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Auerbacher Stadtanzeiger
Ausgabe 7/2026
Aktuelles aus dem Rathaus
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Rathaus-Team vorgestellt: Zahlenexperte Ricardo Förster

Damit Straßen gebaut, Kitas saniert oder Veranstaltungen finanziert werden können, braucht es eine solide Haushaltsplanung. Ricardo Förster sorgt gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen dafür, dass die Zahlen stimmen und öffentliche Mittel verantwortungsvoll eingesetzt werden. Der 36-Jährige erzählt, wie er eher zufällig im Rathaus gelandet ist, warum ihn sein Beruf bis heute begeistert und weshalb Gelassenheit dabei eine seiner größten Stärken ist.

Wie sind Sie zur Stadtverwaltung gekommen?

Nach dem Abitur absolvierte ich zunächst meinen Zivildienst im Krankenhaus in Plauen. Über eine Bekannte bekam ich damals den Tipp, mich im Rathaus zu bewerben. Eigentlich konnte ich mir Büroarbeit damals gar nicht vorstellen. Ich wollte lieber etwas Praktisches machen. Aber ich dachte: Probier's einfach aus. Im Nachhinein war das genau die richtige Entscheidung.

Wie ging es nach der Ausbildung in der Stadtverwaltung weiter?

Zahlen interessierten mich schon in der Schule, ich hatte Mathe-Leistungskurs. Nach meiner Ausbildung wurde ich direkt in die Kämmerei übernommen.

Heute sind Sie stellvertretender Fachbereichsleiter. Wie kam es dazu?

Nachdem ich meinen Verwaltungsfachwirt abgeschlossen hatte, fragte mich meine damalige Chefin, ob ich mir diese Aufgabe vorstellen könnte. Sie hatte mich zuvor intensiv eingearbeitet und mir viel beigebracht. Ich habe damals gesagt: In der ersten Reihe sehe ich mich nicht unbedingt, aber als Stellvertreter übernehme ich die Verantwortung gern. So hat sich das ganz natürlich entwickelt.

Welche Aufgaben gehören heute zu Ihrem Arbeitsalltag?

Ein großer Bereich ist die Haushaltsplanung und Haushaltsbewirtschaftung. Außerdem kümmere ich mich um die kommunale Umsatzsteuer  und Kreditmanagement. Gerade die Umsatzsteuer ist ein sehr komplexes Thema. Auerbach/Vogtl. gehörte damals zu den ersten Kommunen in Sachsen, die die neuen Regelungen umgesetzt haben. Mir gefällt besonders, dass meine Aufgaben so vielfältig sind. Ich wollte nie jeden Tag nur dieselbe Tätigkeit erledigen.

Wie würden Sie Ihren Beruf in wenigen Worten beschreiben?

Zahlen lügen nicht! An den Zahlen kann man nichts ändern. Aber man muss das Beste daraus machen.

Was ist die größte Herausforderung in Ihrem Beruf?

Mit den vorhandenen Mitteln das Beste für die Stadt sowie ihre Bürgerinnen und Bürger zu erreichen. Gleichzeitig muss alles rechtssicher sein. Es gibt viele gesetzliche Vorgaben und Bürokratie, den Überblick zu behalten, ist deshalb enorm wichtig. Ich bin außerdem Ansprechpartner für viele steuerliche Fragen innerhalb der Verwaltung. Da muss man verlässliche Lösungen finden.

Welche Eigenschaften sollte man für Ihren Beruf mitbringen?

Analytisches Denken, Organisationstalent und die Fähigkeit, Prioritäten zu setzen. Außerdem sollte man auch in stressigen Phasen ruhig bleiben.

Gab es einen Moment, der Sie zum Schwitzen gebracht hat?

Die erste Prüfung durch das Finanzamt. Das war für uns alle Neuland. Natürlich macht man sich Gedanken, schließlich trägt man Verantwortung. Am Ende lief alles gut.

Woher nehmen Sie Ihre Gelassenheit?

Ich war schon immer eher ein entspannter Mensch. Außerdem hilft mir meine Familie sehr. Seit ich Kinder habe, sehe ich viele Dinge etwas gelassener. Natürlich ist meine Arbeit wichtig und bringt viel Verantwortung mit sich. Aber am Ende steht die Familie immer an erster Stelle.