Unter dem Motto „Wir zeigen Gesicht – 30 Jahre Angelika-Hartmann-Schule: Lernen in Vielfalt“ wurde am 4. November eine Ausstellung in der „Galerie im Quadrat“ im Landratsamt Köthen eröffnet.
Zu sehen sind Porträts der Schülerinnen und Schüler der Förderschule "Angelika Hartmann", die deren faszinierende Persönlichkeiten darstellen und die einen besonderen Einblick in die für so machen vielleicht unbekannte Lernwelt in einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung.
Die großformatigen Fotografien stammen von dem in Köthen geborenen Fotografen Harald Hirsch. Dieser erzählte bei der Vernissage von seinen vielen Besuchen an der Schule, bei denen er etwa 90 der knapp 100 Kinder und Jugendliche vor seine Kamera holte und versuchte das Wesen jedes einzelnen jungen "Models" einzufangen.
Doreen Scheffler, persönliche Referentin des Landrates, begrüßte die Gäste der Ausstellung mit einem ganz besonderen Grußwort. So schilderte Sie ihre Erfahrungen als Mutter eines Kindes mit Behinderung, ihren Alltag, der so manche Höhen und Tiefen bereithält. "Kein Mensch ist genormt", so Scheffler abschließend, "jeder hat seine Stärken und Schwächen". Das zeige die Ausstellung "Wir zeigen Gesicht" auf eine unvergleichbare Art und Weise.
Die Ausstellung richtet sich an ein breites Publikum. Sie möchte dazu beitragen, Berührungsängste abzubauen und eine inklusive Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Durch die Begegnung auf Augenhöhe werden die Stärken und Potenziale von Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigungen erfahrbar gemacht.
Noch bin ins neue Jahr können die Bilder in der "Galerie im Quadrat" in Köthen zu den bekannten Öffnungszeiten der Landkreisverwaltung besichtigt werden.