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Informations- und Amtsblatt des LK Anhalt-Bitterfeld
Ausgabe 10/2026
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Die Premiere des ABI-Sommerzaubers

 

Es waren diese Bilder, die vom ersten ABI-Sommerzauber bleiben: Kinder, die mit großen Augen vor der Bühne standen. Familien, die sich durch das Vereinsdorf treiben ließen. Menschen, die gemeinsam trommelten, Körbe warfen oder zum ersten Mal einen Fechtdegen in der Hand hielten. Und später am Abend ganze Tischreihen, die eingehakt miteinander schunkelten und sangen.

Am 29. August verwandelte sich das Gelände der Kreisverwaltung in Köthen in einen großen Treffpunkt für Anhalt-Bitterfeld. Beim ersten ABI-Sommerzauber ging es ums Staunen und Entdecken – vor allem aber um Begegnungen.

Wer durch das Vereinsdorf schlenderte, merkte schnell, wie viel es im eigenen Landkreis zu entdecken gibt. Zuschauen allein war dabei kaum eine Option. Bei den Kanufahrern konnte man sich ausprobieren, beim PSV 05 Köthen Tischtennis und Fechten kennenlernen und gemeinsam mit den BSW Sixers und den Köthener Keilern flogen die Bälle Richtung Basketballkorb. Auch Hockey durfte ausprobiert werden.

An anderen Ständen wurde es handwerklich und kreativ: Bernstein konnte geschliffen und seine Geschichte entdeckt, Bienenhotels konnten gebaut und die Jreebz’cher Mundart ausprobiert werden. Beim Umweltzentrum Ronney ging es um Natur- und Umweltschutz, bei der Natur- und Regionalgeschichte Bitterfeld um die Besonderheiten unserer Heimat und die WelterbeRegion Anhalt-Dessau-Wittenberg lud dazu ein, die Region noch einmal aus einem anderen Blickwinkel kennenzulernen.

Wer lieber knobelte, war bei der Schachgemeinschaft 1871 Löberitz richtig. Der Motorsportverein Köthen, der Hundesportverein Köthen 98, die HG 85 Köthen, der Europa-Jugendbauernhof Deetz, Kleinfolgenreich, die Volkssolidarität Kreisverband Anhalt-Bitterfeld, das THW Ortsverband Wolfen-Bitterfeld und ABASYS zeigten auf ganz unterschiedliche Weise, was sie tun und wofür sie sich engagieren. Beim Kinderschminken entstanden währenddessen kleine Fantasiefiguren, beim rhythmischen Trommeln mit Orlando wurde es laut und lebendig – und auch am Glücksrad des Landkreises gab es so manche Überraschung zu gewinnen.

Gerade diese Vielfalt machte das Vereinsdorf aus. Hinter jedem Stand standen Menschen, die ihre Freizeit, ihre Ideen und ihr Wissen einbringen. Beim Sommerzauber bekamen sie die Gelegenheit, das zu zeigen – und viele Besucherinnen und Besucher entdeckten dabei vielleicht einen Verein oder ein Hobby, das sie zuvor noch gar nicht kannten.

Die Bühne gehörte dem Landkreis

Was im Vereinsdorf begann, setzte sich auf der Bühne fort. Schon am Vormittag zeigten Akteure aus der Region, was in ihnen steckt. The Cherry Ladies eröffneten das Programm, gefolgt von der Jazzband der Musikschule Bitterfeld. Die Turnados des Turnvereins Drosa brachten Bewegung auf die Bühne, die polnische Schülerband Rushed sorgte für internationale Töne und die Keethner Spitzen präsentierten ihr Können.

Auch am Nachmittag blieb die Bühne fest in Kinder- und Familienhand. Das Kinder- und Jugendballett 1965 e. V. zeigte, wie viel Leidenschaft und Trainingsfleiß in Tanz stecken können. Dann wurde es märchenhaft: Pascal Bock und Tobias Köppe nahmen ihr junges Publikum mit in die Geschichten von Schildegart. Als wenig später Anna und Elsa zu Besuch kamen, war das Funkeln in vielen Kinderaugen kaum zu übersehen.

Doch je später der Tag wurde, desto mehr wandelte sich auch die Stimmung.

Die Artistokraten entführten das Publikum in eine Welt aus Artistik, überraschenden Kunststücken und einer guten Portion Humor. Es wurde gestaunt und gelacht – manchmal gleichzeitig.

Und dann kam Kevin Neon.

Was zunächst mit Mitsummen und Wippen begann, wurde schnell zu einem Gemeinschaftserlebnis. Jung und Alt sangen mit, Menschen hakten sich auf den Bänken unter und schunkelten gemeinsam. Für einige Minuten spielte es keine Rolle, wer sich vorher kannte und wer nicht – vor der Bühne wurde einfach zusammen gefeiert.

Landrat Andy Grabner blickt deshalb mit großer Freude auf die Premiere zurück: „Die Atmosphäre beim ersten ABI-Sommerzauber war einfach großartig. Überall wurde gelacht, ausprobiert, miteinander gesprochen und gemeinsam gefeiert. Genau dieses Miteinander haben wir uns gewünscht. Der Sommerzauber war ein voller Erfolg – vor allem dank der vielen Vereine, Künstler, Helfer und natürlich der Besucherinnen und Besucher, die diesen Tag zu dem gemacht haben, was er war.“

Mit der Coverband Seamless und DJ Marko Rohde ging der Sommerzauber schließlich in seine letzte Runde. Noch lange nach Einbruch der Dunkelheit wurde getanzt und gefeiert. Niemand schien es besonders eilig zu haben, nach Hause zu gehen.

Ein Fest, das von vielen getragen wurde

Zwischen Vereinsdorf und Bühne durfte natürlich auch der Genuss nicht fehlen. Ob herzhaft, süß oder eine kleine Erfrischung zwischendurch – die gastronomischen Angebote sorgten dafür, dass für unterschiedliche Geschmäcker etwas dabei war. An den Tischen wurde gegessen, erzählt und gelacht, bevor es weiter zum nächsten Stand oder zurück vor die Bühne ging.

Vielleicht war genau das die besondere Stärke dieses Tages: Der ABI-Sommerzauber war nicht einfach eine Veranstaltung, die man besuchte. Man konnte selbst Teil davon werden.

Kinder probierten Neues aus. Erwachsene kamen mit Ehrenamtlichen ins Gespräch. Menschen aus unterschiedlichen Teilen Anhalt-Bitterfelds begegneten einander. Vereine konnten zeigen, wie viel Leben, Wissen, Gemeinschaft und Leidenschaft in ihrer Arbeit steckt. Und ganz nebenbei wurde sichtbar, wie viele Menschen jeden Tag dafür sorgen, dass ihre Dörfer und Städte lebenswert bleiben.

Dafür sagt der Landkreis Danke.

Danke an alle Vereine und Initiativen, die mit ihren Ideen und Angeboten das Vereinsdorf gefüllt haben. Danke an die Tanzgruppen, Musiker, Künstler und Akteure auf der Bühne. Danke an die gastronomischen Anbieter, die Technik, die Organisatoren und die vielen Helferinnen und Helfer vor und hinter den Kulissen. Und vor allem: Danke an die Besucherinnen und Besucher, die neugierig waren, mitgemacht, applaudiert, gesungen und gefeiert haben.

Denn ein Fest kann geplant werden.

Zum Sommerzauber wird es erst durch die Menschen.

Und davon gab es beim ersten ABI-Sommerzauber jede Menge.

Anhalt-Bitterfeld verbindet.