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Informations- und Amtsblatt des LK Anhalt-Bitterfeld
Ausgabe 7/2026
Wirtschaft und Kreisentwicklung
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Digitaler Schub in Anhalt-Bitterfeld – Glasfaser für acht Zerbst-Ortsteile

v.l.n.r.: Matthias Kunz (Ortsbürgermeister Dobritz), Andreas Dittmann (Bürgermeister Zerbst), Nadja Thätner (Regionalmanagerin Sachsen-Anhalt, Telekom), Andreas Meyer (Telekom, Gebietsleiter Glasfaser Sachsen-Anhalt), Dr. Lydia Hüskens (Ministerin für Infrastruktur und Digitales), Andy Grabner (Landrat Anhalt-Bitterfeld), Heiko Heßler (Katikom), Kristin Anderer (aconium GmbH)

Ein Spatenstich in Dobritz markiert den Beginn eines wichtigen Etappensiegs für die digitale Infrastruktur im Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Rund 3,8 Millionen Euro an Fördermitteln fließen nun in den Ausbau von schnellem Internet in acht Ortsteilen der Stadt Zerbst/Anhalt.

 

 

Es war ein Symbol für Veränderung, als Landrat Andy Grabner zusammen mit Sachsen-Anhalts Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Dr. Lydia Hüskens, am 6. Mai 2026 in Dobritz den ersten Spatenstich tat. Was hier beginnt, ist mehr als nur das Verlegen von Kabeln: Es ist die Grundlage für eine moderne Lebensqualität in ländlichen Regionen.

„Attraktive Lebensräume brauchen eine leistungsfähige Infrastruktur“, brachte Ministerin Hüskens den Kern der Sache auf den Punkt. Mit rund 3,8 Millionen Euro Landeszuschüssen – ergänzt durch weitere Mittel des Bundes – werden nun 607 bisher unterversorgte Adressen in den Ortsteilen Nedlitz, Hagendorf, Grimmez, Dobritz, Polenzko, Mühro, Garitz und Bornum an das Glasfasernetz angeschlossen.

Warum Glasfaser unverzichtbar ist

Der Markt allein stößt in dünn besiedelten Gebieten oft an seine Grenzen. Hier greift der Staat als Impulsgeber ein, um eine Chancengleichheit zu schaffen. „Unser Ziel ist, dass Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen auch außerhalb der Ballungsräume Zugang zu einer modernen und zukunftssicheren digitalen Infrastruktur erhalten“, betonte Hüskens.

Der Unterschied zur herkömmlichen DSL-Kupferleitung ist gewaltig: Glasfaser ist schneller, stabiler und sicherer. Sie ist die einzige Technologie, die den Datenraten der Zukunft gewachsen sein wird. Ob für das Home-Office, telemedizinische Anwendungen oder einfach nur für ein störungsfreies Streaming – die Voraussetzungen werden geschaffen, damit Unternehmen sich ansiedeln und bestehende Betriebe wachsen können.

Ein Meilenstein für die Region

Für die lokale Politik ist dies ein großer Schritt. Landrat Andy Grabner würdigte das Vorhaben als „Meilenstein“: „Gemeinsam machen wir Anhalt-Bitterfeld digital fit.“ Er dankte dem Bund, dem Land Sachsen-Anhalt und dem Umsetzungspartner Telekom Deutschland GmbH für den entscheidenden Schub.

Auch Bürgermeister Andreas Dittmann von Zerbst/Anhalt zeigte sich überzeugt von der Bedeutung des Projekts. „Die Förderung schafft die Grundlage dafür, dass unsere Bürgerinnen und Bürger sowie unsere Unternehmen von schnellen und stabilen Internetverbindungen profitieren“, sagte er. Das Ergebnis sei eine nachhaltig erhöhte Attraktivität als Wohn- und Wirtschaftsstandort.

Der große Rahmen

Das aktuelle Projekt in den acht Ortsteilen ist Teil eines übergeordneten Vorhabens, das 2023 gestartet wurde. Im gesamten Landkreis Anhalt-Bitterfeld, einschließlich weiterer Orte wie Aken und Sandersdorf-Brehna, sind insgesamt 2.127 unterversorgte Adressen betroffen. Die Gesamtförderung beläuft sich auf rund 9,8 Millionen Euro, wobei der Bund 60 Prozent und das Land 40 Prozent trägt. Ein wichtiger Punkt für die Kommunen: Es ist kein Eigenanteil erforderlich.

Neben der Telekom Deutschland GmbH beteiligt sich auch die MDDSL GmbH am Ausbau. Mit diesem koordinierten Vorgehen wird sichergestellt, dass keine Adresse im digitalen Zeitalter zurückfällt.