Anett und Arnold de Vries empfingen Landrat Andy Grabner (l.) und seinen Mittelstandsbeauftragten Daniel Krake (r.)
Regelmäßig gehen Landrat Andy Grabner und sein Beauftragter für den Mittelstand und Sonderaufgaben, Daniel Krake, auf "Kreistour", um mittelständische Betriebe zu besuchen. Ende Juli war die Schafmilchkäserei JAARE in Lindau das Ziel. Dort erhielten die Gäste tiefgründige Einblicke in die tägliche Arbeit des kleinen Familienbetriebes. Die umfangreiche Führung über den Hof übernahm Arnold de Vries. Mit viel Engagement und Fachwissen präsentierte er das Betriebskonzept einer nachhaltigen und tiergerechten Landwirtschaft. „Zur Zeit halten wir etwa 300 Mutterschafe der Rasse Lacaune plus Nachzucht. Um beste Milch für unseren Käse liefern zu können, bekommen sie die beste Pflege und das beste Futter. Rechnerisch kommen etwa 1,7 bis 1,8 Lämmer pro Mutterschaf auf die Welt“, informierte Arnold de Vries.
Und all das zahlt sich aus. Denn die aus hofeigener Schafmilch hergestellten Produkte sind nicht nur lecker, sondern auch preisgekrönt. Bereits zum fünften Mal konnte die Schafmilchkäserei JAARE kürzlich den Kulinarischen Stern Sachsen-Anhalts gewinnen (Produkt: Lindauer Wiesenkäse).
Mithin wurde im Zuge der intensiven Hofführung auch über die notwendige Planungssicherheit landwirtschaftlicher Betriebe gesprochen.
„Unsere Landwirte brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, um wirtschaftlich arbeiten und langfristig investieren zu können“, bekräftigte Landrat Andy Grabner.
„Unsere landwirtschaftlichen Betriebe sind für Anhalt-Bitterfeld von großer Bedeutung, ihr Erhalt sichert unter anderem die regionale Versorgung mit frischen und hochwertigen Lebensmitteln“, ergänzte der Mittelstandsbeauftragte Daniel Krake. Die Besucher interessierten sich auch für die Vermarktung der Produkte. Neben dem Hofladen vor Ort sind die vorzüglichen Käse- und Wurstprodukte auch auf verschiedenen Eventmärkten sowie über einen Onlineshop (www.jaare.eu) erhältlich. Nach dem gut zweistündigen Besuch dankten die Gäste der Familie Anett und Arnold des Vries recht herzlich für die Einblicke in ein nicht alltägliches Unternehmen. In dieser Ausrichtung sogar das Einzige in Sachsen-Anhalt!