Offizielle Einweihung des AR-Projektes am 11. März 2026 am Pegelturm
AR-Darstellung an der Seebrücke zum Pegelturm
Projektkoordinator Niklas Haake und Susanne Grießbach vom HAUS AM SEE probieren die Funktionen des AR-Tablets.
QR-Code an der Pegelturm Seebrücke
Die Seeregion Goitzsche steht für den erfolgreichen Strukturwandel einer ökologisch stark zerstörten Region hin zu einer wundervollen Naherholungslandschaft. Digitale Einblicke in die Entwicklung der Region bietet aktuell das Augmented-Reality-Projekt des Tourismusverbandes WelterbeRegion Anhalt-Dessau-Wittenberg e.V. am Großen Goitzschesee und dem Muldestausee. Am 11. März 2026 wurde das Projekt an der Seebrücke zum Pegelturm der Öffentlichkeit vorgestellt.
Im Rahmen des Projektes wurden zwei Augmented-Reality-Szenen an der Goitzsche sowie am Muldestausee realisiert. Ziel war es, die Transformation der ehemaligen Braunkohlereviere hin zu heutigen Erholungslandschaften zeitgemäß und niedrigschwellig digital erlebbar zu machen.
Die AR-Szene an der Goitzsche visualisiert den früheren Tagebau in einer dreidimensionalen Darstellung und ermöglicht mittels Zeitstrahl Einblicke in sechs historische Zeitepochen. Thematisiert werden unter anderem die Braunkohleförderung, der Bernsteinabbau sowie das Hochwasser 2002. Ein besonderes Highlight stellt die virtuelle Darstellung des Großgerätes „Big Wheel" dar, das heute im Ferropolis-Museum zu sehen ist.
Die zweite AR-Szene am HAUS AM SEE thematisiert die Entstehung des Muldestausees aus dem ehemaligen Tagebau Muldenstein und die damit verbundene Verlegung der Mulde.
Zudem konnten sowohl der Stadt- und Tourismusinformation Bitterfeld-Wolfen als auch dem HAUS AM SEE Schlaitz über das Projekt je ein Tablet als Leihgabe übergeben werden, die sie jeweils für ihre Führungen und für Schulklassen nutzen möchten. Generell können die AR-Szenen über alle AR-fähigen Smartphones/Tablets und der kostenfreien 3DQR Plus App erlebt werden. Rund um die Goitzsche kann die Szene zur Goitzsche an insgesamt fünf Standorten (Blaue Bank, Stadthafen Bitterfeld, Villa Bernsteinsee, Pegelturm und Halbinsel Pouch) genutzt werden, auf denen stets dieselben Szenen, aber aus unterschiedlichen Blickwinkeln gezeigt werden. Die Szene zum Muldestausee kann direkt am HAUS AM SEE genutzt werden.
Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld stellte im Rahmen der Konzeption und Erstellung des Projektes einen wichtigen Partner dar: Durch das Bildarchiv des Kreismuseum Bitterfeld und des Bereiches Tourismus konnten historische Fotos in die AR-Darstellung einbezogen werden, die die virtuelle Darstellung mit historischen Ansichten verbinden. Die touristischen Einrichtungen des Landkreises (Kreismuseum Bitterfeld und HAUS AM SEE Schlaitz) waren wichtige Partner in der inhaltlichen Konzeption und brachten ihren fachlichen Input während des gesamten Prozesses ein.
Das Augmented-Reality-Projekt erweitert das touristische Angebot rund um die Goitzsche und am Muldestausee um eine innovative, digitale Komponente und ermöglicht Gästen wie Einheimischen einen eindrucksvollen Perspektivwechsel. Die frühere Zeit des Braunkohletagebaus wird virtuell erlebbar und damit als prägender Teil der Regionalgeschichte anschaulich vermittelt. Während jüngere Generationen einen authentischen Eindruck vom früheren Zustand der Region erhalten, können ältere Generationen an eigene Erfahrungen anknüpfen.