in den vergangenen Wochen konnte ich an vielen Stellen erleben, dass die Landtagswahl und politische Themen die Menschen beschäftigt haben. In Gesprächen wurden unterschiedliche Positionen ausgetauscht, Entwicklungen diskutiert und auch kontroverse Auffassungen vertreten. Das zeigt, dass politische Fragen die Menschen in unserer Einheitsgemeinde bewegen.
Unabhängig davon, wie die Wahl ausgegangen ist, gehört es zu unserer Demokratie, dass unterschiedliche Meinungen und politische Vorstellungen miteinander konkurrieren. Nicht immer sind die Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit einfach zu finden. Umso wichtiger ist es, dass unterschiedliche Auffassungen offen ausgetauscht werden und am Ende auf demokratischem Weg Entscheidungen getroffen werden. Das Ringen um mehrheitsfähige Lösungen kann anstrengend sein, ist aber ein wesentlicher Bestandteil unserer demokratischen Ordnung.
Wahlen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Sie geben den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, über die politische Richtung mitzuentscheiden. Voraussetzung dafür ist, dass Wahlen frei, fair und nach rechtsstaatlichen Grundsätzen durchgeführt werden.
Deshalb möchte ich an dieser Stelle den zahlreichen ehrenamtlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung herzlich danken. Sie haben mit ihrem Einsatz dazu beigetragen, dass die Landtagswahl in unserer Einheitsgemeinde ordnungsgemäß durchgeführt werden konnte. Dieses Engagement ist ein wichtiger Beitrag zu unserer Demokratie und verdient ausdrücklich Anerkennung.
Durch die Landtagswahl sind die Herausforderungen des politischen Alltags natürlich nicht verschwunden. Viele Aufgaben, die uns in unseren Städten und Gemeinden beschäftigen, bleiben bestehen. Nun gilt es abzuwarten, welche politischen Schwerpunkte die neue Landesregierung setzen wird und welche Auswirkungen sich daraus für die Kommunen ergeben.
Glasfaser kommt näher
In der nahen Zukunft zeichnet sich auch bei der digitalen Infrastruktur ein weiterer wichtiger Technologieschritt ab. Bereits im Juli-Amtsblatt hatte ich darüber informiert, dass die GlasfaserPlus den eigenwirtschaftlichen Ausbau – also ohne den Einsatz von Fördermitteln – in den Ortsteilen Allstedt, Einsdorf, Mittelhausen, Winkel und Wolferstedt plant.
Mittlerweile gibt es hierzu eine erfreuliche Nachricht: Vertreter der GlasfaserPlus haben mitgeteilt, dass ein Tiefbauunternehmen für die Umsetzung des Vorhabens gefunden werden konnte. Wenn alles planmäßig läuft, könnten die Bauarbeiten bereits in diesem Jahr beginnen.
Mit dem Ausbau wird die Grundlage dafür geschaffen, dass das leistungsfähige Glasfasernetz künftig das bisherige Kupfernetz ablösen kann. Für viele Haushalte und Unternehmen bedeutet dies eine deutlich bessere digitale Infrastruktur und damit auch eine wichtige Voraussetzung für die weitere Entwicklung unserer Ortsteile.
Wer sich über die konkreten Anschlussmöglichkeiten und verfügbaren Tarife informieren möchte, hat hierzu ab dem 14. September 2026 Gelegenheit. Die GlasfaserPlus wird in den betroffenen Ortsteilen mit einem Info-Truck vor Ort sein und über das Ausbauvorhaben sowie die Möglichkeiten eines Glasfaseranschlusses informieren.
Ich freue mich, dass dieses für unsere Gemeinde wichtige Vorhaben nun einen entscheidenden Schritt vorangekommen ist.
Ein neuer Spielplatz für Katharinenrieth
Auch in unseren Ortsteilen tut sich einiges. Auf dem Spielplatz in Katharinenrieth hat sich in den vergangenen Wochen einiges verändert. Auf Initiative des Ortschaftsrates und des Heimatvereins wurde die Anlage attraktiver gestaltet und damit ein schöner Ort für die Kinder des Dorfes geschaffen.
Den Initiatoren war dabei von Anfang an bewusst, dass die angespannte Haushaltslage der Stadt nur sehr begrenzte finanzielle Möglichkeiten zulässt. Deshalb haben sie bei regionalen Unternehmen, Vereinen und Bürgerinnen und Bürgern um Unterstützung für dieses Projekt geworben.
Mit den eingeworbenen Spenden konnte das Vorhaben schließlich umgesetzt werden. Für die freiwilligen Zuwendungen, aber auch für die Zeit und die Arbeit, die viele Beteiligte investiert haben, möchte ich mich ganz herzlich bedanken.
Ich bin mir sicher, dass die Kinder den neu gestalteten Spielplatz im Herzen von Katharinenrieth gerne annehmen werden. Solche Projekte zeigen eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Menschen vor Ort Verantwortung übernehmen und gemeinsam etwas bewegen wollen.
Gemeinsam angepackt in Holdenstedt
Ein weiteres schönes Beispiel für gemeinschaftliches Engagement gibt es in Holdenstedt. Dort wurden mit vereinten Kräften Sanierungsarbeiten an der Sportstätte durchgeführt. Der Sanitärbereich wurde erneuert, die Spielerkabinen erhielten einen neuen Anstrich und auch die Pflasterfläche vor dem Eingang wurde wieder hergerichtet.
Die Maßnahme erfolgte auf Initiative der KSG Holdenstedt / Beyernaumburg, die das Projekt weitgehend in Eigenregie umgesetzt hat. Dafür waren viele helfende Hände erforderlich. Besonders beeindruckend finde ich, dass sich auch ehemalige, inzwischen nicht mehr aktive Sportfreunde eingebracht haben. Mit ihrem Wissen, ihrer Erfahrung und ihrem handwerklichen Geschick haben sie dazu beigetragen, dass die Arbeiten erfolgreich umgesetzt werden konnten.
Besonders genannt wurden dabei Friedhelm Koch, Werner Graneß, Gerald Ruppe und Volkmar Forth, bei denen ich mich ebenfalls ausdrücklich für ihren Einsatz bedanken möchte.
Dieses Beispiel zeigt sehr deutlich, dass auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten und bei angespannten öffentlichen Haushalten vieles erreicht werden kann, wenn Menschen bereit sind, sich einzubringen. Als Bürgermeister möchte ich deshalb der KSG Holdenstedt / Beyernaumburg, ihren engagierten Mitgliedern und allen Unterstützerinnen und Unterstützern meinen herzlichen Dank aussprechen.
Auf das gemeinsam Erreichte können Sie zu Recht stolz sein. Es sind solche Erlebnisse, bei denen Menschen gemeinsam anpacken, Verantwortung übernehmen und am Ende etwas Bleibendes schaffen, die unser Gemeinschaftsgefühl stärken. Und genau das macht für mich einen wichtigen Teil des Lebens in unserer ländlich geprägten Einheitsgemeinde aus.