Neue Pölsfelder Dorfgeschichte(n) hatte Klaus Büchel am 21.05.2026 wieder für 24 Mitglieder und Gäste vorbereitet.
Der Dorfchronist ging dieses Mal näher auf die Zeit von 1910 bis 1945 in und um Pölsfeld ein.
So berichtete er unter anderem von den Kohlenmangel-Ferien im Jahr 1916, von der Ortswehr, die 1920 erst mit Waffen ausgestattet wurde, um sie kurze Zeit später wieder abgeben zu müssen. So konnten sich die Pölsfelder 1921 nicht wehren, als Streikende mit Pferdewagen aus Eisleben einrückten, um kübelweise Butter, 100 Würste, 50 Brote, Eier, Kuchen usw. zu erpressen.
1928 feierte der für Pölsfeld berühmte Name Siebenhüner sein 300jähriges Jubiläum. „Freuen wir uns auf 2028 und die große Feier!“, scherzte Rucksackhummel Andreas Aderhold nach der Veranstaltung.
Klaus Büchel erzählte außerdem davon, wie eine Lehrerin mit Englischkenntnissen den Amerikanern neben dem mit weißer Fahne winkenden Pölsfelder Paul Rohde 1945 die Kapitulation übersetze.
Im zweiten Teil der Veranstaltung konnten die Teilnehmenden eine digitale Begehung der Ortsgrenzen erleben und diese nachempfinden. Über 20 km wurden so innerhalb weniger Minuten zurück gelegt.
Zum Abschluss des Abends konnten sich die Anwesenden gemeinsam alte, digitalisierte Bilder einiger Straßen und Gebäude von Pölsfeld ansehen, in Erinnerungen schwelgen und sich zu den Geschichten dazu austauschen.
Ein großes DANKE wieder an Klaus Büchel und die vielen Menschen, die ihre Bilder für den gelungenen Abend zur Verfügung gestellt haben.
—
Text und Bilder: Pölsfelder Heimatverein