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Informations- und Amtsblatt des LK Anhalt-Bitterfeld
Ausgabe 7/2026
Bildung und Kultur
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Ein Leben für die Musik und die Menschen – Manfred Apitz erhält Bundesverdienstkreuz

Manfred Apitz (l.) bei der feierlichen Übergabe des Bundesverdienstordens durch Ministerpräsident Sven Schulze.

Am 7. Mai wurde dem Köthener Musikpädagogen Manfred Aptiz in der Magdeburger Staatskanzlei der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld gratuliert recht herzlich mit folgender Laudatio der Köthener Musikschulleiterin Nadine Baer.

 

 

„Es gibt Menschen, die eine Stadt prägen, ohne dabei jemals im Mittelpunkt stehen zu wollen. Menschen, die über Jahrzehnte einfach da sind – mit Herz, mit Leidenschaft und mit unermüdlichem Einsatz. Manfred Apitz ist so ein Mensch.

Wer in Köthen mit Musik aufgewachsen ist, ist ihm wahrscheinlich irgendwann begegnet. Vielleicht als Lehrer an der Musikschule „Johann Sebastian Bach“, als Musiker auf der Bühne, als Dirigent, Organisator oder einfach als jemand, der immer ein offenes Ohr hatte. Seit mehr als drei Jahrzehnten gehört Manfred Apitz fest zum kulturellen Leben der Stadt – und für viele Menschen auch zu ihrem persönlichen Lebensweg.

Nun wurde ihm für dieses außergewöhnliche Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Geboren 1961 in Leipzig, studierte Manfred Apitz an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ die Fächer Viola, Violine, Blockflöte und Komposition. Doch was ihn besonders macht, lässt sich nicht allein mit Abschlüssen oder musikalischem Können beschreiben. Es ist seine Art Menschen für Musik zu begeistern.

Seit den frühen 1990er Jahren unterrichtet er an der Musikschule „Johann Sebastian Bach“ in Köthen – und hat dort Generationen von Kindern und Jugendlichen geprägt. Für viele war der Musikunterricht bei ihm weit mehr als das Erlernen eines Instruments. Er hat Mut gemacht, motiviert, aufgefangen und gefördert. Denn für Manfred Apitz ist musikalische Bildung keine Nebensache. Er lebt die Überzeugung, dass Musik Menschen stärkt, verbindet und jungen Menschen etwas mitgibt, das weit über Noten hinausgeht: Selbstvertrauen, Durchhaltevermögen, Gemeinschaft, Ausdruck und Halt. Gerade deshalb setzt er sich seit Jahrzehnten mit ganzem Herzen für die Musikschule und ihre Schülerinnen und Schüler ein. Oft weit über den eigentlichen Unterricht hinaus. Proben, Konzerte, Projekte, zusätzliche Unterstützung – dabei steht für ihn stets der Mensch im Mittelpunkt. Viele Wegbegleiter berichten von seiner selbstlosen Hilfsbereitschaft und seinem unermüdlichen Einsatz für andere. Zeit scheint für ihn oft nebensächlich zu sein, wenn es darum geht, Menschen zu unterstützen oder Kultur lebendig zu halten.

Seit Jahrzehnten ist Manfred Apitz in zahlreichen Ensembles aktiv, organisiert Konzerte und bereichert das kulturelle Leben der Region mit unermüdlichem Einsatz – oftmals ehrenamtlich. Besonders bekannt ist die von ihm gegründete Konzertreihe „Nocturne im Kerzenschein“, die seit 1996 zweimal jährlich stattfindet und längst zu einer festen Größe im Kulturleben Köthens geworden ist. In stimmungsvoller Atmosphäre bringt Apitz dort Profimusiker, Laien, Schülerinnen und Schüler, Familien und Musikliebhaber zusammen und schafft besondere musikalische Erlebnisse für ein breites Publikum.

Viele Wegbegleiter beschreiben ihn als jemanden, der nie fragt, ob sich etwas lohnt, sondern nur, ob es Menschen gut tut. Einer, der hilft, organisiert, unterstützt und dabei selten an sich selbst denkt.

Mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande wird deshalb nicht nur ein Musiker und Pädagoge ausgezeichnet. Geehrt wird ein Mensch, der Köthen über Jahrzehnte kulturell und menschlich bereichert hat. Einer, der unzähligen Kindern und Jugendlichen den Weg zur Musik eröffnet hat. Und einer, ohne den die Musikschule „Johann Sebastian Bach“ und das kulturelle Leben der Stadt heute ein großes Stück ärmer wären.“