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Amtsblatt der Stadt Bad Schmiedeberg
Ausgabe 10/2026
Aus den Ortschaften
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Das Au-Tor: Geschichte erhalten, Zukunft gestalten

Zukunftsvision für das Au-Tor, mithilfe von KI erstellt.

Wir fahren fast täglich hindurch. Das Au-Tor ist bis heute ein Eingang zu unserer Altstadt, eines der Wahrzeichen Bad Schmiedebergs und aus dem Stadtbild nicht wegzudenken.

Doch wie kann es mit dem historischen Gebäude weitergehen? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Ortschaftsrat in einer öffentlichen Sitzung gemeinsam mit rund 15 interessierten Einwohnerinnen und Einwohnern. Dabei wurde deutlich: Das Interesse am Au-Tor ist groß und viele machen sich Gedanken über seine Zukunft und seinen Erhalt.

Susen Lieschke stellte erste offene Ideen für eine mögliche künftige Nutzung vor. Denkbar wäre beispielsweise ein kleiner Kultur- und Begegnungsort, ein Angebot für Gäste und Touristen oder ein Escape Room. Ein von ihr kommentierter Videorundgang gab Einblicke in die Räumlichkeiten, ihren baulichen Zustand und die Spuren ihrer unterschiedlichen Nutzungen in den vergangenen Jahrzehnten.

Felix Saul nahm die Anwesenden mit auf eine Zeitreise durch die mehr als 500-jährige Geschichte des Gebäudes. Seinen Namen verdankt das Au-Tor seiner Lage als „Tor zur Elbaue“. Im Laufe seiner Geschichte wurde es zeitweise als Gefängnis genutzt, nach der Wende waren dort die Heimatstube und ein Café untergebracht. Ein schönes Detail findet sich im Stadtwappen von Bad Schmiedeberg: Dort ist das Tor halb geöffnet. Es symbolisiert damit die Offenheit gegenüber Besuchern, konnte bei drohender Gefahr aber auch geschlossen werden.

Auch der Bauausschuss hat sich mit dem Zustand und dem Erhalt des Au-Tors beschäftigt. Dabei wurden notwendige Maßnahmen angesprochen, um das Mauerwerk zu schützen und weitere Schäden zu vermeiden. Dazu gehören die Verlängerung oder Umleitung der Fallrohre, damit Regenwasser vom Mauerwerk weggeleitet wird, und die Reinigung der Dachrinnen. Auch die Mauer zum Nachbargrundstück wurde thematisiert, da sie durch Bewuchs gefährdet ist und möglicherweise abgestützt werden muss.

Nun geht es darum zu prüfen, welche dieser Maßnahmen umgesetzt werden können. Die Stadt hat zugesagt, im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu klären, was zum Schutz des Mauerwerks und zum Erhalt des äußeren Erscheinungsbildes finanziert und realisiert werden kann.

Die ersten Gespräche sind ein wichtiger Schritt, doch für die Zukunft des Au-Tors braucht es weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter: Menschen mit guten Ideen, Freude am gemeinsamen Anpacken und vielleicht auch Erfahrung mit Anträgen, Fördermöglichkeiten und Formalitäten.

Wer sich mit Ideen, Fragen oder ganz praktisch beim Erhalt und bei der zukünftigen Nutzung des Au-Tors einbringen möchte, kann sich gern an den Ortsbürgermeister Herrn Stegert wenden. Er bietet regelmäßig Sprechzeiten an und steht für Gespräche und Anregungen zur Verfügung.

Der Ortschaftsrat