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Bergstadtecho Brand-Erbisdorf
Ausgabe 5/2026
Leitartikel
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Aus Sicht des OB

Das Projekt „Jugendwerkstatt“ (Oktober 2025 – März 2027) wird von der SAB gefördert und kofinanziert über die Europäische Union.

Solide bauen und gut gestalten: in der Holzwerkstatt entstand dieses Modell von Schloss Ehrenberg bei Waldheim fürs „Klein Erzgebirge“.

Der Bereich „Farbe & Form“ bietet Raum für Kreativität und fördert so manch verstecktes Talent beim Berufsausbildungsförderverein Brand-Erbisdorf e. V.

Pflastern und Maurern will geübt sein: dies sogar „indoor“ bei BAFV!

Grundlagen der SPS-Steuerung werden anhand von praktischen Beispielen (hier eine Verkehrsampelanlage) vermittelt.

Im Metallzentrum wird zu manueller und automatisierter Fertigungstechnik ausgebildet.

Auch ein 3-D-Drucker findet sich im respektablen Maschinenpark, der zum Tag der Offenen Tür am 6. Mai 2026, im Präsentationsmodus arbeitete.

35 Jahre erreichen und dabei jung bleiben.

Fünfunddreißig sein und wissen, wie es wohin läuft?!

35 Jahre lang Menschen durch Bildung stärken.

Immerhin sind 35 – nacheinander gelebt zweimal 17einhalb – je ein fast „volljähriges“ Alter. Früher wie heute sollte also noch immer genug Zeit sein für die Frage, …“wo du stehst und welchen Weg du gehst!“. Arbeit, Beschäftigung in der Freizeit, Bildung und Bewegung sind dabei ganz wichtig.

Zur politischen Wende ist die DDR in wirtschaftlicher Hinsicht lokal oft abgewickelt worden. Auch bei „NARVA“ und Azubis aus anderen Unternehmen hing die Berufsausbildung von mehr als 100 Jugendlichen damals am seidenen Faden. Zum Glück fanden sich initiativreiche Bündnisse für unsere neue Zeit – stark meist auch wegen der guten Wurzeln. Bereits seit 1991 dauert mittlerweile das Wirken des BAFV-Berufsausbildungs-Förderverein Brand-Erbisdorf e. V. an; unser herzlicher Glückwunsch zum 35. Jubiläumsjahr! Geschaffen wurden seither der Erweiterungsbau (Haupthaus), die Einrichtung eines zwischenzeitlichen Internats (Anton-Günter-Steig 6a), ein neues Gewächshaus, Erwerb und Einrichtung des Werkstattgebäudes sowie die umfangreiche Sanierung und Neugestaltung von Fachbereichen einschließlich deren technischer Ausstattung und vieles mehr.

Als Gründungsmitglied engagiert sich auch die Stadt(verwaltung) seit 35 Jahren für Ausbildung, Begegnung, Erziehung und die Vermittlung von Wissen - praktisch verwertbar und nutzbringend für die Wirtschaft in unserer Bergstadt samt Umland. Erreicht wurden seither mehr als 8.000 Jugendliche (gern mittels mit einer zweiten oder gar dritten Berufschance!). Helfen – Bilden – Integrieren! Gezielt gibt es dafür beim BAFV auch „Aktivierungshilfen für Jüngere“, die sich in den Berufsfeldern Holz, Metall, Farbe, Gartenbau, Büro/Lager/Handel und Hauswirtschaft erproben können. „Kompakt“ ist die vom Jobcenter Mittelsachsen beauftragte bis zu sechs Monate dauernde Vermittlung bzw. Motivation/Coaching zur Eingliederung von Menschen, die arbeitslos bzw. von Arbeitslosigkeit bedroht sind. Dafür wird beim BAFV enorme sozialpädagogische Arbeit geleistet.

 

 

 

Die Berufsfelder sind heutzutage breit gefächert, derzeit wird beim BAFV für 24 Berufe im Ausbildungsverbund gelehrt – und wir suchen händeringend Fachkräfte. Hoffentlich sind wir künftig willens und bleiben in der Lage dafür angemessen zu zahlen?! Das war in den 1990er Jahren keineswegs so der Fall, als es nicht mal genug Arbeitsplätze für die Jugend gab. Und heute es wird immer spannender, den Weg solider und zuverlässiger Ausbildung konsequent zu verfolgen, also zu finanzieren und stets ordentlich Nachwuchs dafür zu motivieren!

Flankiert ist die berufliche Ausbildung durch die intensive Kooperation zur Oberschule BED, indem der dortige Schulclub seit Jahren durch den BAFV personell-professionell abgesichert wird, danke. Unser Berufsausbildungs-Förderverein Brand-Erbisdorf e. V. ist zugleich Teil einer wichtigen (über-)örtlichen Gemeinschaft von IHK Chemnitz, Regionalkammer Freiberg und von Ausbildungsbetrieben, die ihren Nachwuchs vorort rekrutieren wollen und unterstützen. Auf jener Liste stehen seit Jahren zahlreiche namhafte Unternehmen der Region.

 

 

 

 

Ein Hoch auf das hiesige Schaffen und mein Hoch

auf alle Ausbildenden – weiterhin viel Erfolg mit den Azubis

für deren guten Berufsweg im Leben!

 

Dr. Martin Antonow
Oberbürgermeister