Wärmeplanung durch Vertreter der BCC - ENERGIE GmbH & JENA - GEOS - Ingenieurbüro GmbH (Unterlagen abrufbar unter https://www.allstedt.de/bekanntmachungen/index.php)

3.

Einwohnerfragestunde zum Thema der kommunalen Wärmeplanung

4.

Verabschiedung

Allstedt, 30.01.2026

gez. Daniel Kirchner
Bürgermeister