Termin: Dienstag, 10. Februar 2026, 18:30 Uhr
Ort: Industrie- und Filmmuseum Wolfen,
Bunsenstraße 4, 06766 Bitterfeld-Wolfen
Mit dem Dokumentarfilm „Herr Zwilling und Frau Zuckermann“ von Volker Koepp startet die beliebte Reihe Filme wiederentdeckt im Jahr 2026 im Industrie- und Filmmuseum Wolfen.
Im Westen der Ukraine, unweit der Grenze zu Rumänien, eine entlegene europäische Stadt: Czernowitz. Einst Zentrum jüdischer Kultur in der Bukowina, einer Grenzlandschaft, die vom Vielvölkergemisch geprägt war. Es war eine Gegend, in der Menschen und Bücher lebten, sagte der Dichter Paul Celan über die versunkene Welt seiner Jugend. Im Mittelpunkt des Films stehen Herr Zwilling und Frau Zuckermann, die zu den letzten noch im alten Czernowitz geborenen Juden gehören. Beide verbindet neben ihrer Freundschaft nicht zuletzt die deutsche Sprache. Täglich besucht Herr Zwilling in den Abendstunden die 90jährige Frau Zuckermann. Man spricht über frühere Zeiten, das gemeinsam Erlebte, über Politik und Literatur und die alltäglichen Sorgen. In den Lebensgeschichten dieser beiden Menschen steckt das Elend dieses Jahrhunderts.
Volker Koepp und sein Kameramann Thomas Plenert sind Zaungäste dieser Begegnungen und Gespräche, so als gehörten sie zur Familie. Sie fallen nicht weiter auf, und das ist vielleicht der nachhaltigste Eindruck des Films. Volker Koepps Dokumentarfilm erhielt mehrere Preise und Würdigungen.
Nach der Filmvorführung gibt es ein Gespräch mit dem Regisseur Volker Koepp und Paul Werner Wagner. Der Eintritt beträgt 10,00 Euro. Eine vorherige Anmeldung unter Tel.: 03494 – 699 6040 oder per E-Mail an ifm@anhalt-bitterfeld.de wird aufgrund der begrenzten Platzkapazitäten empfohlen.
„Filme wiederentdeckt“ ist eine Veranstaltungsreihe des Fördervereins „Industrie- und Filmmuseum Wolfen“ e.V. mit Unterstützung des Landkreises Anhalt-Bitterfeld. Das Industrie- und Filmmuseum Wolfen ist eine Einrichtung des Landkreises Anhalt-Bitterfeld.