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Auerbacher Stadtanzeiger
Ausgabe 6/2026
Aktuelles aus dem Rathaus
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Rathaus-Team vorgestellt: Standesbeamtin Mia Fleckenstein

Mia Fleckenstein wurde am 20. April 2026 zur Standesbeamtin für den Standesamtsbezirk Auerbach/Vogtl. bestellt.

Wer an das Standesamt denkt, hat meist sofort Hochzeiten vor Augen. Doch die Arbeit dort ist weit vielfältiger. Mit Mia Fleckenstein haben wir als Stadt seit April 2026 eine neue Standesbeamtin. Die 26-Jährige begleitet Menschen bei einigen der wichtigsten Momente ihres Lebens: von der Geburt über die Eheschließung bis hin zum Abschied von Angehörigen. Im Gespräch erzählt sie von ihrem Weg ins Rathaus, ihrer ersten Trauung und den Herausforderungen ihres neuen Berufs.


Frau Fleckenstein, seit wann sind Sie im Rathaus tätig?

Meine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten habe ich 2018 begonnen und 2021 abgeschlossen. Seitdem arbeite ich im Rathaus in verschiedenen Bereichen, u.a. im Ordnungsamt sowie im Personalamt.

War das Standesamt schon immer Ihr Wunschbereich?

Nicht direkt. Der Wechsel wurde mir vorgeschlagen, als sich durch personelle Veränderungen eine Perspektive im Standesamt ergeben hat. Je mehr ich mich damit beschäftigt habe, desto spannender fand ich die Aufgabe. Mir gefällt besonders, dass man Menschen bei positiven und wichtigen Lebensereignissen begleiten darf.

Die meisten verbinden das Standesamt mit Trauungen. Was gehört tatsächlich alles zu Ihrem Aufgabenbereich?

Natürlich spielen Eheschließungen eine große Rolle. Aber wir begleiten Menschen durch das gesamte Leben. Dazu gehören Geburts- und Sterbefälle, Vaterschaftsanerkennungen, Namensänderungen, Kirchenaustritte oder auch die Bearbeitung von Fällen mit Auslandsbezug.

Was macht die Arbeit besonders spannend?

Kein Fall ist wie der andere. Man begegnet jeden Tag unterschiedlichen Menschen, Lebensgeschichten und Kulturen. Gerade internationale Fälle sind oft sehr komplex und erfordern viel Recherche, weil jedes Land eigene Regelungen und Gesetze hat.

Erinnern Sie sich noch an Ihre erste Trauung?

Oh ja, sehr gut. Ich wurde an einem Montag offiziell zur Standesbeamtin bestellt, und schon am nächsten Tag stand meine erste Trauung an. Das Brautpaar kannte ich persönlich aus meiner Schulzeit. Ich war unglaublich aufgeregt, zumal uns auch die Technik kurz vor der Trauung einige Probleme bereitet hat. Am Ende hat aber alles funktioniert und es war ein wirklich schöner Einstieg.

Was sind die größten Herausforderungen in Ihrem Beruf?

Zum einen muss man ständig am Ball bleiben, weil sich Gesetze und Regelungen regelmäßig ändern. Fortbildungen gehören deshalb fest dazu. Zum anderen sind internationale Fälle oft sehr anspruchsvoll. Da geht es um Dokumente aus den unterschiedlichsten Ländern und viele rechtliche Besonderheiten.

Wie würden Sie Ihren Beruf in wenigen Worten beschreiben?

Begegnungen, Emotionen, Rechtsanwendungen und Bürokratie (leider).