Gemäß § 6 Absatz 3 Landesjagdgesetz Sachsen-Anhalt sollen jagdbezirksfreie Flächen einem benachbarten Jagdbezirk angegliedert werden.
In diesem Zusammenhang wird beabsichtigt, die nachfolgend genannten jagdbezirksfreien Flächen dem Eigenjagdbezirk (EJB) „Mosigkauer Heide" des Landes Sachsen-Anhalt anzugliedern:
| Gemarkung | Flur | Flurstück | Größe in m² |
| Schierau | 7 | 27 | 1.546 |
| Schierau | 7 | 28 | 2.184 |
| Schierau | 7 | 29 | 369 |
| Schierau | 7 | 30 | 199 |
| Schierau | 11 | 118 | 10.210 |
| Schierau | 11 | 119 | 2.520 |
| Schierau | 11 | 120 | 2.580 |
| Schierau | 11 | 121 | 2.430 |
| Schierau | 11 | 122 | 2.530 |
| Schierau | 11 | 123 | 4.930 |
| Schierau | 11 | 124 | 5.080 |
| Schierau | 13 | 82 | 1.305 |
Gesamtfläche in m² →35.883
Die Angliederung jagdbezirksfreier Flächen ist aus zweierlei Gründen notwendig. Zum einen geht das Bundesjagdgesetz mit seinen Zielsetzungen eines ökologischen Gleichgewichtes grundsätzlich von einer Bejagbarkeit aller Grundflächen aus. Zum anderen wird Wildschadensersatz nur für Schäden an Grundstücken gewährt, die einem Jagdbezirk angehören (§§ 29, 30 BJagdG). Auf jagdbezirksfreien Flächen müsste der Eigentümer mangels des Jagdausübungsrechtes Schäden durch den Wildbestand dulden, ohne für Wildschaden einen Ausgleich erlangen zu können.
Die betroffenen Flächen sind vollständig vom EJB umschlossen, sodass für eine Angliederung ausschließlich der EJB „Mosigkauer Heide" des Landes Sachsen-Anhalt in Betracht kommt.
Bevor der Landkreis Anhalt-Bitterfeld als Untere Jagdbehörde eine Angliederungsverfügung erlässt, wird allen betroffenen Grundeigentümern, sowie dem Land Sachsen-Anhalt die Gelegenheit gegeben, sich bis zum 15. Mai 2026 zum Sachverhalt zu äußern.
Sollte bis zum o.g. Termin keine Reaktion erfolgt sein oder die Äußerungen keine andere Entscheidung zulassen, wird beabsichtigt die Angliederung der betroffenen Flächen mit Wirkung zum 1. Juli 2026 an den EJB „Mosigkauer Heide" per Allgemeinverfügung vorzunehmen.
⇔
Im Auftrag