Eine Vollverglasung trennt die beiden „Brandabschnitte“ Treppenhaus und Schulspeisung voneinander und wirkt optisch wohltuend.
Speisesaal und drei Nebenräume: gut 140 Plätze heißen die Schüler/innen, die Lehrerschaft und Gäste von 9 bis 13.30 Uhr willkommen.
Moderne Ausgabestrecke in Edelstahl: der Speiseplan mit täglich zwei warmen Wahlessen ist vielseitig und hält von Montag bis Freitag zudem bis zu vier Kaltgerichte parat.
Jana Thümmel und ihre Kollegin freuen sich über den Zuspruch in ihrer Kantine.
Immer freitags - die Animation zum Mitmachen: prima!
Ein gutes Essen ist wie eine Umarmung von innen.
(Ellie Krieger)
Ob Babynahrung, erste feste Kost, Festtagsschmaus, Fast Food, Kantinenessen oder Seniorenportion: Zeit Lebens haben wir damit zu tun. Und doch ist es aus dieser Schar wohl das Schulessen, das einen jungen Menschen in kulinarischen Belangen (und wegen so mancher individueller Begebenheit) am meisten prägt. Neben den finanziellen kommt es dabei sehr speziell auf die räumlichen Rahmenbedingungen an. Ich bin dankbar, dass neulich die komplett umgebaute Schulküche in der Oberschule Brand-Erbisdorf ihren Betrieb aufnahm.
Zugegebenermaßen befindet sich diese noch immer im Untergeschoss (als besser klingendes Wort für „Keller“) unseres denkmalgeschützten Schulkomplexes. Über viele Jahre bewegte ebendiese „Keller-Situation“ die Gemüter in Schule und Stadtrat: die laute Umgebung, lange Warteschlangen auf der blockierten Treppe und dunkle Räume - meist zu klein für den Ansturm der Schülerschar. Speziell die Mitglieder des Ausschusses für Kultur, Sport und Soziales (AKSS) machten sich gemeinsam mit dem Schülerrat und der Schulleitung viele Gedanken zur Verbesserung der Schulspeisung (eben in atmosphärischer wie auch qualitativer Hinsicht), letztlich lag dazu im Jahr 2016 ein Statuspapier vor.
Es folgten erste Planungen 2019 samt Umplanung, dann Pause und eine Neuplanung bis März 2023. Stets war uns eine finanzielle Grenze im städtischen Haushalt gesetzt, weil lange Zeit das Geld für andere Projekte verwendet werden musste. Doch weil uns allen das Thema wichtig war wurde – nach entsprechenden Ausschreibungsverfahren - schließlich im Juni 2025 mit dem Umbau der Schulküche begonnen. Parallel dazu mussten und konnten endlich auch langjährige Brandschutzmängel im Untergeschoss baulich konsequent behoben werden.
Zwischendurch hatte der Stadtrat durch Beschlüsse, beginnend im November 2024, den Weg frei gemacht. Nachfolgend konnten bis zum letzten Sommer folgende Gewerke beauftragt werden: (1) Abbruch- und Baumeisterarbeiten, (2) Elektroinstallation, (3) Installation Heizung, Lüftung, Sanitär, (4) Trockenbauarbeiten, (5) Metallbau und Verglasung, (6) Maler- und Lackierarbeiten, (7) Fliesenlegerarbeiten, (8) Tischlerarbeiten, (9) Bodenbelagsarbeiten. Als letztes wurde (10) spezielles Küchenmobiliar nach Industriestandard im Dezember 2025 beauftragt.
Die jüngsten Winterferien 2026 boten Gelegenheit zum Abschluss der Innenarbeiten. Allein die Baukosten betrugen insgesamt rund 500.000 EUR. Den Großteil der Küchenausstattung brachte die ortsansässige Fa. Speiseservice Schneider GmbH & Co. KG selbst mit ein, danke!
Entstanden ist ein moderner Trakt mit funktionaler Anbindung an den Innenhof. Neben der (Warm-)Essenausgabe ist die Imbiss-Auswahl platziert; gegessen wird nun in unterschiedlich großen Räumen, deren Wände und Säulen angenehmen Sicht- und Lärmschutz bieten (zugleich aber für die Aufsicht führende Lehrerschaft erhöhten Aufwand verursachen, leider!).
Respekt gebührt all den ausführenden Handwerksunternehmen, dem ortsansässigen Planungsbüro Mann & Pitzler und der städtischen Bauverwaltung für deren akkurate Arbeit sowie den vom Bau(-lärm) unmittelbar Betroffenen im Schulgebäude für deren Geduld und Verständnis. Möge das neu Geschaffene langzeit nutzbar sein und Freude schenken.
Glück Auf und stets guten Appetit!