Einsatzkräfte bauen eine mobile Löschwasserstation auf, die ein Fassungsvermögen von 15.000 Liter hat..
Landrat Andy Grabner, Kreisbrandmeister Sebastian Gries und der Leiter des Ausbildungstages, Andreas Hafermalz, begrüßen die teilnehmenden Einsatzkräfte.
Die Kameradinnen und Kameraden des Fachdienstes Brandschutz sorgen für eine stabile Löschwasserversorgung.
Die Einsatzkräfte üben die Errichtung einer Ölsperre.
Die eingesetzte Drohne liefert Liveaufnahmen direkt zur Einsatzleitung.
Normalerweise üben die Fachdienste Katastrophenschutz des Landkreises Anhalt-Bitterfeld zweimal im Jahr das Miteinander bei der Bekämpfung von Gefahrensituationen. Corona hat das in den letzten beiden Jahren verhindert. Doch nun war es wieder soweit. Vor kurzem trafen sich rund 250 Eisatzkräfte mit rund 60 Einsatzfahrzeugen zum gemeinsamen Ausbildungstag auf dem Gelände des Hafens Aken.
Nach der Begrüßung durch Landrat Andy Grabner, Kreisbrandmeister Sebastian Gries und den stellvertretenden Kreisbrandmeister Andreas Hafermalz, der zugleich den Übungstag leitete, ging es dann auch gleich los. Auf dem weitläufigen Firmengelände wurden zunächst sechs Stationen errichtet. An der Station Brandschutz übten die Kameradinnen und Kameraden die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung. Wie wichtig das ist, zeigte die jüngste Vergangenheit, als Einsatzkräfte aus unserem Landkreis zu großen Waldbränden in Sachsen und Brandenburg zur Hilfe eilten.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Brandbekämpfung ist eine stabile Löschwasserversorgung. Dazu wurden mehrere hundert Meter umfassende Schlauchverbindungen hergestellt, eine Übergabestelle errichtet und eine Wassergasse mit Kreisregnern aufgebaut. Das Löschwasser konnte man hier direkt aus dem Hafenbecken beziehen. Zudem bauten die Einsatzkräfte eine mobile Wasserstation auf. Der sogenannte Faltbehälter kann mit 15.000 Liter Löschwasser befüllt werden. Über Pumpen und Schlauchleitungen gelangt das Wasser dann dorthin, wo es gebraucht wird, auch an schwer zugängliche Stellen, wie das bei Waldbränden oft der Fall ist.
An den Stationen der Fachdienste Sanität und Betreuung ging es um die Erst- und Weiterversorgung von Verletzten sowie den Aufbau eines Behandlungsplatzes und eines Betreuungszeltes. Hand in Hand wurde an den Stationen ABC und Wasserrettung gearbeitet. Die Fachdienste ABC, Wasserrettung und Logistik gaben praktische Unterweisungen zur Ölschadenbekämpfung.
Gemeinsam mit Einsatzkräften der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft wurde unter Einsatz eines Rettungsbootes eine Ölsperre im Hafenbecken errichtet. Zur Verfügung stand auch ein Ölseparator, der im Ernstfall 5.000 Liter aufnehmen kann.
Über dem gesamten Übungsgelände kam auch eine Drohe zum Einsatz, die erst vor kurzem mit Hilfe das Landes beschafft werden konnte. Mit einem Gewicht von neun Kilogramm, einer Höchstgeschwindigkeit von 72 Km/h und einer Flughöhe bis 5000 Meter kann sie bis Windstärke sieben fliegen. Sie besitzt eine Reichweite von 15 Kilometern und kann 40 Minuten in der Luft bleiben. Die Bildaufnahmen des 40.000 Euro teuren Schmuckstückes werden live zur Einsatzleitung übertragen. Die Einsatzleitung bekommt dadurch einen visuellen Lageüberblick zum Einsatzgeschehen und kann auf deren Grundlage schnelle Entscheidungen über Kräfte- und Mitteleinsatz treffen.
Wichtig und nicht zu vergessen: Während eines Einsatzes im Katastrophenfall wird den Kameradinnen und Kameraden physisch oftmals vieles abverlangt. Hier kommt dann der Fachdienst Betreuung ins Spiel, der am Ausbildungstag die Versorgung der Rettungskräfte aufbaute und betrieb, so wie er das auch im Ernstfall tun würde.