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Informations- und Amtsblatt des LK Anhalt-Bitterfeld
Ausgabe 1/2026
Wirtschaft und Kreisentwicklung
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Mehr Verkehrssicherheit und moderne Infrastruktur - Drei Straßenbaumaßnahmen im Landkreis offiziell freigegeben

Gleich drei wichtige Straßenbauprojekte im Landkreis Anhalt-Bitterfeld konnten Anfang Dezember offiziell für den Verkehr freigegeben werden. Sowohl in Zerbst als auch im Osternienburger Land wurden bedeutende Abschnitte grundhaft erneuert und damit entscheidend zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und der Infrastruktur beigetragen. Alle Maßnahmen wurden vollständig aus Landesmitteln Sachsen-Anhalts finanziert.

Die Kreisstraße K 2092 zwischen Micheln und Klietzen wurde am 3. Dezember offiziell freigegeben. Die zuvor stark beschädigte Kopfsteinpflasterstrecke wurde vollständig erneuert. Der 1,3 Kilometer lange Abschnitt erhielt eine neue Asphalttragschicht und eine frische Deckschicht. Die Fahrbahn wurde auf eine Breite von 5,50 Meter erweitert, was die Verkehrssicherheit erheblich verbessert. Darüber hinaus wurden sämtliche Zufahrten angepasst und neue Bankette hergestellt, um die Entwässerung der Strecke zu optimieren.

Die Maßnahme wurde vom Fachbereich Bau des Landkreises geplant und von der Firma Jaeger Spezial- und Tiefbau GmbH & Co. KG ausgeführt

„Kaum wiederzuerkennen“ sei die Zerbster Friedensallee, stellte der stellvertretende Landrat Volker Krüger bei der offiziellen Straßenfreigabe am 5. Dezember fest. Die Straße wurde als Gemeinschaftsmaßnahme des Landkreises Anhalt-Bitterfeld, der Stadt Zerbst, des Abwasser- und Wasserzweckverbandes „Elbe-Elster“ sowie der Heidewasser GmbH grundhaft erneuert und bis September 2025 vollständig modernisiert.

Die rund 400 Meter lange ehemalige Kopfsteinpflasterstrecke erhielt eine neue Asphaltschicht. Zudem wurden sowohl der Regen- als auch der Schmutzwasserkanal einschließlich aller Hausanschlüsse erneuert, ein neues Trinkwassernetz verlegt und die Fußwege sowie die längs angeordneten Parkplätze komplett neu gestaltet. Weiterhin sorgt nun eine moderne LED-Straßenbeleuchtung für mehr Sicherheit. Als Ausgleich für die gefällten Bäume wurden außerdem 22 junge Linden gepflanzt.

Die Planung verantwortete das Ingenieurbüro Ladde-Hobus aus Bitterfeld, die Bauausführung übernahm die Firma ZETIEBA Straßen- und Tiefbau GmbH Zerbst.

Am 5. Dezember erfolgte außerdem die offizielle Verkehrsfreigabe für den sanierten Abschnitt der Kreisstraße K 1233 zwischen Güterglück und Zerbst sowie für die grundhaft erneuerte Ortsdurchfahrt Trebnitz.

Wie Christine Döring, Fachdienstleiterin Tiefbau/Kreisstraßenmeisterei, erläuterte, brachte diese Maßnahme besondere Herausforderungen mit sich: Bei den Arbeiten wurde festgestellt, dass die Brücke aus dem Jahr 1929 in einem so schlechten Zustand war, dass sie die neue Straßenkonstruktion nicht hätte tragen können. Daher wurde sie vollständig ersetzt. Gleichzeitig entstand in Zusammenarbeit mit der Stadt Zerbst ein neuer einseitiger Gehweg.

Auch der freie Streckenabschnitt der K 1233 befand sich in einem sehr schlechten Zustand, insbesondere weil er häufig als inoffizielle Umleitungsroute für Baustellen an nahegelegenen Bundesstraßen genutzt worden war. Insgesamt wurden rund 1.560 Meter Straße erneuert. Die Fahrbahn wurde von 5,60 auf 6 Meter verbreitert und mit einer Asphalttragschicht sowie einer neuen Deckschicht versehen. Im Seitenraum entstanden neue Bankette zur Entwässerung, und alle im Baubereich abgehenden Zuwegungen wurden höhenmäßig angepasst.

Die Baumaßnahme wurde durch die STRABAG AG, Niederlassung Dessau, umgesetzt.

Mit den drei abgeschlossenen Projekten setzt der Landkreis Anhalt-Bitterfeld ein deutliches Zeichen für den kontinuierlichen Ausbau und die langfristige Sicherung seiner Infrastruktur. Die modernisierten Strecken bieten mehr Sicherheit, eine höhere Verkehrsqualität und stärken sowohl den ländlichen Raum als auch das städtische Umfeld.